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Netzwoche 17/2016

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36 Technology Aktuell

36 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH IoT-Allianzen fusionieren cgr. Die IoT-Allianz Open Connectivity Foundation (OCF) ist gewachsen. Die bisher zu ihr in Konkurrenz stehende Allseen Alliance schloss sich dem Verband an, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Allseen Alliance verschwindet damit vollständig. OCF unterstützte bisher das Open-Source-Projekt «IoTivity», wohingegen Allseen für den Open-Source- Standard «Alljoyn» stand. Ziel des Zusammenschlusses sei, dass die Standards interoperabel würden, heisst es weiter. ▸ Webcode NW171614 Schweizer Algorithmus für Onlineshops dkl. Ein Forscherteam des Departments Informatik an der Hochschule Luzern tüftelt an der Zukunft des E-Commerce. Ihre Idee: ein Computer, der die Kunden versteht. Das Projekt der Forscher heisst «Prefcom», wie die Hochschule mitteilt. Kunden sollen mit der Software, wenn sie dereinst fertig ist, ihre persönlichen Auswahlkriterien für ein Produkt formulieren und gewichten können. ▸ Webcode NW171615 Erster Cybathlon zieht mehr als 4500 Besucher an 70 Teams aus der ganzen Welt traten mit neuentwickelten Assistenzsystemen für Menschen mit Behinderungen gegeneinander an. Bild: Alessandro Della Bella cgr. Am 8. Oktober hat die ETH Zürich den weltweit ersten Cybathlon veranstaltet. Der Anlass fand in der Swiss Arena in Kloten statt. Laut einer Mitteilung der Veranstalter kamen rund 4600 Besucher zur Veranstaltung. Die Arena war ausverkauft. Am Cybathlon traten insgesamt 70 Teams aus der ganzen Welt in sechs Disziplinen mit neuentwickelten Assistenzsystemen für Menschen mit Behinderungen gegeneinander an. Auf verschiedenen Parcours zeigten die Athleten, was ihre Entwicklungen können. Darunter waren etwa Arm- und Beinprothesen wie auch verschiedene Gefährte für gehbehinderte Menschen. Schweizer Teams holten die meisten Goldmedaillen. Sie gewannen in den Disziplinen «Parcours mit motorisierten Rollstühlen» (Florian Hauser vom Team HSR Enhanced) und «Virtuelle Rennen mit Gedankensteuerung» (Numa Poujouly vom Team Brain Tweakers). Die Sieger der vier weiteren Disziplinen sind: ·· Geschicklichkeitsparcours mit Armprothesen: Robert Radocy vom Team DIPO Power (Niederlande) ·· Fahrradrennen mit elektrischer Muskelstimulation: Mark Muhn vom Team Cleveland (USA) ·· Parcours mit robotischen Exoskeletten: Andre Van Rueschen vom Team Rewalk (Deutschland) ·· Hindernisparcours mit Beinprothesen: Helgi Sveinsson vom Team Ossureheoknee (Island) Das SRF begleitete die Veranstaltung live im Fernsehen und sendete dazu einen Thementag zu Behinderungen. Der nächste Cybathlon soll in vier Jahren stattfinden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW171616 MÜLLERS KLEINES ABC Z wie Zielgruppe Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Als Zielgruppe bezeichnet man jenen Teil der Menschheit, den man mit seiner Botschaft, seinem Produkt oder seiner Dienstleistung erreichen will. Eine solche soziologische Gruppe pflegt eine spezifische Sprache, hat eigene Interessen, Bedürfnisse, Ängste und so weiter – gerade, wenn es um Interaktionen und Transaktionen zwischen Mensch und Maschine geht. Realität: Glaubt man neuen Studienergebnissen, bricht gut ein Drittel der Nutzer während des Check-outs ihren Einkauf in Webshops ab. Ein Beispiel gefällig? Haben Sie schon einmal versucht, eine Fahrzeugversicherung über eines dieser «Self-Care-Portale» abzuschliessen? Je nachdem, bei welchem Unternehmen Sie das tun, werden Sie es schliesslich doch lieber bleiben lassen. Ähnlich verunsichernd wirkt mitunter auch die extensiv eingesetzte Fachsprache beispielsweise auf Bankenwebsites. Sie werden schlicht die gelieferten Informationen nicht verstehen und sich nicht sicher sein, ob Sie das Richtige tun. Also rufen Sie am Ende doch Ihren Versicherungsvertreter an oder lassen sich am Schalter beraten. Solche Unsicherheiten entstehen häufig dann, wenn das Gesendete mit den Erwartungen, Kenntnissen oder Vorstellungen der Zielgruppe, also den Empfängern, nicht übereinstimmt. Merkmale wie Alter, Ausbildungsstand oder soziale Schicht spielen hierbei eine wesentliche Rolle. Merke: Man spricht nicht immer dieselbe Sprache – auch wenn man meint, sich auf Deutsch auszutauschen. Fazit: Wer im Web etwas verkaufen, verkünden oder sonst wie unter die Leute bringen will, sollte das so tun, dass diese sich abgeholt fühlen. Ein probates Hilfsmittel auf dem Weg dorthin sind «Personas». Das sind künstliche Identitäten, die mit den typischen und relevanten Merkmalen der Zielgruppe ausgestattet werden. Einmal kreiert, begleiten sie als Stellvertreter der künftigen Nutzer den ganzen Planungsprozess und helfen dabei, Inhalt, Form und Sprache so zu justieren, dass sie auch verstanden werden. Ist das geschafft, dann klappt’s auch mit den Konversionen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW171604 17 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 37 Die Big-Five-Märkte 2017 – Pfeiler des Wachstums, Teil 1 Das laufende Jahr geht langsam in die Schlussphase, Zeit für einen Blick auf das kommende Jahr. Im Fokus unserer derzeitigen Research-Arbeit befinden sich fünf ICT-Teilmärkte, die grossen Einfluss auf die Entwicklung und das Wachstum des Schweizer ICT-Marktes 2017 verzeichnen werden. Wir nennen sie die Big Five. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Die Zugehörigkeitskriterien zu diesen Top-Fünf-Märkten sind einfach: deutlich über dem Durchschnitt liegendes Wachstum, Potenzial, Volumen und Impact auf das Gesamtmarktwachstum. Die Zugehörigkeitskriterien zu diesen Top-Fünf-Märkten sind einfach: deutlich über dem Durchschnitt liegendes Wachstum, Potenzial, Volumen und Impact auf das Gesamtmarktwachstum. Diese Kriterien erfüllen derzeit die Märkte Cloud Computing, Mobility, Security, Analytics und Internet of Things. Sie legen das Fundament für das Wachstum der kommenden Jahre und sind wesentliche Bausteine auf dem Weg zur Digitalisierung. In diesem ersten Teil unseres Ausblicks auf 2017 gehen wir näher auf die Entwicklung der Märkte für Cloud Computing und der Mobility ein. Cloud Computing Cloud Computing zählen wir weitgehend zu den externen Sourcing-Services, die wiederum einen Teil des gesamten Dienstleistungsmarktes bilden. Heute entfallen 56,3 Prozent des ICT-Marktes (B2B) auf externe Services, 45 Prozent davon auf Sourcing-Dienstleistungen (Managed Services und Cloud Computing). Während der Schweizer ICT-Markt im kommenden Jahr auf der Basis unserer aktuellen Prognosen insgesamt um 1,9 Prozent zulegen wird, macht der Markt für Sourcing-Services einen Wachstumssprung von 11,4 Prozent. Ohne Auslagerungsservices schrumpft der übrige ICT-Markt weiter, das Wachstum generieren die Sourcing-Services und allen voran die Segmente der Public und Private Cloud mit knapp 30 Prozent prognostiziertem Zuwachs. Der grössere Teil der Aufwendungen für «Wolkenservices» fliesst in die Private Cloud (inhouse gemanagt oder outgesourct), auch wenn die Public Cloud (Anteil heute 25 Prozent) weiter auf dem Vormarsch ist. Der Trend zur Standardisierung und die Möglichkeit, selbst bestimmte Public-Cloud-Services in begrenztem Rahmen zu individualisieren, unterstützt diese Entwicklung. Die künftig dominierende Form des ICT-Betriebs wird allerdings ein Mix aus eigenem Rechenzentrum und einem steigenden Anteil der Nutzung externer Services (auch Multi-Cloud-Modelle) sein. Das hybride Modell entwickelt sich in den kommenden Jahren zur verbreitetsten und am häufigsten genutzten Form der Infrastruktur. Mobility Die Nummer zwei unter den Big Five der Wachstumsmärkte ist die Mobility. Das flexible und mobile Arbeiten SPENDINGS Die Struktur der Spendings für den den ICT-Betrieb 2017 Anteile der Ausgaben für den Betrieb. Traditional ICT (Eigenbetrieb & gemanaged) Private Cloud Public Cloud 32,8 % Quelle: MSM Research AG 10,2 % 57,0 % Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW171608 wird sich bis 2018 in mehr als der Hälfte der im Rahmen unserer neuen Workplace-Studie befragten Unternehmen durchsetzen. Die steigende Verbreitung von neuen Arbeitsplatzmodellen und insbesondere der mobilen Workplaces schlagen sich auch deutlich in der Höhe und Zunahme der Ausgaben und den geplanten Budgets für das kommende Jahr nieder: Für 2017 werden die Budgets für die Schaffung neuer sowie den Betrieb und Unterhalt bestehender Arbeitsplätze um 10 Prozent aufgestockt. Der Anteil der Spendings an den gesamten ICT-Ausgaben ist beachtlich, rund 25 Prozent entfallen auf mobile Devices, Lösungen, Apps, Security, Betrieb und Professional Services. Die steigende Mobiltät ist ein starker Pfeiler und Antreiber des künftigen Wachstums. Über die Märkte Security, Analytics und Internet of Things lesen Sie in der nächsten «Netzwoche»-Ausgabe. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 17 / 2016

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