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Netzwoche 17/2016

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12 Business Event VMware

12 Business Event VMware propagiert Cross-Cloud- Architekturen VMware hat in Barcelona seine Vision der IT der Zukunft präsentiert. Sie soll Workloads noch stärker von der Infrastruktur entkoppeln und flexibel verschiebbar machen. Das Unternehmen verriet zudem Details zu seiner Kooperation mit AWS. Autor: Marcel Urech VMware-CEO Pat Gelsinger in Barcelona. möglich sein, IT-Workloads in die Cloud und auf Wunsch wieder zurück zu verschieben, sondern auch über Clouds hinweg zu transferieren. Um das zu verwirklichen, kündigte VMware Updates seiner Software an. « Die Kunden haben von uns verlangt, dass wir mit AWS zusammenarbeiten. » Marcel Panholzer, Senior Manager Systems Engineering ALPS, VMware Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode NW171629 Apps, Datenbanken, Netzwerke, Speicher und Rechenleistung sind überall. Lokal, in der Cloud, auf jedem Gerät. Die Ressourcen können sich frei bewegen, zwischen Infrastrukturen hin- und hertanzen, je nach Bedarf und Anwendungsfall. Gesteuert wird alles über Software. So sieht sie aus, die neue, moderne IT-Welt. Sagt VMware. Das Unternehmen hat in Barcelona seine Zukunftsvision präsentiert. Und den Fokus auf hybride Cloud-Umgebungen und softwaredefinierte Architekturen gelegt. Brückenbauer zwischen zwei Welten 2006 liefen laut VMware 98 Prozent aller IT-Workloads lokal. Heute seien es rund 73 Prozent. Der Rest verteile sich auf die Wolke: 15 Prozent auf Public Clouds, 12 Prozent auf Private Clouds. VMware-CEO Pat Gelsinger erwartet, dass die Cloud die traditionelle IT im Jahr 2021 überflügeln werde. Bis diese aber ganz verschwinde, werde es noch Jahrzehnte dauern. Und viele Firmen, die auf die Cloud setzen, werden ihre lokale IT parallel weiter nutzen. Das spielt VMware in die Hände: Das Unternehmen positionierte sich in Barcelona genau in der Mitte dieser beiden Welten. Die nächste Herausforderung der Branche seien Cross- Cloud-Architekturen, sagte Gelsinger. Es müsse nicht nur Partnerschaft mit Amazon VMware betonte seine Partnerschaft mit Amazon. Gelsinger schloss eine solche vor drei Jahren noch aus. Nun zeigte er sich mit Mike Clayville, Vice President von Amazon Web Services, auf der grossen Bühne. Die Kooperation bringt Vorteile: AWS und VMware arbeiten jetzt zusammen, VMware-Kunden finden einen einfachen Weg in die Amazon-Cloud, und viele IT-Workloads können nun effizienter und kostengünstiger in der Wolke laufen. Wie die Migration funktioniert, demonstrierte VM ware auf der Bühne. Am Beispiel einer hybriden Cloud: Die AWS-Session lief in Irland, die Private Cloud in Denver, und der vSphere-Client zeigte in einer konsolidierten Ansicht beide an. Die Workloads liessen sich mit wenigen Klicks zwischen den Clouds verschieben, wofür VMware sein Produkt vMotion erweiterte. Sämtliche Policys sollen dabei automatisch übernommen werden. Integration statt Silos «Die Kunden haben von uns verlangt, dass wir mit AWS zusammenarbeiten», sagt Marcel Panholzer, Senior Manager Systems Engineering ALPS bei VMware, im Gespräch mit der Redaktion. «Viele nutzten bereits Technologien beider Unternehmen und forderten, dass sie besser miteinander funktionieren sollten.» Anstatt ein VMwareund ein AWS-Silo gebe es nun eine integrierte Lösung. Panholzer weist darauf hin, dass Amazon für das Angebot Bare-Metal-Hardware verwende. Das bedeutet, dass der Hypervisor auf einer dedizierten Hardware als Single- Tenant-Server und nicht in geteilten Host-Umgebungen läuft. Es soll zudem möglich sein, Workloads und Speicher unter verschiedenen Clustern oder etwa über Amazon S3 dynamisch auszubalancieren. Wer seine VMware-Workloads in die AWS Cloud verschiebt, soll zudem auf alle rund 70 AWS-Dienste zugreifen können. Die Lösung soll bis Mitte 2017 verfügbar sein. 17 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 13 Microsoft setzt auf künstliche Intelligenz «Die Mission von Microsoft ist es, jede Person und jedes Unternehmen auf dem Planeten zu befähigen, mithilfe der künstlichen Intelligenz dringende gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme lösen zu können. Um dies zu erreichen, wird Intelligenz in Agenten, Services, Applikationen und Infrastruktur einfliessen.» DER AUTOR Michael Nguyen Technischer Produktmanager, IOZ Mit diesen Worten hat Satya Nadella, CEO von Microsoft, die Innovation Keynote der Ignite 2016 in der Philips Arena in Atlanta (Georgia) vor rund 23 000 Zuschauern eröffnet. Das Zielpublikum dieser Microsoft-Konferenz war bunt gemischt: Entwickler, Systemtechniker, Power User, Administratoren, MVP, IT-Enthusiasten und IT-Entscheidungsträger aus allen Branchen weltweit waren vertreten. Auf dem riesigen Gelände des Georgia World Congress Center fanden insgesamt 1420 Sessions statt. Besucher konnten an 20-minütigen Impulsreferaten, 75-minütigen themenspezifischen Breakouts oder an Halbtagesworkshops teilnehmen und ihr Wissen erweitern. Zudem waren in der Expo-Halle mehr als 250 Microsoft-Partner wie etwa Accenture, Dell, IBM, Nintex, Nutanix, Red Hat und Sharegate anwesend und präsentierten ihre neuesten Produkte an den Messeständen. Verfügung gestellt werden. Das neue Sharepoint ist responsive und auch mobil für die Betriebssysteme iOS, Android und Windows als App verfügbar. «PowerApps» bietet den Power-Usern die Möglichkeit, ohne Programmierkenntnisse mobile Applikationen zu entwickeln und diese an bestehende Microsoft-Produkte oder andere Diensten wie Google Drive anzubinden. Die Apps stehen unternehmensintern zur Verfügung und werden nicht wie herkömmliche Applikationen in einem App-Store verwaltet. Spannend wird es, wenn Workflows mit diesen Apps kombiniert werden. «Microsoft Flow» ermöglicht, einfache Workflows zu erstellen und diese mit Office-365-Diensten zu nutzen. Ähnlich wie bei «PowerApps» gibt es auch hier eine Vielzahl von bereits vorhandenen Konnektoren zu Drittanbietern. So können «PowerApps» und «Flow» auch unabhängig von Microsoft genutzt werden. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode NW171609 Die dominierenden Themen der Ignite 2016 Als Produktneuheit wurde Windows Server 2016 vorgestellt, vom Entwicklerteam auch als «cloud-ready OS» bezeichnet. Das cloudfähige Betriebssystem bietet mehr Sicherheit, bessere Performance und mehr Umfang in der Virtualisierung. Bemerkenswert sind die virtuellen Container, der minimalistische Nano-Server sowie der softwaredefinierte Storage – dies nur ein kleiner Auszug der Highlights. Gemäss Nadella werden im Jahr 2025 180 Zettabyte Daten generiert. Unternehmen müssen dann fähig sein, diese Daten zu analysieren und Bedrohungen frühzeitig zu identifizieren und abzufangen. Deshalb investierte Microsoft kräftig in die Security und stellte weitere Möglichkeiten im Security & Compliance Center in Office 365 vor. Mit der Ankündigung von Windows Defender Application Guard wird Microsoft Edge der sicherste Browser für Unternehmen sein und bietet Schutz vor Malware, Viren, Sicherheitslücken und Zero-Day-Attacken. Im Bereich Sharepoint Online wurden bereits moderne Dokumentenbibliotheken und Listen auf First-Release Tenants ausgerollt. Als Nächstes folgen moderne Teamseiten. Diese werden als Kollaborationsplattformen genutzt und ermöglichen den Teammitgliedern eine neue Erfahrung von Zusammenarbeit. Mittels Microsoft Graph erkennt Sharepoint die meistgenutzten Dokumente und erleichtert das Auffinden von Dateien. Zusätzlich wird bald das «Team News WebPart» verfügbar sein. Neuigkeiten können bequem über einen Inline-Editor verfasst und dem Team zur Rasanter Technologiewandel Bei der ersten Ignite im Jahr 2015 lag der Themenfokus noch auf «cloud first, mobile first». 16 Monate später an der zweiten Konferenz war dies schon ein alter Hut und neue Themen wie künstliche Intelligenz standen im Vordergrund. Es findet eine Verschmelzung der Technologien statt, und die Applikationsgrenzen verschwinden mehr und mehr. Die intelligenten Systeme liefern dann die relevanten Informationen und sollen den Arbeitsalltag erleichtern. Der rasante Technologiewandel wird einem am Beispiel der Ignite- Konferenzen vor Augen geführt. Microsoft-CEO Satya Nadella bei der Innovation-Keynote. Bild: IOZ www.netzwoche.ch © netzmedien ag 17 / 2016

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