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Netzwoche 17/2016

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52 Service Event Plus

52 Service Event Plus KOMBINIEREN SIE JETZT IHREN EVENTEINTRAG (ONLINE UND PRINT) FÜR NUR CHF 860.– UNTER WWW.NETZWOCHE.CH/EVENTS Seminar Digital Leadership Datum: 22. – 24.02.2017 Zeit: 08.45 – 16.45 Uhr Ort: Basel Kontakt: annina.marti@fhnw.ch Veranstalter: FHNW Institut für Wirtschaftsinformatik Anmeldung: www.fhnw.ch/iwi/seminar-digital-leadership Will man Unternehmen in das digitale Zeitalter führen, muss man selbst eintauchen in diese vielschichtigen neuen Dimensionen: Verstehen der Möglichkeiten von Netzwerken, Bewerten neuer Technologien und Testen der Zukunftstauglichkeit von Businessmodellen. Neue Dimensionen erfordern einen Wechsel der Perspektiven und den Einsatz neuer Instrumente. In diesem Seminar gehen wir auf Tuchfühlung mit neuen digitalen Entwicklungen, lernen Beispiele von digitalen Strategieprozessen kennen und analysieren neue Businessmodelle. Ein neues Berufsbild in diesem Zusammenhang nennt sich Chief Digital Officer (CDO). Entscheidender als ein Titel ist aber die Management-Disziplin, die dahintersteht: das Verstehen der Transformation. Für viele Branchen zeichnet sich ein entscheidender Wandel ab. Was in der Reisebranche bereits Realität ist, wird auch bei Banken, Versicherungen, Immobilien, beim Bildungswesen und bei der Energieversorgung für neue Marktbedingungen sorgen. Um hier die richtigen Weichen zu stellen, muss man sich auf die Transformation einlassen, sie verstehen und für das eigene Unternehmen Strategien entwickeln. Das Seminar ist ideal für Personen, die ihre Zukunft in IT-Projekten in den Bereichen Internet sowie Mobile sehen und Führungsverantwortung haben. CAS Information Security & Risk Management (CISSP/BSI) Datum: 13.03. – 25.05.2017 Zeit: Ort: Kontakt: Veranstalter: Anmeldung: 08.45 – 16.50 Uhr Basel annina.marti@fhnw.ch FHNW Institut für Wirtschaftsinformatik www.fhnw.ch/iwi/cas-information-security Informationssicherheit ist im Zeitalter der stets verfügbaren Internetzugänge zu einem Topthema in den Unternehmen geworden. Im CAS Information Security & Risk Management (CISSP/BSI) lernen die Teilnehmenden die ganze Bandbreite von Informationssicherheit und Risk Management kennen. Es geht um Risikoanalysen, Risiko-Management, Business-Continuity-Pläne und Notfallkonzepte für den Ernstfall. Der Certified Information System Security Professional ist ein Weiterbildungsstandard auf dem Gebiet der Informationssicherheit. Er gilt international. Absolvierende des CAS sind auf diese Prüfung bestens vorbereitet. Die Daten des Kurses sind auf die CISSP-Prüfungsdaten abgestimmt. Neuerdings ist auch die Zertifizierung des BSI zum IT-Sicherheitsbeauftragten in der öffentlichen Verwaltung Teil der Ausbildung. Die Hochschule für Wirtschaft FHNW ist die einzige Ausbilderin in der Schweiz, bei dem sich Studierende vom BSI zertifizieren lassen können. Der Kurs wendet sich an IT-Fachkräfte, die sich optimal auf die CISSP-Prüfung vorbereiten wollen. Sind Sie verantwortlich für E-Business-Projekte oder beraten Unternehmen in diesem Bereich, dann sind auch Sie angesprochen. Mit diesem Kurs erweitern Sie ihre Kompetenzen. Sie sind fähig, Sicherheitssysteme zu beurteilen und einzuführen. Zusätzlich eignen Sie sich Kenntnisse im Management-Bereich an. Sie schliessen mit dem Zertifikat «Certificate of Advanced Studies» (15 ECTS-Punkte) ab – Ihr Karrierebaustein für einen Diplom- oder Masterabschluss. Sie organisieren Ihren Event. Mit uns erreichen Sie Ihre Teil nehmer. Unser Veranstaltungskalender macht Ihren Event bekannt! Tragen Sie Ihre eigenen Veranstaltungen unkom pliziert online unter www.netzwoche.ch/ events ein; der Basis eintrag ist kostenlos. Mit einem «Event Plus»-Eintrag kombinieren Sie online und Print und werden nie mehr übersehen. Weitere Informationen finden Sie auf www.netzwoche.ch/events Events, Kurse, Seminare, Workshops und andere Termine für die Web- und ICT-Branche. 17 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Wild Card 53 Nicht die Kultur, sondern die Umsetzung verspeist die Strategie zum Frühstück Was braucht’s für den Unternehmenserfolg im Zeitalter der Digitalisierung? Eine sinnvolle Strategie oder die passende Unternehmenskultur? Beide sind wichtig. Aber noch wichtiger ist die professionelle Umsetzung der Strategie in allen Details. Denn da kann vieles schiefgehen. « Nicht selten scheitert eine an sich richtige Digital- oder Produktstrategie an mangelhafter Umsetzung. » Christof Zogg ist Director Digital Business bei den SBB. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode NW171601 Eine der Top-10-Management-Floskeln, die ich nicht mehr hören kann, ist Peter Druckers «Culture eats strategy for breakfast», angewandt auf die Digitalisierung. Falls der Papst der modernen Unternehmensführung das wirklich gesagt hat (im Web herrscht Uneinigkeit): Ist dem wirklich so? It’s a wanderful world Nehmen wir als Beispiel eine Wandergruppe. Diese plant eine Tour nach Gimmelwald. Die Route trugen sie auf ihrer Wanderkarte ein (ich weiss, auch dafür gäbe es heute eine App). Das ist die Strategie der Wandergruppe. Die Mitglieder verstehen sich untereinander prächtig. Im Ernstfall – sagen wir, jemand hätte unterwegs seine Feldflasche verloren – hilft man sich gegenseitig aus, etwa mit einem Schluck ungesüsstem Hüttentee. Dieser Teamspirit ist die Kultur der Gruppe. Hätte der Kartenführer aber fälschlicherweise Grindelwald statt Gimmelwald auf der Karte eingetragen – also quasi die falsche Strategie gewählt –, was nützte dann der ganze Teamgeist? Die Moral der Gruppe wäre immer noch intakt. Die Gruppe würde jedoch ihr Ziel nie erreichen. Doch auch mit dem richtigen Ziel kann einiges schiefgehen. Angenommen, ein Mitglied liest die Checkliste nicht genau und packt statt der Bergschuhe die Turnschuhe ein: Dann wird’s schwierig für die Montage der Steigeisen. Wir sehen also: Den richtigen Plan zu haben, ist immer wichtig, doch es ist nicht die Kultur, die den Erfolg einer Strategie sichert, sondern deren professionelle Umsetzung. Strategie ist gut, Umsetzung ist besser Denn nicht selten scheitert die richtige Digital- oder Produktstrategie an mangelhafter Umsetzung. Als ehemaliger Microsoftie weiss ich, wovon ich rede. Mindestens drei Mal verhaute das Unternehmen eine goldrichtige Produktstrategie ziemlich spektakulär in der Umsetzung. Etwa beim Tablet (primär aufs Eingabemedium Stift statt auf Touch gesetzt), beim Smartphone (ein Desktop-Betriebssystem in einen Smartphone-Screen gezwängt) und beim Car Entertainment (keine Allianzen geschmiedet und das Smartphone nicht ins Konzept integriert). Doch dafür gibt’s auch aktuellere Beispiele aus hiesigen Gefilden. Sagen wir, eine Zürcher Qualitätszeitung mit internationaler Ausstrahlung will die Webuser nicht länger mit Gratis-Inhalten beliefern. Nach zehn kostenlosen Schnupperartikeln pro Monat soll Schluss sein und der Leser seine Kreditkarte zücken. Eine solche Paywall wäre eine vernünftige und nachvollziehbare Strategie. Doch was ist, wenn man das, wie NZZ.ch, mit einem einfachen Cookie- Mechanismus löst? Das wäre eine sehr mittelmäs sige Umsetzung. Denn die liesse sich mit der Nutzung des ln-Private-Modus im Internet Explorer beziehungsweise des Incognito-Fensters in Google Chrome von jedem Gelegenheits- Leser locker aushebeln. Meine Empfehlung lautet deshalb kurz und knapp: Personen mit digitaler Unternehmensverantwortung sollten möglichst wenig über Digitalisierungs-Bonmots nachdenken und möglichst viel Energie in die Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie investieren. Dazu braucht es technische Readiness und engen Kontakt mit den Usern. Die tägliche Lektüre der Appstore-Kommentare und Kundendienst-Feedbacks ist dafür schon mal ein guter Anfang. Ich kann sie, wie der geübte Bergwanderer die Windjacke, wärmstens empfehlen. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 17 / 2016

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