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Netzwoche 17/2016

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46 Management & Career

46 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Drei neue ICT-Professoren für die ETHs cgr. Die ETH Zürich und die EPF Lausanne haben personellen Zuwachs bekommen. Wie der ETH-Rat mitteilt, hat er drei Professoren mit ICT- Bezug an den Hochschulen ernannt. Davon geht ein Professor nach Zürich und zwei nach Lausanne. Mathieu Luisier (ETH) erforscht Transistor- Strukturen, Mark Pauly wie auch Robert West (beide EPFL) sind Experten im Bereich Big Data. ▸ Webcode NW171606 Bewerbungsstart für «IT Challenge» cgr. Atos hat zur sechsten Auflage seiner «IT Challenge» geladen. Das Unternehmen ruft Studenten dazu auf, ihre Ideen zum Thema Blockchain für den Wettbewerb einzureichen. Teams von zwei bis vier Mitgliedern können sich bis zum 30. November bewerben, teilt Atos mit. Gefordert sind Ideen, wie die Blockchain für öffentliche Konten eingesetzt werden kann. Ausser Ruhm und Ehre winken den Gewinnern Preisgelder bis zu 10 000 Euro. ▸ Webcode NW171607 Weshalb es Zynismus am Arbeitsplatz braucht gsa. Die Universität Zürich und die ETH Zürich untersuchen für ihr HR-Barometer regelmässig das Befinden Schweizer Arbeitnehmer. Dieses Jahr legten die Hochschulen den Fokus auf die Themen Loyalität und Zynismus. Die Ergebnisse zeigten, dass es um die Loyalität der Beschäftigten grundsätzlich gut stehe, lässt sich Professor Bruno Staffelbach von der Universität Zürich in einer Mitteilung zitieren. 54 Prozent der Arbeitnehmer fühlten sich emotional mit dem Arbeitgeber verbunden. Bild: Fotolia Jeder sechste Arbeitnehmer überlegt, zu kündigen 16 Prozent der Beschäftigten setzen sich hingegen intensiv damit auseinander, ihre Stelle zu kündigen. Gerade die Arbeitsplatzunsicherheit spiele eine wichtige Rolle. Wer befürchtet, seine Stelle bald zu verlieren, entwickle eher eine zynische Einstellung oder ein entsprechendes Verhalten und spiele mit dem Gedanken, zu kündigen, erklärt Staffelbachs Forscherkollegin Professorin Gudela Grote von der ETH Zürich. Unternehmen könnten dem aber entgegenwirken. Beschäftigte, die ihren Arbeitgeber als loyal wahrnehmen, hätten eine höhere Motivation, zu bleiben. Jede vierte Person betrachte zumindest manche Versprechen vonseiten des Arbeitgebers als gebrochen. Jede dritte Person beurteile die Beziehung zum Vorgesetzten und zu den Arbeitskollegen als nicht ganz zufriedenstellend, heisst es in der Studie weiter. Es braucht Zynismus Diese Unzufriedenheit äussere sich in Zynismus, erklärt Staffelbach. So verhielten sich 60 Prozent der Beschäftigten zynisch gegenüber ihrem Arbeitgeber, indem sie sich etwa missbilligend äusserten. Eine gewisse Dosis Zynismus könne aber auch helfen, etwa um Missstände anzusprechen und einen gesunden Abstand zum Unternehmen zu wahren, sagt Grote. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW171605 Anzeige EXPERTEN FÜR GEMEINSAMEN ERFOLG Erfolg ist nichts, was man in Auftrag gibt. Erfolg ist etwas, was wir gemeinsam erreichen. Wie zum Beispiel unsere Kunden – gemeinsam mit den passenden Experten von uns. 17 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Nachgefragt 47 «Nur zufriedene, hochmotivierte Mitarbeiter können einen exzellenten Job leisten» Workday bietet seine HR- und Finanzlösung seit jeher aus der Cloud an. Das Unternehmen sieht sich damit als Konkurrent zu Firmen wie Salesforce und SAP. Christoph Kull, Regional Vice President DACH bei Workday, gibt Auskunft, wo das Unternehmen in der Schweiz steht. Interview: Christoph Grau Welche Schweizer Unternehmen nutzen Ihre Lösungen? Christoph Kull: Wir arbeiten mit einer Reihe von namhaften, international tätigen Unternehmen zusammen, die auch in der Schweiz aktiv sind. Im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie zählen dazu etwa Symantec, HP und Netflix. Ausserdem haben wir in der Schweiz Kunden wie Swarowski, der seinen Hauptsitz in Männedorf hat, den Schweizer Reiseanbieter Kuoni, den wir seit 2011 betreuen, die Baumann Group in Ermenswil, Lafarge Holcim, Global Blue oder Pharmaunternehmen wie Lonza und Ferring. « Mittlerweile bewegen sich auch eher traditionelle Unternehmen in Richtung Cloud, was uns zugutekommt. » Christoph Kull, Regional Vice President DACH, Workday Wie verlief Ihr erstes Jahr in der Schweiz? Unser Geschäft entwickelt sich sehr positiv. Mittlerweile bewegen sich auch eher traditionelle Unternehmen in Richtung Cloud, was uns zugutekommt. Wir sind in die Schweiz expandiert, weil wir hier grosses Potenzial sehen: Der Schweizer Markt zeichnet sich durch einen hohen Technisierungsgrad und eine besondere Agilität aus. Aus meiner Erfahrung wissen gerade die Schweizer die Tatsache zu schätzen, über lokale Vertretungen grosser Firmen Geschäfte gemeinsam abwickeln zu können. Dass wir diesem Bedürfnis nachkommen, ist wohl auch ein wichtiger Grund für unseren Erfolg des letzten Jahres in der Schweiz. Mit der Workday-Financials-Lösung, die auch innerhalb der Workday-Plattform angeboten wird und mit Workday HCM (Human Capital Management) eng verwoben ist, stehen wir in der Schweiz kurz vor dem Launch. gerade zufrieden ist oder eher nicht. Stellen Sie sich vor, ein Mitarbeiter hat eine sehr gute Bewertung, aber eine lange Fahrt zum Arbeitsplatz und viele Überstunden. Ausserdem hat er in den vergangenen zwei Jahren keine Gehaltserhöhung bekommen – in diesem Fall würde die Personalabteilung vom System wohl einen Alert erhalten. Diese Warnung besagt nicht nur, dass ein hohes Abwanderungsrisiko besteht, sondern das System schlägt auch mögliche nächste Schritte und Gegenmassnahmen vor. Wie können Ihre Lösungen die HR-Abteilungen unterstützen? Aus unserer Sicht sind nur zufriedene, hochmotivierte Mitarbeiter imstande, einen exzellenten Job zu machen, der eine entsprechende Kundenzufriedenheit zur Folge hat. Darüber hinaus erhalten Führungskräfte durch unsere Lösung einen detaillierten Überblick über ihre Mitarbeiterdaten und Leistungskennzahlen. Damit tragen wir zu einer einfacheren, transparenten Entscheidungsfindung bei, was auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter im Unternehmen erhöht. Ihre Lösung «Talent Insights» soll voraussagen, welcher Mitarbeiter das Unternehmen verlassen könnte. Wie funktioniert das? Früher mussten sich HR-Verantwortliche und Vorgesetzte stark auf ihr Bauchgefühl verlassen, ob ein Mitarbeiter Wie sehen die Lösungen aus, die Ihr System vorschlägt? Bleiben wir beim zuvor genannten Beispiel, muss die Empfehlung nicht zwangsläufig nur eine Gehaltserhöhung bedeuten, sondern könnte auch eine andere Rolle an einem näher gelegenen Standort oder die Einigung auf mehr Homeoffice-Tage sein. «Talent Insights» empfiehlt Vorgehensweisen, die andere Kollegen unter sehr ähnlichen Umständen zum Bleiben bewogen hat. Das lässt sich mit einem Navigationsgerät im Auto vergleichen: Es macht Routenvorschläge und zeigt an, wie der Fahrer am schnellsten an einen bestimmten Ort gelangen kann. Dennoch entscheidet der Fahrer beziehungsweise der HR-Manager eigenständig, ob er den Vorschlägen folgen will und diese vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen sinnvoll sind. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode NW171617 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 17 / 2016

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