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Netzwoche 16/2018

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Fernmeldegesetz revidiert, Swisscom profitiert osc. Der Nationalrat hat bei der Revision des Fernmeldegesetzes gegen den Bundesrat und zugunsten von Swisscom entschieden. Damit könnten Telkos nicht per Gesetz dazu verpflichtet werden, anderen Anbietern Zugang auf der «letzten Meile» zu gebäudeinternen Glasfaseranschlüssen zu gewähren. Bundesrätin Doris Leuthard bedauerte den Entscheid. Es sei nicht im Interesse der Schweiz, Swisscom so stark zu schützen. ▸ Webcode DPF8_108957 Post stellt E-Health- Angebot neu auf osc. Die Schweizerische Post will sich in Zukunft ganz auf ihre EPD-Plattform konzentrieren. Das Unternehmen gibt dazu einige Tätigkeiten der Gesundheitssparte auf. Das E-Health-Angebot aus der Partnerschaft mit Siemens Healthineers soll ausgebaut und mit neuen Leistungen erweitert werden, heisst es in einer Mitteilung. ▸ Webcode DPF8_108536 Effizientere Schweizer Rechenzentren bca. Am 25. September haben der Schweizerische Verband der Telekommunikation Asut und Energie Schweiz den Kongress «Mehr Effizienz in Rechenzentren und Serverräumen» in Bern veranstaltet. Die Referenten zeigten anhand von Zahlen und Studien die Bedeutung des Rechenzentrumsmarktes in der Schweiz auf. «Die Schweiz ist im internationalen Vergleich als Datacenter-Standort sehr gut positioniert. Durch die zunehmende Digitalisierung und neue Technologien wie etwa das 5G-Netz wird die Bedeutung von Rechenzentren noch viel mehr zunehmen», erklärte Christian Grasser, Geschäftsführer von Asut in seinem Vortrag. Die Schweizer ICT-Branche soll aber auch zu den grossen Stromverbrauchern gehören. Laut Umfrage machen Serverräume und Rechenzentren in der Schweiz rund 3 Prozent des gesamtschweizerischen Strombedarfs aus. Das infrastrukturseitige Einsparpotenzial in der Schweiz liegt laut Asut bei rund 280 Gigawatt pro Stunde. Das entspricht etwa 17 Prozent des heutigen Gesamtstromverbrauchs von Serverräumen und Rechenzentren. Am Kongress präsentierten Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft mögliche Massnahmen für mehr Energieeffizienz in Serverräumen und Rechenzentren. Vielseitige Referate Adrian Altenburger, Professor für Gebäudetechnik und Energie an der Hochschule Luzern sprach in seinem Vortrag unter anderem darüber, wie Serverräume und Rechenzentren anhand niedrigerer Gebäudetemperaturen Martin Casaulta, Country Chief Technologist, Hewlett Packard Enterprise Schweiz. Bild: Christian Grasser und Server-Virtualisierungen effizienter werden können. Philipp Ziegler von MSM Research zeigte den Paradigmenwechsel von intern zu extern (Cloud und Managed Services) auf. Martin Casaulta von Hewlett Packard Enterprise Schweiz prognostizierte einen Quantensprung bei Datacenter-Technologien. Und Oliver Zingg, Floormanager Datacenter ZH der Genossenschaft Migros Zürich, berichtete, wie anhand von Optimierung und besserer Vernetzung von Migros-Rechenzentren mehr Energieeffizienz erreicht werden konnte. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_108662 DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Jetzt finden sie wieder statt, die vielen IT-Breakfasts, Innovation-Touren und Digitalisierungskonferenzen. Landauf, landab zelebrieren sich die IT-Manager in ihrem alljährlichen Get-together und zeigen sich von ihrer besten Seite, wenn es um die Verkündigung ihrer Visionen und Strategien zur Umsetzung der digitalen Transformation geht. In den höchsten Tönen wird für sich in Anspruch genommen, auf dem besten Weg in die digitale Zukunft zu sein. Wer es ganz gut verpackt, bekommt vielleicht noch einen Award. Es ist ja eigentlich alles so einfach und bestechend zugleich. An der «Brave new World of Digitalization» führt kein Weg mehr vorbei. Mit einer Leichtigkeit sollen Apps bereitgestellt, aus der hochdynamischen Cloud eingesetzt und magisch mit den Schnittstellen der Businessprozesse verlinkt werden, dass es nur so funzt. Und das nicht etwa in aufwendigen Investitionsprojekten – nein, quasi aus dem operativen Betrieb heraus. Der Erfolg liegt auf der Hand und muss nicht mehr hinterfragt werden. Die nun vollständig automatisierten Value-Streams generieren quasi ohne Energieverlust und ohne manuelle Hand-offs Werte ohne Ende für das Business. Oder zumindest ist die Aussicht darauf schon mal auf der Powerpoint-Folie skizziert. Man wundert sich höchstens, warum das Unternehmen nicht schon längst am Ziel ist. Die Realität ist halt leider oft eine ganz andere. Grosse Hypotheken von Altlasten aufgeschobener Architekturerneuerungen lassen sich nicht so einfach wegmigrieren. Mit «Lift and Shift» in die Cloud werden Anwendungen nicht automatisch «Cloud native» oder zu «stateless Microservices». Die IT-Organisation fällt bei jedem Versuch, die Entwicklungssünden der Vergangenheit und die fragilen IT-Infrastrukturen zu transformieren, erbarmungslos auf die Nase. All dies rächt sich jetzt und lässt die IT-Organisationen rat- und hilflos erscheinen. Mit bimodalen Konzepten hat man schon versucht, die alte Welt aussterben zu lassen – dumm nur, dass genau dort die Kernanwendungen der Unternehmen liegen. Jetzt sind keine theoretischen Blaupausen-Designer gefragt, die von sich behaupten: «Theoretisch kann ich praktisch alles …» Es braucht vielmehr nüchterne Praktiker, die bereit sind, die Probleme an der Wurzel zu packen. Es braucht CIOs, die hinstehen und sich dafür einsetzen, dem Business klaren Wein einzuschenken und die angesammelten Leichen aus dem Keller zu holen. Das braucht auch Durchhaltewillen, Rückgrat und etwas mehr Weitsicht als nur bis zur nächsten Bonus runde. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_108623 Nicht nur Knowhow ist gefragt, sondern auch Do-how Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 16 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 E-Commerce-Studie: So shoppt die Schweiz lha. Mehr Onlineeinkäufe und eine starke Zunahme von Downloads beim Kauf von Zeitschriften und Büchern – so fällt die Bilanz der Studie vom Bundesamt für Statistik (BFS) zum E-Commerce in der Schweiz von 2010-2017 aus. 2017 kauften 4,9 Millionen Personen in der Schweiz mindestens ein Mal im Internet ein – 50 Prozent mehr als 2010. Die Studie zeigt einen grossen Unterschied im E- Commerce-Verhalten der verschiedenen Altersklassen und Bildungsstufen: Besonders aktiv beim Onlineeinkaufen sind die 25- bis 35-Jährigen. 91 Prozent von ihnen nutzten E-Commerce. Dagegen sind es bei den über 75-Jährigen lediglich 20 Prozent. Ausserdem kaufen Personen mit einem höheren Bildungsstand eher online ein. 85 Prozent der Konsumenten mit einem Tertiärabschluss nutzen E- Commerce. Bei Personen ohne nachobligatorische Ausbildung shoppen nur 46 Prozent online. Spitzenreiter unter den via E-Commerce gekauften Produkten sind Zugbillette und Flugtickets. An zweiter Stelle folgen Kleider und Sportartikel, dicht gefolgt von Übernachtungen in Hotels oder Ferienunterkünften. Platz vier belegen Eintrittskarten für Sport- oder Kulturveranstaltungen. Bücher, Zeitschriften und Zeitungen folgen an fünfter Stelle, Software, Apps und Videospiele landen auf Platz sechs. In einigen Bereichen verdrängen digitalisierte Produkte nach und nach ihre materiellen Pendants. Seit 2014 hat sich die Anzahl der Konsumenten, die ihre Zeitungen, Zeitschriften und Bücher via Onlinehandel kaufen, um 17 Prozent gesteigert. Auch Filme werden überwiegend als Download bezogen. Bei Onlinekäufen von Apps und Software halten sich Downloads und materielle Käufe ungefähr die Waage. Lediglich im Bereich Musik überwiegen die materiellen Käufe. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_109221 Produktivitätsvergleich: IT und Telko WWW.NETZWOCHE.CH Die Softwarefirma Board eröffnet Büro in Wallisellen mur. Board hat sein Vertriebsbüro nach Wallisellen umgesiedelt. Das Unternehmen bietet eine Software an, die Business Intelligence, Performance Management und Predictive Analytics kombiniert. Die neue Niederlassung biete mehr Platz, teilt das Unternehmen mit. Es gebe zudem die Option, das Büro später noch zu erweitern. ▸ Webcode DPF8_109008 Digitalstrom fusioniert mit One Smart Control jor. Schlieremer Smarthome- Anbieter Digitalstrom hat sich mit dem belgischen Unternehmen One Smart Control zusammengetan. Durch die Fusion mit dem belgischen Anbieter von Gebäudeautomation will Digitalstrom seine Position im europäischen Markt verbessern, wie das Unternehmen mitteilt. ▸ Webcode DPF8_108994 osc. Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat Zahlen zur Produktivität der Schweizer Wirtschaft publiziert. Sie geben Auskunft über den Lebensstandard der Schweizer Arbeitnehmer sowie die Effizienz, mit der die Ressourcen der Wirtschaft genutzt werden, wie es auf der Website des BFS heisst. Über die ganze Schweizer Wirtschaft betrachtet, ist die Arbeitsproduktivität in den vergangenen 20 Jahren um rund 20 Prozent gestiegen. Werden nur IT- und Telkobranche betrachtet, zeigt sich ein ganz anderes Bild. Die Telekommunikationsfirmen erlebten in den ersten 10 Jahren des neuen Millenniums eine regelrechte Explosion der Produktivität. Die Arbeitsproduktivität der IT-Branche ist dagegen seit 1997 rückläufig. Sie sank insbesondere nach der Dotcom-Krise sowie zwischen 2010 und 2011. Anschliessend stoppte die Branche den Rückgang der Produktivität. Sie lag 2016 schliesslich rund ein Drittel tiefer als 1997. Auf Anfrage erklärte das BFS die auseinanderklaffende Statistik mit dem unterschiedlichen Stellenwert von Arbeit und Kapital in der IT- beziehungsweise Telkobranche. Letztere sei vor allem kapitalintensiv und habe durch die rasante technologische Entwicklung ihren Output massiv steigern können, ohne dass hierfür zusätzliche Arbeitskraft erforderlich gewesen wäre. Bei den IT-Dienstleistungen fänden sich dagegen Aktivitäten wie Programmierung und Beratung, für die der Einsatz von Arbeitskraft viel bedeutsamer sei als derjenige von Kapital, etwa für Hard- oder Software. «Deshalb sind hier die Möglichkeiten drastischer Verbesserungen der Arbeitsproduktivität naturgemäss beschränkt», schreibt das BFS. Die Arbeitsproduktivität misst laut BFS die Effizienz, mit der die personellen Ressourcen im Produktionsprozess eingesetzt werden. Konkret wird dabei der wirtschaftliche Output der Unternehmen mit den für dessen Produktion benötigten Vollzeitäquivalenten in Relation gesetzt. ARBEITSPRODUKTIVITÄT NACH BRANCHEN ZU PREISEN DES VORJAHRES IT-Dienstleistungen Telekommunikation Gesamtwirtschaft 260 240 220 200 180 160 140 120 100 80 60 1998 2000 2002 2004 2006 2008 2010 2012 2014 2016 Quelle: BFS Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_107705 Seba Crypto zielt auf die Bankenwelt osc. Seba Crypto will zur ersten Bank der Kryptobranche werden. Sie beantragte eine Banklizenz von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht, wie Finews schreibt. Das Unternehmen habe dazu bereits 100 Millionen Franken Startkapital erhalten. Das Geld hätten die Gründer innerhalb von rund drei Monaten gesammelt. ▸ Webcode DPF8_108791 BNC-Group schluckt Inikon jor. Der Berner IT-Dienstleister BNC Business Network Communications hat einen Zürcher Konkurrenten aufgekauft. Die Firma Inikon mit Sitz in Egg ging rückwirkend auf den 1. Juli in die Hände von BNC über. Inikon werde aber weiterhin unter eigenem Namen am Markt bestehen bleiben, schreibt BNC in einer Mitteilung. ▸ Webcode DPF8_108091 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 16 / 2018

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