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Netzwoche 18/2016

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46 Technology Hausmesse

46 Technology Hausmesse WWW.NETZWOCHE.CH Opendata.ch kooperiert mit Migros mur. Welches Essen ist klimafreundlich? Koscher? Vegan? Und wann müssen Allergiker vorsichtig sein? Migros und Opendata.ch wollen solche Fragen beantworten. Mit dem neuen Projekt «Business Innovation food.opendata.ch», das drei Jahre lang laufen soll. Die Partner wollen Daten über Nahrungsmittel öffentlich zugänglich machen. Die Community will sich am 10. und 11. Februar 2017 an den «Open Food Data Hackdays» in Zürich und Lausanne treffen. ▸ Webcode NW181604 Redner von Google und Netflix an Jazoon Tech Days asc. Die nächste Jazoon-Tech- Days-Konferenz findet am 28. April in Bern im Gurten Pavillon statt, wie die Veranstalter mitteilen. Den Event gibt es seit 2007. Er findet seit 2015 zweimal jährlich statt. Das Thema der kommenden Konferenz lautet «Next Generation Web». Geladen sind verschiedene Redner. Dazu gehören etwa Victor Savkin und Kara Erickson vom Angular-Team bei Google und Jafar Husain und Ben Lesh von Netflix. ▸ Webcode NW181605 Bund will Fintech-Lizenz einführen cgr. Der Bundesrat hat sich Anfang November für Erleichterungen bei Fintech-Unternehmen ausgesprochen. Die regulatorischen Rahmenbedingungen sollen angepasst werden, damit der Markteintritt für Fintech-Unternehmen erleichtert werde. Unter anderem will der Bundesrat eine Fintech-Lizenz einführen, die durch die Finma erteilt wird. Für diese Unternehmen gelten tiefere regulatorische Anforderungen als für Banken. Laut Mitteilung ist die Fintech- Lizenz im internationalen Kontext wegweisend. ▸ Webcode NW181606 Opaccs Werkzeuge für die Digitalisierung Beat Bussmann, CEO von Opacc. gsa. Alle zwei Jahre, wenn sich im Herbst in Luzern die Blätter an den Bäumen orange färben, ist es wieder so weit. Dann lädt der Krienser Hersteller von Business-Software, Opacc, zu seiner Hausmesse ins Verkehrshaus Luzern. An der Connect vereinte Opacc dieses Jahr fast 400 Kunden und Partner. Ein Rekord, wie Geschäftsführer Beat Bussmann während seiner Begrüssung sagte. Er präsentierte gemeinsam mit seinem Team den Gästen die Neuheiten in der Opacc Version 16. Neue Herausforderungen Die Neuerungen sollen den Kunden helfen, Antworten auf die Fragen der Digitalisierung zu finden. Diese werde massgeblich von drei Entwicklungen bestimmt, sagte Bussmann. Ein Treiber sei die Technik. So werde es bald kaum noch Produkte geben, die keine digitalen Fähigkeiten hätten. Hinzu komme die Verknüpfung verschiedener Schlüsseltechnologien wie Bio- oder Nanotechnik. Die Kombination beider werde neue Möglichkeiten eröffnen. Der Wettbewerb, ein weiterer Treiber, werde härter. Ausserdem ändere sich die Lieferkette. Wurde früher produziert und anschliessend die Ware ausgeliefert, werde künftig vermehrt On-Demand hergestellt. Der Trend gehe zur Smartfactory. Kunden bestellen also erst einmal, und anschliessend wird produziert. Der wichtigste Treiber sei das Kundenverhalten. Vor zehn Jahren gab es noch keine Smartphones. Im vergangenen Jahr wurde in den USA bereits jede dritte Bestellung im Weihnachtsgeschäft über das Smartphone aufgegeben, wie Bussmann sagte. Eine gigantische Entwicklung. Denn das Smartphone musste in seiner heutigen Form zunächst einmal erfunden, in grossen Stückzahlen produziert und das Gerät mit seinen Funktionen vermarktet werden. Und nicht nur das. Netze mussten ausgebaut und Applikationen programmiert und miteinander verknüpft werden, wie Bussmann weiter ausführte. Opaccs Antwort Auf all diese Entwicklungen reagierten Opaccs Entwickler mit zahlreichen Neuerungen. 564 Neuerungen und 310 Korrekturen hätten die Entwickler des Unternehmens für die Version 16 realisiert, erklärten Opaccs Produktmanager auf der Bühne. Opacc ERP erhielt viele verschiedene Verbesserungen. So könnten Mitarbeiter etwa gelistete Artikel kopieren und Vor- und Nachfolgeartikel definieren. Ziel sei es, den Lebenszyklus von Produkten mit wenig Aufwand pflegen zu können. Im Bereich Lagerbewirtschaftung sei etwa die Übersicht über Einkäufe erleichtert worden. Bei Ware, die von unterschiedlichen Lieferanten in einem Container angeliefert würden, könnten Anwender besser nachvollziehen, welche Waren von welchem Lieferanten geliefert worden seien. Mobilität im Trend Eine Antwort auf den Mobile-Trend sei auch die Darstellung aller Prozesse der Lagerbewirtschaftung auf Mobile Devices. Über sogenannte Do-it-yourself-Panels, die auch in anderen Modulen integriert seien, könnten Anwender Menüfunktionen selbst konfigurieren. Ein Highlight sei die Integration von Finanzlösungen von Abacus und Sage 200 Extra für die Stammdatenverwaltung. Im CRM-Cockpit könne etwa die Bonität von Kunden überprüft werden. So könne nachgesehen werden, bis wann Kunde Müller seine Rechnungen in der Regel bezahle oder wie oft man Kundin Amschwyler habe mahnen müssen, bis sie offene Rechnungen beglichen habe. Alle Daten aus dem CRM würden in die zentrale Daten ablage Oxas eingepflegt. Auf diese Weise könnten rollenbasiert alle Mitarbeiter die Daten im Unternehmen einsehen und nutzen, erklärten Opaccs Produktmanager. Unterm Strich würden die vorgestellten Neuerungen Opaccs Kunden helfen und machten die Lösungen für Neukunden attraktiv. Für Opacc sei interessant, dass immer mehr Opacc-Kunden nicht über das Kernprodukt ERP (trägt zu zwei Dritteln des Umsatzes bei), sondern über andere Lösungen wie etwa das CRM gewonnen würden. Wenn sich in zwei Jahren in Luzern die Blätter wieder orange färben, wird Opacc die 14. Connect und sein 30. Firmenjubiläum feiern. Bis dahin wird sich auch zeigen, wie die Digitalisierung Opacc und seine Kunden verändert haben wird. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW181607 18 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 47 Die Big-Five-Märkte 2017 – Pfeiler des Wachstums, Teil 2 In der letzten Ausgabe haben wir die Themen Mobility und Cloud beleuchtet. Dieser zweite Teil widmet sich den Teilmärkten Analytics und Internet of Things (IoT). In der nächsten Ausgabe wird Security im Zentrum stehen. Diese Top-5-Märkte werden nicht nur 2017 dominierenden Einfluss auf die Entwicklung und das Wachstum des Schweizer ICT-Marktes haben. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG KERNASPEKTE UND ZIELE MIT BUSINESSANALYSEN Die Zugehörigkeitskriterien zu den Top 5 sind einfach: deutlich über dem Durchschnitt liegendes Wachstum, Potenzial, Volumen und der grosse Impact auf die Entwicklung des Gesamtmarkes. Es sind diese fünf Themen, die nicht nur die Basis auf dem Weg in die Digitalisierung bilden, sondern sie sind die eigentliche «Kernkraft» hinter der Transformation. Das Internet der Dinge Das IoT beschäftigt auch die Schweizer Firmen, allerdings stehen wir hierzulande noch am Anfang, wie unsere diesjährige Studie zeigte. Die derzeitigen Projektumsätze bewegen sich im Vergleich zum ICT-Gesamtmarkt noch in marginaler Höhe, 2016 weisen die Ausgaben «nur» einen Anteil von knapp 3 Prozent an den gesamten ICT-Spendings auf. Der Markt wird sich aber in den kommenden Jahren exponentiell entwickeln. Konkret rechnen wir für 2017 mit einem Wachstum des Marktes von 48 Prozent. Dazu zählen wir Ausgaben für ICT-Infrastruktur, Betrieb, Applikationen und Plattformen, Prozessmanagement, Connectivity, Analytics, Sensorik, Security, Beratung und Professional Services. Das IoT und die Digitalisierung bieten grosse Chancen, neue Märkte und Kundensegmente anzugehen. Allerdings dürfte das Fenster für die Umsetzung neuer Visionen nicht Welche Kernaspekte und Ziele verfolgen Sie primär mit Businessanalysen? Mehrfachantworten möglich. n=60 Mehr Transparenz (Maximierung der Wertschöpfungskette) Kostensenkung durch Optimierung der Prozesse Verbesserte Prognosen (Echtzeit-Monitoring und Simulationen) Verstärkter Kundenfokus (Massgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen) Analysen in Echtzeit (Automatisierung und Entscheidungen) Schaffung neuer Geschäftsfelder, Innovation Quelle: MSM Research AG Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW181632 50 40 30 20 10 0 50 % 50 % 43 % 40 % 18 % 18 % lange offenbleiben, die führenden Unternehmen im digitalen Wettbewerb kalkulieren nicht in Jahren, sondern in Monaten. Aktuell rechnet nur jede achte Firma damit, dass das IoT bereits in den kommenden ein bis zwei Jahren in vollem Umfang Realität wird. Mehr als die Hälfte der Befragten sehen die Entwicklung noch gelassen, sie rechnen mit den Auswirkungen der digitalen Welt auf ihr Unternehmen erst in drei bis fünf Jahren. Das könnte für Späteinsteiger allenfalls fatale Folgen haben. Die Frage ist nicht mehr, ob das IoT die Welt verändert, sondern wann und wie wuchtig es das eigene Business treffen wird. Big Data Das «Zwillingsthema des IoT» lautet Big Data oder Business Analytics. Die Felderhebung zu den neuen Studienprojekten ergab, dass für viele Firmen das Thema IoT eng verbunden mit «Big Data» ist. Es ist zumindest wenig sinnvoll, komplexere Digitalisierungsprojekte ins Auge zu fassen, wenn eine Transformation der anfallenden Daten zu wettbewerbs- und geschäftsprozessrelevanten Informationen nicht geplant und integriert ist. Diese enge Beziehung wird die Entwicklung und das Wachstum in den beiden Marktsegmenten massgeblich beeinflussen. Kaum ein grösseres IoT-Projekt wird ohne Big- Data-Lösung auskommen. Auch hier weist der Schweizer Markt 2016 insgesamt noch ein eher kleineres Projektvolumen (Infrastruktur, Services und Software) mit einem Anteil von marginalen 2 Prozent am ICT-Gesamtmarkt auf. Das Wachstum aber lässt sich sehen, wir rechnen für die kommenden Jahre mit deutlich über 30 Prozent Aufstockung der entsprechenden Budgets: mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen erwarten durch die Nutzung einer entsprechender Analytics-Lösung mehr Transparenz respektive Optimierung der Wertschöpfungskette oder auch einen verstärkten Kundenfokus. Das heisst, die Möglichkeit, in kürzester Zeit massgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Ohne die Echtzeitanalyse komplexer Datenmengen und Informationen, ohne die Simulation und virtuelle Erprobung neuer Produkte und Services lassen sich kaum Trendanalysen und Entscheidungsgrundlagen für die weitere Entwicklung und Verbesserung des Leistungsportfolios durchführen. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2016

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