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Netzwoche 16/2018

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46 Management & Career

46 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Ausländische Studenten sollen auch arbeiten dürfen bca. In einer Motion hat FDP- Nationalrat Marcel Dobler gefordert, ausländischen Absolventen von Schweizer Hochschulen das Arbeiten in der Schweiz zu erleichtern. Vor allem Branchen mit Fachkräftemangel im MINT-Bereich seien auf solche Spezialisten angewiesen. Der Bundesrat sieht allerdings keinen Handlungsbedarf. ▸ Webcode DPF8_108094 Ergon erhält Goldmedaille von Mitarbeitern lha. Das Beratungsinstitut Icommit hat die «Swiss Arbeitgeber Awards 2018» verliehen. Preise gab es für Firmen in vier Grössenkategorien. Laut einer Mitteilung landete die Softwarefirma Ergon auf dem ersten Platz der beliebtesten Arbeitgeber mit einer Beschäftigtenzahl zwischen 250 und 999 Mitarbeitern. ▸ Webcode DPF8_107955 Informatik wird in Luzerner Gymis zum Pflichtfach bca. An Luzerner Gymnasien wird Informatik ab dem Schuljahr 2021/2022 als obligatorisches Fach eingeführt. Damit setzt der Kanton einen Bundesbeschluss um. Im Kanton Luzern sollen dadurch 12 bis 16 neue Stellen für Informatik-Lehrpersonen entstehen. ▸ Webcode DPF8_107904 Tech Data geht unter die Start-up-Förderer Die Gründer von Sedimentum: Immanuel Zerbini, Eugenie Nicoud und Sandro Cilurzo (v. l.). cka. IT-Distributor Tech Data hat erstmals einen Förderpreis für Start-ups verliehen. Hierfür arbeitete die Schweizer Länderorganisation von Tech Data mit dem Informatik-Institut der Hochschule Luzern (HSLU) zusammen. Der mit 10 000 Franken dotierte Preis ging an das Luzerner Start-up Sedimentum. Das Jungunternehmen aus dem E-Health-Bereich will das Pflegepersonal von Spitälern und psychiatrischen Einrichtungen entlasten. Das Produkt, das Sedimentum hierfür entwickelte, misst verschiedene Vitaldaten der Patienten. Kontaktlos – denn vielerorts sei sogar ein Wearable schon zu viel. Ein Machine-Learning-Algorithmus überwacht die Patienten. Sobald die Vitaldaten unter einen bestimmten Schwellenwert sinken, erhält das Personal einen Alarm. Gesammelte Daten bieten neue Geschäftsfelder Der Datenaustausch erfolge komplett anonymisiert, wie CEO und Gründer Sandro Cilurzo dem Publikum an der Preisverleihung erklärte. Hierfür hätten er und sein Team ein eigenes Verfahren auf Basis der Ethereum-Blockchain entwickelt. Künftig will das Jungunternehmen sowohl die Hardware als auch die KI-Software verkaufen. Cilurzo sieht aber auch in den gesammelten Daten potenzielle neue Geschäftsfelder. Auf die Frage, was das Unternehmen mit dem Preisgeld nun mache, sagte Cilurzo: «Wir kaufen jetzt erst einmal eine Grafikkarte für unsere Machine-Learning- Maschine.» Das Start-up gewann gemäss dem CEO zum ersten Mal einen Preis und erhielt auch erstmals externe Gelder. Die laufenden Kosten für die Entwicklung sowie für die eingesetzten Tools wurden bisher von Eigenkapital gedeckt. Das soll sich mit dem Preisgeld nun ändern. Bargeld + Dienstleistungen + Produkte = 10 000 Franken Das Preisgeld von 10 000 Franken besteht zur Hälfte aus Bargeld und zur anderen Hälfte aus Dienstleistungen und Produkten, die der Sieger von Tech Data beziehen kann, wie Ursula Bartholdi, Business Development Manager IoT bei Tech Data, erklärt. Der Distributor will mit dem Award auch eine längerfristige Beziehung zu den Start-ups aufbauen. «Es wäre schade, den Siegern einfach ein paar Noten in die Hand zu drücken und ‹Tschüss› zu sagen», sagte sie. So ist Tech Data etwa offen für die Möglichkeit, die Siegerlösung dereinst in das Portfolio aufzunehmen Auf diese Weise will der Distributor auch neue Wege einschlagen. Bartholdi hofft, den Award auch nächstes Jahr wieder zusammen mit der HSLU durchführen zu können. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_108943 Anzeige SWISS PAYMENT FORUM Innovative Payment Modelle Mobile Payment und Banking 5. und 6. November 2018 in Zürich Open Banking Blockchain Anmeldung unter www.swisspaymentforum.ch SPF_2018_Inserat_Netzwoche.indd 1 04.10.2018 10:39:26 16 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

47 Bild: marvin-meyer / Unsplash.com Was Informatiker von ihrem Arbeitgeber erwarten – und wo sie es finden Universum hat junge Informatiker und Ingenieure nach ihren Präferenzen auf dem Arbeitsmarkt befragt. Unter den beliebtesten Arbeitgebern tummeln sich grosse Schweizer und internationale Unternehmen. Karriere, Lohn und Prestige rücken beim Fachkräfte-Nachwuchs in den Hintergrund. Autor: Oliver Schneider Die Beratungsfirma Universum hat Schweizer Arbeitnehmer im Alter zwischen 30 und 40 Jahren aus den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen und Informatik zu ihren beruflichen Präferenzen befragt. Herausgekommen ist ein Ranking der beliebtesten Arbeitgeber und jener Aspekte, die den Fachkräften am Arbeitsplatz heute besonders wichtig sind, wie es in einer Mitteilung heisst. i RANKING 2018 Top 10 der Firmen in der IT (2017) 1. Google (1) 2. Swisscom (3) 3. Microsoft (2) 4. SBB (5) 5. IBM (4) 6. Migros (9) 7. UBS (6) 8. Cern (7) 9. Logitech (11) 10. Swiss (11) Wo IT-Studenten gerne arbeiten würden (2017) 1. Google (1) 2. Microsoft (2) 3. IBM (3) 4. Swisscom (4) 5. Cern (5) 6. Logitech (8) 7. UBS (6) 8. SBB (7) 9. Cisco (11) 10. Oracle (10) Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_108880 Arbeitnehmer auf der Suche nach Sinn, Respekt und Freiheit Die Ziele der jungen Arbeitnehmer hätten sich in den letzten zehn Jahren stark gewandelt, schreibt Universum. «Möglichst schnell viel Geld verdienen – komme was wolle, das war einmal.» Der Wertewandel der Generationen sei stattdessen am Arbeitsplatz angekommen. So seien Aspekte wie das Verlangen nach Respekt oder Teamorientiertheit vor allem in den technischen Berufen gestiegen. ITler legen gemäss Universum besonderen Wert auf ein kreatives und dynamisches Arbeitsumfeld sowie auf Innovation. Die Umfrage deute darauf hin, dass es Berufstätigen heute weniger um Prestige und mehr um Wohlbefinden im Job gehe. Das Bedürfnis nach einem Chef, der einen konkret in der beruflichen Entwicklung fördert, sei denn auch gesunken. Zudem seien Arbeitstätige in technischen Feldern weniger daran interessiert, sich mit internationalen Kunden oder Kollegen auszutauschen. All dies interpretiert Universum als sinkendes Interesse an einer steilen Karriere. Stattdessen rücke Autonomie ins Zentrum. Alle angesprochenen Gruppen von Berufstätigen hätten ein bedeutend stärkeres Interesse daran, unabhängig zu arbeiten. Gleichzeitig habe der Wunsch nach einer leitenden Position «drastisch» abgenommen, allen voran bei den IT-Fachkräften. «Was bringen Karriereleitern wenn sie niemand mehr hinaufklettern will?» Universum erklärt diese Haltung unter anderem damit, dass ITler finanziell auch in nicht-leitenden Positionen gut dastünden. Sie verdienten nämlich im Schnitt 12 000 Franken mehr pro Jahr als Ingenieure. «Der finanzielle Anreiz, die Karriereleiter zu erklimmen, wird damit langsam aber sicher beerdigt», heisst es in der Mitteilung. «Was zählt, ist das richtige Umfeld, angenehme Bedingungen und eben die spannenden, attraktiven und innovativen Projekte.» Nun sei es an den Arbeitgebern, diesen Wünschen zu entsprechen. «Arbeitnehmer von heute streben nach Sinnhaftigkeit und damit meinen wir in erster Linie die Sinnhaftigkeit ihrer Position, einen Beitrag zu etwas Grösserem leisten zu können», fasst Leo Marty, Managing Director von Universum Switzerland, die Studie zusammen. «Sie wollen wissen, wofür ihre Vorgesetzten stehen und erwarten, dass diese auch öffentlich für sie einstehen. Werte und Emotionen haben den Platz vom Ein- und Ausstempeln schon lange eingenommen.» « Arbeitnehmer von heute streben nach Sinnhaftigkeit. » Leo Marty, Managing Director von Universum Switzerland www.netzwoche.ch © netzmedien ag 16 / 2018

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