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Netzwoche 16/2020

56 Products Neuheiten

56 Products Neuheiten Apple bringt das erste iPhone mit 5G heraus Das iPhone kann jetzt auch 5G. Am 13. Oktober hat Apple die vier Geräte der iPhone-12-Reihe vorgestellt. Abgesehen von der 5G-Kompatibilität verfügen die Handys auch über einen neuen, schnelleren Chip und können Videos mit Dolby Atmos aufnehmen und wiedergeben. Autorin: Leslie Haeny Laut Apple können die beiden Pro-Modelle HDR-Videos mit Dolby Vision in 4k-Auflösung aufnehmen und wiedergeben. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Am 13. Oktober hat Apple die iPhone-12-Reihe vorgestellt. Insgesamt gehören vier neue Smartphones zur Serie. Die grosse Neuheit am iPhone 12 Mini, iPhone 12, iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max: Sie sind alle 5G-fähig. Ausserdem verpasste Apple den Geräten mit dem A14 Bionic auch einen neuen Chip. Dieser beinhaltet laut Hersteller um bis zu 50 Prozent schnellere GPUs und CPUs als Chips von Konkurrenten. Eine weitere Gemeinsamkeit der vier Geräte ist Mag Safe fürs kabellose Aufladen. Die Technologie biete eine Anordnung von Magneten um die kabellose Ladespule. Damit garantiere Apple, dass sich die Ladestation immer richtig mit dem iPhone verbinde und keine Energie verloren gehe. Die Mag-Safe-Ladegeräte haben eine Leistung von 15 Watt. Die beiden Pro-Modelle Mit zur neuen Serie gehört das iPhone, das laut Apple bisher den grössten Bildschirm aufweist. So ist das iPhone 12 Pro Max 6,7 Zoll gross. Etwas kleiner ist das iPhone 12 Pro mit seinem 6,1-Zoll-HDR-Bildschirm. Das iPhone 12 Pro verfügt über eine neue Weitwinkelkamera mit einem Blendenwert von f/1,6. Zudem sind im Gerät eine Ultra-Weitwinkel-Kamera mit einem Sichtfeld von 120 Grad und eine Telekamera mit 52 Millimeter Brennweite verbaut. Am iPhone 12 Pro Max befindet sich ebenfalls eine Kamera mit Blendenwert f1,6. Zudem hat das Pro Max eine Ultra-Weitwinkel- und eine Telekamera. Letztere habe eine Brennweite von 65 Millimetern, die für mehr Flexibilität bei Nahaufnahmen sorge. Apple hat laut eigenen Angaben am Nachtmodus gefeilt. So funktioniere dieser jetzt auch mit den Ultra-Weitwinkelund Ture-Depth-Kameras. Zudem soll «Night Mode Time- Lapse» eine längere Belichtungszeit für schärfere Videoaufnahmen und gleichmässigere Belichtung liefern. Apropos Video: Laut Apple können die beiden Pro-Modelle HDR- Videos mit Dolby Vision in 4k-Auflösung aufnehmen und wiedergeben. Weiter verfügen beide Geräte über einen Lidar-Scanner. Solche Scanner dienen der optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung. Dank des Scanners liefern die Handys laut Apple realistischere AR-Erlebnisse und verbessern den Autofokus bei schwacher Beleuchtung. Die Handys sind in Graphite, Silber, Gold und Pacivic Blue erhältlich. Das iPhone 12 Pro kostet 1129 Franken. Auf das Pro Max müssen Konsumentinnen und Konsumenten noch warten. Die Bestellungen beginnen am 6. November. In die Läden kommt das Gerät am 13. November für 1229 Franken. Das Standard- und das Mini-Modell Was die Grösse angeht, unterscheidet sich das iPhone 12 nicht vom 12 Pro. Anders sieht es beim iPhone 12 Mini aus. Wie der Name schon verrät, ist es mit seinen 5,4 Zoll das kleinste Gerät der Serie. Anders als in der Pro-Reihe sind in diesen Geräten zwei statt drei Rückkameras verbaut: Eine Weitwinkel- und eine Ultra-Weitwinkel-Kamera mit einem Blendenwert von f1,6. Mit dem Kamerasystem sollen auch bei diesen Geräten Nachtaufnahmen besser gelingen. Auch mit dem iPhone 12 und 12 Mini sind HDR-4k-Videoaufnahmen mit Dolby Vision möglich. Der verbesserte Bildstabilisator ist hier ebenfalls mit an Bord. Beide Geräte sollen bis zu 30 Minuten in 6 Meter tiefem Wasser aushalten und dank IP68 auch nicht kaputt gehen, wenn der morgendliche Kaffee nicht im Magen, sondern auf dem Handy landet. Das iPhone 12 und das iPhone 12 Mini kommen in Blau, Grün, Schwarz, Weiss und Rot in den Handel. Das iPhone 12 kostet 879 Franken. Das Mini-Modell kann man ab dem 6. November bestellen. Im Laden gibt es das Gerät ab dem 13. November für 779 Franken. 16 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Products Neuheiten 57 Bei Huawei-Handys ohne Google-Dienste hapert es Stiftung Warentest hat Huawei-Smartphones ohne Google-Dienste geprüft. Der Test zeigt: Ohne Google hapert es. Aber Huawei kontert: Der Test fokussiere zu stark auf Google-spezifische Angebote und lasse die Alternativen des Herstellers aussen vor. Autorinnen: Pamela Beltrame und Leslie Haeny Google hat die Geschäfte mit Huawei abgebrochen. Nun müssen Huawei-Nutzer ohne Google-Dienste auskommen. Stiftung Warentest nahm erstmals Huawei-Smartphones ohne Googles Infrastruktur unter die Lupe. Wie der Test der Verbraucherorganisation zeigt, hapert es ohne Google-Services ganz schön. Huaweis eigene App-Gallery lässt zu wünschen übrig, und viele beliebte Apps funktionieren ohne Google einfach nicht. Die Situation sei derzeit unbefriedigend. Auf Anfrage sagt Huaweis PR-Manager Pascal Landolt zum Test: «Der Test fokussiert sich sehr stark auf Googlespezifische Angebote und lässt die Huawei-eigenen Alternativen fast gänzlich aus.» Das sei natürlich nicht vollständig, und viele Kunden verliessen sich auch hierzulande nicht nur auf Google-Angebote, sondern nutzten ihrerseits bereits Alternativen. Ausserdem merkt der Konzern an, dass Geräte wie das Mate 20, P30 oder P20, die vor dem Herbst 2019 lanciert wurden, nach wie vor über Google Mobile Services (GMS) verfügten. App-Gallery lässt zu wünschen übrig Huawei-Nutzer müssen bei den neuen Geräten auf Apps wie Maps, Gmail und den Playstore verzichten. Huawei will dieses Problem mit einem eigenen App-Store, der App-Gallery, lösen. Laut Stiftung Warentest stehen dort allerdings viele beliebte Apps gar nicht zum Download bereit. Whatsapp etwa lasse sich nicht direkt aus der App- Gallery herunterladen. Stattdessen verweise der Store auf die Download-Seite von Whatsapp selbst. Wer in der App-Gallery nach Instagram suche, werde auf deren mobile Website umgeleitet. Dort wiederum wird gemäss Stiftung Warentest auf den Google-Playstore verwiesen – für Huawei-Kunden also völlig nutzlos. Laut Landolt können Nutzer in der Schweiz ihre liebsten Apps wie Whatsapp, Instagram, Snapchat, Telegram, Twitter und weitere ohne Einschränkungen nutzen. Die Huawei-App-Gallery sei bereits die drittgrösste Plattform für Apps weltweit und wachse weiterhin. «Natürlich ist die Verfügbarkeit von bestimmten Apps immer auch ein ‹Work in Progress›, an dem Huawei unermüdlich weiter arbeitet.» Auch Apps aus alternativen Quellen zu beziehen, hilft laut Stiftung Warentest nur eingeschränkt. Viele Apps greifen nämlich auf die von Google bereitgestellte Infrastruktur zurück. Wie der Test zeigt, funktionieren diese auf Huawei-Geräten nur eingeschränkt oder gar nicht. Fazit der Tester: Der Verbraucher verliert Die Verbraucherorganisation bewertet die momentane Situation mit Huawei-Geräten als unbefriedigend. Denn der Verlierer dieser Entwicklung sei am Ende der Verbraucher. Laut Stiftung Warentest ist dies umso ärgerlicher, da Huawei eigentlich eine ernsthafte Alternative zu Marktführern wie Apple und Samsung ist. «Nutzer können und sollen selbst entscheiden, welche Geräte mit welchen Funktionen ihnen am ehesten entsprechen», sagt Huawei zum Fazit der Tester. «Wir bieten unseren jetzigen wie auch zukünftigen Nutzern im Internet alle Informationen, damit sie sich umfassend über die Huawei Mobile Services und App-Gallery informieren können.» Huawei arbeite unentwegt daran, seinen Nutzern laufend neue Funktionen und Möglichkeiten zu bieten. «Wir sind einverstanden mit dem Assessment, dass Kunden grundsätzlich immer von mehr globaler Vernetztheit und Kooperation von Anbietern weltweit profitieren. Gewisse aktuelle Entscheidungen sind auch ausserhalb unseres Einflussbereichs», sagt Landolt. Die neueren Huawei-Handys laufen nicht mehr mit Google-Diensten. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 16 / 2020

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