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Netzwoche 17/2016

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Flash wird teurer gsa. Hersteller von Smartphones und Anbieter von SSDs ordern derzeit grosse Mengen an Flash-Speicher. Insbesondere die Smartphone-Hersteller trocknen die Flash-Märkte aus, wie die Marktforscher von Trendforce melden. Apples Nachfrage sei deutlich gestiegen. Das führe in den kommenden Monaten zu steigenden Flash-Preisen. Flash-Hersteller könnten sich hingegen an höheren Margen erfreuen. ▸ Webcode NW171620 IBM kooperiert mit Siemens gsa. Zwei Technologiegrössen spannen zusammen. IBM und Siemens vereinbarten eine strategische Partnerschaft. Während fünf Jahren wollen Siemens Gesundheitsexperten und IBMs Watson-Entwickler Lösungen in Bereichen wie Spitalwesen und Gesundheitssysteme anbieten, wie IBM mitteilt. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit will Siemens Systeme basierend auf IBMs KI-System Watson vertreiben. ▸ Webcode NW171621 Mehr Risikokapital für Schweizer Start-ups FDP-Nationalrat Fathi Derder ist Präsident der Stifung Pro Zukunftsfonds Schweiz. msu. Politiker und Wirtschaftsvertreter haben am 6. Oktober die Stiftung Pro Zukunftsfonds Schweiz gegründet. Sie soll es institutionellen Anlegern ermöglichen, Schweizer Start-ups über mehrere Jahre zu finanzieren, schreibt Startupticker. Der Fonds investiert nur in Jungunternehmen an der Spitze des technologischen Fortschritts, wie die Stiftung mitteilt. Sie will einen Dachfonds mit einem Volumen von mehreren hundert Millionen Franken zur Verfügung stellen. Pensionskassen und Versicherungen haben damit laut Startupticker die Möglichkeit, Schweizer Start-ups mit Risikokapital zu versorgen. Gemäss Startupticker verfügt die Schweiz über zu wenig Risikokapital und zu wenig ausgebildete Berater in diesem Bereich. Die Stiftung will die Ausbildung der Berater fördern und die Attraktivität der Schweiz für solche Intermediäre steigern. Präsident des Stiftungsrats ist der FDP- Nationalrat Fathi Derder. Im Rat vertreten sind zudem Calvin Grieder von der Bühler-Gruppe, SP-Nationalrat Beat Jans, Karl Reichmuth von der Reichmuth Bank und Henri B. Meier, Initiant der Stiftung. Produkte bis zur Marktreife bringen Investiere der Kapitalgeber in ein Jungunternehmen, sei das Risiko hoch, heisst es vonseiten des Zukunftsfonds Schweiz. Werde aber in mehrere ausgesuchte Jungunternehmen investiert, verteile sich das Gewinn-Verlustrisiko. Beim Zukunftsfonds gehe es nicht nur um die Finanzierung, sondern auch um die Beratung und Betreuung von Jungunternehmen, so die Stiftung. Das Ziel der Stiftung sei es, die Start-ups so zu unterstützen, damit sich ihre Produkte bis zur Marktreife entwickeln könnten. Die Stiftung erklärt auf zukunftsfondsschweiz.ch ausführlich ihr Konzept. «Das Silicon Valley hat es vordemonstriert», heisst es auf der Website. «Am Anfang war Risikokapital!» In den asiatischen Schwellenländern, in Israel und Norwegen arbeite auch der Staat aktiv mit Risikokapital. In Europa sei es der European Investment Fund, der ebenfalls mit Steuergeldern finanziert werde. Die Schweiz habe als Hochkostenland nur eine Chance, ihren relativen Wohlstand zu halten, wenn sie in den technologischen Fortschritt investiere und immer eine Nasenlänge voraus sei. DIGITALE TRANSFORMATION DER IT IT ist primär eine menschliche Disziplin – und hat erst in zweiter Linie etwas mit Technologie zu tun. Diese Erkenntnis muss manch CIO erst einmal gewinnen, um als Führungskraft Einfluss nehmen zu können, Dinge zum Funktionieren zu bringen. Die Kunst des Führens ist in der aktuellen Zeit noch mehr gefordert, weil die anstehende digitale Transformation so einiges an Bewährtem auf den Kopf stellt. Mit den Prinzipien des «Command and Control» lässt sich eine IT-Organisation immer weniger durch die anstehenden Veränderungen lotsen. Die durch hierarchische Strukturen aufgebauten «Walls of Confusion» lassen sich auch mit den besten Tools dieser Welt nicht einfach überbrücken, wenn jetzt in der agilen Welt ein Zusammenrücken für einen schnelleren und besseren «Produktions-Flow» gefordert wird. Manchmal muss man Kontrolle abgeben können, um dafür mehr Gewähr zu haben, dass gute und allseits abgestimmte Lösungen entstehen. Das gemeinsame Know-how in den Köpfen der verschiedenen Teams durch interaktive Kommunikation wirken zu lassen, anstelle sich gegenseitig durch Prozesse und Checklisten in Schach zu halten. Letztlich ist ein funktionierender Service wohl höher zu gewichten, als extensive Dokumentation, Handbücher, Gutachten und Stellungnahmen. Und vielleicht ist es auch geschickter, das Business aktiver einzubinden, anstelle es mit selbstschützenden Service Level Agreements zur Akzeptanz von einmal definierten Leistungen zu verpflichten. Nun gibt es einen neuen Organisationsansatz, Anweisungen nicht mehr bloss von oben herab zu kommunizieren, sondern vielmehr die Entscheidungsfindung unter Einbeziehung aller Beteiligten auf eine sachbezogene Weise sicherzustellen: Holacracy. Selbstorganisierende Teams verstecken sich nicht mehr hinter ihren Jobtiteln und verordneten Zuständigkeiten, sondern nehmen fliessend diejenigen Rollen wahr, die jeweils notwendig sind. Die Teams können sich schneller bewegen, wenn sie die Autonomie und Autorität haben, ihre Arbeit selbst zu wählen. Der neue CIO muss vor allem eines haben: Vertrauen in seine Leute. Und er muss sie als Coach dazu befähigen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW171603 Holacracy – IT-Mitarbeiter an die Macht! Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 17 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Six öffnet Fintech Accelerator Mit dem Projekt von Six sollen ausgewählte Start-ups aus der ganzen Welt gefördert werden. Bild: Six cgr. Ende 2015 hat der Schweizer Finanzdienstleister Six seinen Fintech Incubator F10 ins Leben gerufen. Ausgewählte Start-ups aus der ganzen Welt sollen mit diesem Projekt gefördert werden. In der ersten Runde des F10- Programms bewarben sich nach Angaben von Six mehr als 120 Jungunternehmen. Nun gab Six bekannt, dass das Programm erweitert werden soll. Als ersten Schritt unterstellte Six den Incubator F10 einem neu gegründeten Verein mit dem Titel «F10 Incubator and Accelerator». Diesem Verein gehören ausser Six auch die Privatbank Julius Bär und PwC Schweiz an. Mit der gebündelten Expertise der Partner soll der Finanzplatz Schweiz weiter gestärkt und noch mehr Fintech-Start-ups angezogen werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Ab No vember werde F10 schliesslich ein «ganzheitliches Accelerator-Programm für Start-ups» anbieten. Dazu soll das Programm auch auf die Bereiche Regulierung und Versicherung ausgeweitet werden. Weitere Partner sollen bis dahin an Bord sein. Das Angebot von F10 setze sich aus den vier Teilprogrammen Prototype, Prototype to Product, Product to Market und einem Members Roundtable zusammen. Ziel sei es, den gesamten Entstehungszyklus eines Start-ups abzudecken. Google schliesst Partnerschaft mit IHZ fpo. Google hat Anfang Oktober das Netzwerk «Google for Entrepeneurs» in die Schweiz gebracht. Wie das Unternehmen mitteilt, ist der Impact Hub Zürich (IHZ) das jüngste Mitglied des globalen Netzwerks. Durch die Partnerschaft mit IHZ werde die lokale Start-up-Gemeinschaft gefördert und finanziell unterstützt. Google plane gemeinsame Aktivitäten mit Zürcher Start-ups wie etwa Techtalks mit Google-Experten oder Eins-zu-eins-Mentoring-Sessions, teilt das Unternehmen mit. Die erste Session findet im November im Colab am Sihlquai statt. Ausserdem seien Google-Mitarbeiter monatlich im IHZ anzutreffen und böten Unterstützung. Umgekehrt hätten die über 800 IHZ- Mitglieder Zugang zu den weltweiten Programmen und Veranstaltungen von «Google for Entrepreneurs», wie etwa zu Silicon-Valley-Bootcamps. Christoph Birkholz, Co-Gründer und Managing Director des Impact Hub Zürich, sagte gegenüber der NZZ: «Mit der Partnerschaft werden wir Teil eines der wichtigsten Tech- Hub-Netzwerke weltweit. Davon wird die Schweizer Startup-Landschaft im internationalen Vergleich signifikant profitieren. Zudem ist es eine Anerkennung für die jahrelange, erfolgreiche Arbeit des Impact Hub Zürich für Start-ups, Techies und zugunsten einer kollaborativen Zukunft.» Wie die NZZ weiter berichtet, habe Google keine Bedingungen an die Partnerschaft geknüpft. So gebe es etwa kein Vorkaufsrecht auf Zürcher Start-ups, zitiert die NZZ Birkholz. Durch die Partnerschaft mit IHZ soll die lokale Start-up-Gemeinschaft gefördert und finanziell unterstützt werden. Bild: Fotolia WWW.NETZWOCHE.CH Lzlabs kauft Technologie von Eranea dkl. Die Softwarefirma Lzlabs kann jetzt Cobol-Anwendungen in Java-Applikationen umwandeln. Möglich macht das die Technologie von Eranea, wie Lzlabs mitteilt. Gemäss Mitteilung übernahm Lzlabs die Technologie und das geistige Eigentum von Eranea. Beide Firmen gibt es seit 2011. Beide sind aus der Schweiz. Lzlabs hat seinen Sitz in Zürich, Eranea in Lausanne. ▸ Webcode NW171622 Abstieg und Hoffnung am PC-Markt cka. Im dritten Quartal ist die Anzahl ausgelieferter PCs leicht zurückgegangen. Marktforscher Gartner errechnete ein Minus von 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl Auslieferungen sank folglich auf 68,9 Millionen Einheiten. Die Kollegen von IDC registrierten derweil einen Rückgang von 3,9 Prozent auf 68 Millionen Einheiten. Wie Gartner schreibt, schrumpft der PC-Markt bereits seit acht aufeinanderfolgenden Quartalen. IDC will dennoch erste Anzeichen einer Besserung ausgemacht haben. Händler hätten damit begonnen, ihr Inventar aufzustocken. ▸ Webcode NW171623 Samsung beerdigt Galaxy Note 7 asc. Samsung hat den Verkauf und die Produktion des Galaxy Note 7 eingestellt. Nachdem es Berichte von brennenden Smartphones aufgrund eines defekten Akkus gegeben hatte, startete Samsung eine Umtauschaktion. Das Unternehmen wollte gefährdete Note- 7- Telefone durch sichere Geräte ersetzen. Wie Samsung mitteilt, werden nun auch die Austauschgeräte vom Markt genommen, da der Defekt nicht behoben werden konnte. ▸ Webcode NW171624 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 17 / 2016

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