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Netzwoche 17/2016

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48 Service

48 Service Verbandsnachrichten SIMSA Kurzmeldungen aus der Verbandswelt In der ICT-Branche finden so rasante Entwicklungen statt, dass die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen oft hinterherhinken. Die Simsa bündelt als Branchenverband die Initiativen und vertritt die Mitglieder dort, wo ein starker Branchenauftritt nötig ist. Durch eine Vielzahl von Engagements sind wir stets daran, die digitale Geschäftswelt der Schweiz zu fördern. Lesen Sie hier etwas über die Themen, die uns 2016 bewegten. «Die Internetindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftszweig unseres Marktplatzes. Schweizer Internetunternehmen setzen jährlich 500 Millionen Franken um. Simsa – Swiss Internet Industry Association – setzt sich für die Bedürfnisse dieses boomenden Sektors ein. Die Simsa vernetzt Dienstleister, stellt Vorlagen für Verträge sowie Checklisten zur Verfügung und informiert die Öffentlichkeit über Entwicklungen und Inno va tionen der Branche.» www.simsa.ch DER AUTOR Nathanael Neuhaus arbeitet in der Kommunikationsstelle der Simsa und begleitet die Simsa-Events in der Vor- und Nachbearbeitung. URG-Revision geht in eine zweite Phase Im Januar dieses Jahres lud die Simsa Schweizer Hosting- Provider zu einer Diskussionsrunde ein, um eine gemeinsame Position des Verbandes zur anstehenden Teilrevision des URG zu erarbeiten. Dabei stellte sich heraus, dass die Hosting-Provider mit den vorgeschlagenen Änderungen in Zukunft stark benachteiligt würden. Zudem besteht mit dem Simsa «Code of Conduct» bereits seit mehreren Jahren einen Selbstregulierungskodex, der erwiesenermas sen gut funktioniert (wir berichteten an dieser Stelle). Die Simsa verschickte daraufhin eine Vernehmlassung an den Bundesrat und verlangte darin eine Überarbeitung des Revisionsvorschlages. Mit der Beanstandung war die Simsa offensichtlich nicht allein. In den letzten Monaten ging beim Bundesrat eine rekordhohe Anzahl von über 1200 Vernehmlassungen ein, die kontroverse Meinungsäusserungen zu fast allen Themen der Revisionsvorlage beinhalteten. Der Bundesrat revidiert nun die mit dem Institut für geistiges Eigentum (IGE) erarbeitete Vorlage und bindet die Simsa als Vertreter der Hosting-Provider sowie die IG ISP als Vertreter der Access-Provider in die Gespräche mit ein. Ambitioniertes Ziel von Bundesrat und IGE ist es nun, anlässlich von vier ganztägigen Sitzungen in den nächsten Monaten einen umsetzbaren Konsens zu finden. Die Simsa wird im Newsletter und an dieser Stelle über die weiteren Entwicklungen berichten. Collaboration Framework für Pitches und RFPs An den regelmässig durchgeführten «Simsa Agency Round Tables» erörtern zahlreiche Vertreter unterschiedlicher Agenturtypen die Themen, welche die Branche bewegen. So wurde im April 2016 die Notwendigkeit eines Leitfadens zur geregelten Zusammenarbeit zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern bei Webprojekten diskutiert. In der Praxis werden Aufträge für Webprojekte heute oft über langwierige und unverhältnismässig arbeitsintensive Pitches vergeben, die trotz ständig wachsender Erwartungen der Kunden in den meisten Fällen ohne Rekompensation oder Ausfallhonorar entrichtet werden. Die Agenturen müssen viel Zeit in den Entwurf von ständig neuen Pitches investieren, was auch die Nachbearbeitung und die Kundenbetreuung von bereits vorhandenen Aufträgen beeinträchtigt. Auch der Auftraggeber leidet so unter einer zu aggressiven Pitch-Mentalität. Im Sommer lud die Simsa darum zu einem weiteren Round-Table-Gespräch ein, an dem ausser Vertretern von namhaften Webagenturen auch frequente Grosskunden der Branche teilnahmen. Dabei stellte sich heraus, dass sich auch die Auftraggeber eine Überwindung der Pitch- Mentalität bei der Auftragsvergabe wünschen. Zufriedene Auftraggeber erhoffen sich von einer guten Zusammenarbeit mit Agenturen einen transparenten Umgang mitei nander, was Kosten und Umfang der Projekte betrifft, sowie eine gute Pflege der Kundenbeziehung durch proaktive Vorschläge und zuvorkommenden Service. Die Simsa wird am kommenden «Agency Round Table» im Vorfeld der Best of Swiss Apps Awards einen ersten Entwurf eines ausgearbeiteten Collaboration Frameworks für Pitches und RFPs (Request for Proposals) präsentieren und zur Diskussion stellen. In Zukunft soll das Collaboration Framework als Grundlage für den Umgang zwischen Agenturen und Auftraggebern dienen. Rekordhohe Eingaben bei den Best-of-Swiss-Apps-Awards Bereits zum vierten Mal werden am 16. November 2016 im 17 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

49 Zürcher Aura beim Paradeplatz die besten Apps des vergangenen Jahres ausgezeichnet. Eine rekordhohe Anzahl von 219 Projekten wurden in diesem Jahr für die Jurierung eingereicht. Das Jahresthema lautet Internet of Things (IoT). Verknüpfungen zwischen der digitalen Welt und physischen Gebrauchsgegenständen werden in unserem Alltag von Jahr zu Jahr deutlicher. Ob im Haushalt, in Autos, in Industrieprozessen oder bei der persönlichen Fitness: Digitale Helfer haben einen immer grösseren Einfluss auf unser Leben. An der Award-Night werden in insgesamt elf Kategorien die Gewinnerprojekte und der Master of Swiss Apps ausgezeichnet. Zudem treten mit Ralf Günther, Head «IoT und Industrie 4.0» bei der Swisscom, sowie Thomas Amberg, Entwickler und Technologie-Networker, zwei versierte Keynote-Speaker zum Jahresthema auf. Die Best-of-Swiss-Apps-Jury, bestehend aus 50 App-Expertinnen und -Experten, traf sich in der ersten Oktoberwoche zum intensiven Austausch. Die dabei entstandene Shortlist der nominierten Eingaben finden Sie auf der Website von Best of Swiss Apps und in dieser Ausgabe der «Netzwoche». Verantwortlich für den Award zeichnet die Best of Swiss Web GmbH, die von der Simsa und der Netzmedien AG gemeinschaftlich geführt wird. Weiterbildung innerhalb der Branche Als OdA (Organisation der Arbeitswelt) des Bundes zeichnet die Simsa auch für die anerkannte Weiterbildung in der Branche verantwortlich. Seit Gründung des Lehrganges zum Web-Project-Manager im Jahr 2000 konnten über 250 Personen ihr Diplom entgegennehmen. Angeboten werden die Kurse unter der Betreuung der Simsa am SAWI in Zürich und Lausanne sowie an der Digicomp Academy in Zürich. Der Lehrgang bereitet die zukünftigen Spitzenkräfte der digitalen Wirtschaft mit einem relevanten Mix aus Praxis und Forschung auf ihre Management- und Projektverantwortungen vor. Erfolgreiche Absolventen besetzen heute Führungspositionen bei Grossunternehmen (etwa Migros, Swisscom, SBB, UBS, Hoffman-LaRoche), bei mittleren Unternehmen, Organisationen und Behörden sowie bei Beratungsfirmen, Agenturen und anderen Dienstleistern. Start der nächsten WPM-Lehrgänge: ·· 21.Oktober 2016 (Digicomp Zürich) ·· 20. Januar 2016 (SAWI Zürich/Stettbach) Verband wächst durch starke Neumitglieder Durch das starke Engagement der Simsa vor allem in den Bereichen Hosting, Webagenturen und Weiterbildung konnte der Verband im bisherigen Jahr 2016 bereits 21 Neuzugänge bei den Mitgliedern verzeichnen. Insgesamt zählt die Simsa heute über 120 Mitglieder, bestehend aus 78 Firmenmitgliedschaften aus der Webagentur-, der Hosting- und der Providing-Branche, 16 institutionellen Mitgliedern wie der Suisa, der FHNW oder Switch, 20 individuellen Mitgliedern sowie mehreren Ehrenmitgliedern. Auch der Vorstand des Verbands wurde 2016 um zwei Personen erweitert und zählt nun zehn Mitglieder. i MITGLIEDSCHAFT Möchten Sie Simsa- Mitglied werden? Auf unserer Webseite www.simsa.ch erfahren Sie mehr zu unseren unterschiedlichen Engagements für die digitale Branche. Werden Sie Teil unseres stetig wachsenden Netzwerkes und helfen Sie aktiv mit, die Zukunft der Branche mit Ihren Erfahrungen mitzugestalten. Die Simsa erarbeitet in hochkarätigen Runden gemeinsame Frameworks und Standpunkte sowohl im Bereich der Hostingund Access-Provider wie auch bei den Webagenturen. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 17 / 2016

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