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Netzwoche 17/2020

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Technology Aktuell 35 Bund macht vorwärts mit der Cyberabwehr jor. Die Umsetzung der Nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyberrisiken (NCS) läuft wie geplant – ein Drittel der 247 Meilensteine sei bereits erreicht worden, teilt das zuständige Finanzdepartement mit. Die Zwischenbilanz beruht auf einem Bericht, den der Cyberausschuss des Bundesrates verabschiedet hat. Der Bericht beurteilt den Umsetzungsstand per erstes Quartal 2020. Für 23 Meilensteine sei man allerdings verzögert unterwegs, heisst es in der Mitteilung. Die zuständigen Stellen hätten gegenüber dem Steuerungsausschuss die Verzögerungen begründet und plausibel aufzeigen können, dass der zeitliche Rückstand aufholbar sei. Die NCS gibt die Ziele zum Schutz vor Cyberrisiken vor, die bis Ende 2022 erreicht werden sollen. Die koordinierte Umsetzung der Strategie verantwortet das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC). Fortschritt in puncto Forschung, Ausbildung und Strafverfolgung Fortschritte verzeichnen die Behörden bei der Förderung von Forschung und Ausbildung. Ein Meilenstein sei die Eröffnung des Cyber-Defence Campus (CYD Campus). Der CYD Campus hat seit November 2019 drei Standorte: an der ETH Zürich, an der EPF Lausanne und beim Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) in Thun. Der Campus solle die Zusammenarbeit zwischen Bund, Forschung und Wirtschaft stärken und so den Schutz im Cyberraum verbessern, sagte Verteidigungsministerin Viola Amherd anlässlich der Eröffnung des CYD Campus an der ETH Zürich. Auch im Bereich der Strafverfolgung habe man Fortschritte erzielt, heisst es in der Mitteilung weiter. So sei die Koordination bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität verbessert worden. Mehr Unterstützung für KMUs Die NCS hat auch eine neue Zielgruppe. Die Strategie soll nun auch Massnahmen zur Unterstützung von KMUs in Zusammenhang mit Cyberrisiken herausarbeiten. Zusammen mit Vertretern aus der Wirtschaft hätten die Behörden einen Leitfaden für KMUs erstellt. Zudem ist seit dem 1. Januar die Nationale Anlaufstelle im NCSC operativ. Sie nimmt Meldungen über Cybervorfälle aus der Bevölkerung und der Wirtschaft entgegen, analysiert diese und leitet sie an die zuständigen Stellen weiter. Die Meldenden erhalten Empfehlungen für das weitere Vorgehen. Ende Mai hat der Bundesrat zudem eine neue Verordnung verabschiedet, die am 1. Juli in Kraft trat und Struktur sowie die Aufgaben der Behörden zum Schutz vor Cyberrisiken neu regelte. Die Verordnung über den Schutz vor Cyberrisiken in der Bundesverwaltung solle «den Forderungen aus Wirtschaft und Politik nach einem starken Kompetenzzentrum mit einer klaren Struktur und mehr Zentralisierung gerecht werden», teilte der Bundesrat mit. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch WWW.NETZWOCHE.CH Italien verbietet Zusammenarbeit mit Huawei fki. Die italienische Regierung hat der Swisscom-Tochter Fastweb angeblich verboten, für den Aufbau eines 5G-Netzes mit Huawei zusammenzuarbeiten. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf anonyme Quellen. Fastweb wollte Huawei als einzigen Ausrüster für das 5G-Netz nutzen. Dagegen habe die italienische Regierung das Veto eingelegt. Fastweb solle auf eine breitere Lieferantenbasis setzen. Atos übernimmt SEC Consult jor. Der französische IT-Dienstleister Atos übernimmt SEC Consult – ein Cybersecurity- Berater mit Hauptsitz in Wien und Niederlassungen unter anderem in Zürich, Berlin, Frankfurt und Singapur. Durch die Übernahme will sich Atos als Cybersecurity-Anbieter positio nieren – mit rund 600 Mitarbeitenden im DACH-Raum. Zu den finanziellen Details des Deals macht das Unternehmen keine Angaben. DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Die IT-Servicelandschaft hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Mit der zunehmenden Digitalisierung der IT durch vermehrte Nutzung von Automatisierungs- und Cloud-Services ist eine hochkomplexe und stark fragmentierte Systemlandschaft entstanden. Unbewusst und oft auch ohne klare Strategie wächst für viele IT-Organisationen eine steigende Anzahl externer Serviceanbieter, die immer mehr Funktionen und Leistungen der IT-Services übernehmen. Mit den steigenden Geschäftsanforderungen wächst auch das Volumen der Daten, Systeme und externen Verträge. Die eigene Fertigungstiefe nimmt laufend ab und die verschiedenen, immer stärker vernetzten und interagierenden externen Leistungen müssen koordiniert und aufeinander abgestimmt werden. Das bestehende Management der IT ist hier vielfach überfordert. Die Beschaffungsprozesse und die Überwachung der Leistungen der beteiligten Provider genügen nicht mehr und stellen völlig neue Anforderungen an die verbleibende IT-Organisation. Die Kontrolle über Kosten und Leistungen entgleitet ihr und nicht selten wird sie von den externen Providern vor sich hergetrieben. Während die rein technische Integration zu Beginn noch funktionieren mag, unterschätzt man die genauso wichtige Integration von Prozessen, Werkzeugen und Mitarbeitenden mit allen beteiligten Partnern. Spätestens wenn es zu Problemen kommt, die nicht eindeutig einem Provider zugeordnet werden können, erkennen viele IT-Manager, wie ohnmächtig sie geworden sind. Es rächt sich plötzlich, dass die Leistungen der einzelnen Provider in ein enges Kostenkorsett gequetscht wurden, sodass kein Raum für Fehlersuche im Gesamtsystem vorhanden bleibt. Tickets und Mails werden zwischen beteiligten Providern herumgeschoben. Oder wenn ein Provider einen Lifecycle-bedingten Upgrade durchführen will, der eine Anpassung des darauf basierenden Teil-Services eines anderen Providers bedingt. Wer übernimmt die Koordination und Extrakosten? Anstatt sich um dringende Businessprojekte zu kümmern, findet sich das IT-Management inmitten eines Blame- Games mit Schuldzuweisungen nach allen Seiten, derweil das Business auf Lösungen wartet. Was ist ein funktionierendes Service-Ökosystem wert, wenn alle beteiligten Partner ihren «Skin in the Game» haben, wenn sie sich bereitwillig an der Fehlersuche beteiligen, auch wenn die Ursache nicht bei ihnen liegt? Was ist es wert, wenn die Provider Verbesserungen des Gesamtsystems vorschlagen, die unter Umständen auch zu Reduzierungen einzelner Leistungen führen würden? Wie viel werden künftig die Einkäufer an finanziellen Anreizen dem Provider zugestehen, sodass dieser Ziele akzeptiert, die über die grundsätzlichen Leistungen hinausgehen, um einen stabilen und reibungslosen Betrieb zu ermöglichen? Ein integriertes Ökosystem hat seinen Preis – das ist nicht gratis zu haben. Die Kolumne finden Sie auch online www.netzwoche.ch Der Wert eines funktionierenden Ökosystems Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis www.netzwoche.ch © netzmedien ag 17 / 2020

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