Aufrufe
vor 3 Jahren

Netzwoche 18/2016

  • Text
  • Unternehmen
  • Apps
  • Schweiz
  • Netzmedien
  • Swiss
  • Schweizer
  • Mobile
  • Android
  • Webcode
  • Digitale

08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH UPC gewinnt Mobile-Abos asc. Der Telko UPC hat gemäss seinem jüngsten Quartalsbericht seinen Umsatz um 0,8 Prozent auf 336 Millionen Franken gesteigert, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Mobile-Sparte wuchs um rund 14 500 Abos auf 70 100. Dies entspricht einem Zuwachs von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. ▸ Webcode NW181623 Swisscom steigert Gewinn gsa. Der Umsatz von Swisscom beläuft sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf 8,64 Milliarden Franken. Das sind 0,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie Swisscom mitteilt. Unter dem Strich verblieb dem Telko ein Gewinn von rund 1,2 Milliarden Franken. Ein Plus von 13,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. ▸ Webcode NW181624 Salt legt Geschäftsbereiche zusammen fpo. Salt befindet sich weiter im Umbruch. Wie die «Bilanz» schreibt, will die Firma die Geschäftskundensparte mit der B2C-Abteilung zusammenlegen. Salt will sich zunehmend auf KMU-Kunden konzentrieren und mit der Zusammenlegung Synergien nutzen, wie 20 Minuten berichtet. ▸ Webcode NW181625 Anzeige IT Services und Managed Print Services – IT Services und Managed alles aus Print einer Services Hand! – alles IT Services aus einer Hand! und Managed Print Services – alles aus einer Hand! IBM gibt Tipps zur digitalen Transformation Der programmierbare «Nao Robot» präsentierte sich am IBM-Event. mur. IBM hat für seine Business-Connect-Veranstaltung ins Hotel Renaissance in Zürich geladen. Der Event drehte sich um die digitale Transformation und um kognitive Technologien. Der TV- und Event-Moderator David Rohde führte durch den Nachmittag. Zu Beginn trat Thomas Landolt auf die Bühne. «Die Digitalisierung ist heute für alle Unternehmen Pflicht», sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung und General Manager von IBM Schweiz. Die digitale Transformation bilde das Fundament für Erfolg, und eine Differenzierung im Markt erreiche man mit Cognitive Computing. Firmen sollten nach dem Motto «think big, start small, act fast» handeln, sagte Landolt. «Die Blockchain ist revolutionär» Am Nachmittag gliederte IBM den Event in einen Teil für Cognitive Computing und einen für digitale Innovationen. Über digitale Innovationen sprach etwa Oliver Gahr. Er ist bei IBM Blockchain Leader DACH und erklärte, wie die Blockchain funktioniert. «Sie ist revolutionär», sagte Gahr. «Für gewisse Anwendungen.» Im Finanzwesen sei es etwa möglich, die Bearbeitungszeit für gewisse Transaktionen von 4 Tagen auf 8 Sekunden zu senken. Die Verifizierung von Daten finde dabei in Echtzeit statt. Ihr Potenzial gehe aber weit über das Finanzwesen hinaus. Bei IBM spreche man von «Blockchain for Business» – die Blockchain eigne sich für Unternehmen, die Transaktionen sicher und verifizierbar machen müssen. Sie könne die Teilnahme an einem Netzwerk erhöhen, die Kosten senken und die Effizienz steigern. Am Ende des Events gab es einen Networking-Apéro mit Buffet. An diesem waren auch einige IBM-Partner vor Ort – unter anderem Bison, Squirro und VMware. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW181621 «Die Zukunft heisst Open Data» mur. Die Infrastrukturtagung, die am 28. Oktober in der Aula der FHNW in Brugg-Windisch stattgefunden hat, wartete mit einem prominenten Gast auf: Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation. Leuthard sprach rund 20 Minuten und ordnete das Thema der Tagung, unseren Umgang mit Daten, politisch ein. Die Schweiz habe eine hervorragende Breitband- und Mobilfunkinfrastruktur, sagte Leuthard. Die Politik müsse einen Mittelweg zwischen den beiden Extrempositionen finden – Snowden auf der einen, McCarthy auf der anderen Seite. Weder eine Totalüberwachung noch eine vollständige Transparenz sei zielführend. Die Zukunft heisse aber trotzdem Open Data. Eine wichtige Frage sei etwa, wo der Umgang mit Daten reguliert werden müsse, und wo er den Bürgern oder den Unternehmen überlassen werden könne. Der Bundesrat wolle mit seiner Datenpolitik Wachstum generieren. Es gebe aber noch Nachholbedarf, gerade beim Thema E-Government. Estland sei hier der Spitzenreiter. Der Staat garantiere ein Bürgerrecht auf die Nutzung des Internets, habe seit 1999 eine papierlose Verwaltung und nutze schon lange digitale Signaturen für rechtssichere Dokumente. Der Bundesrat verabschiedete im April die Strategie «Digitale Schweiz». Er wolle den Strukturwandel nicht einfach abwarten und bloss zuschauen, sondern selbst Schwerpunkte setzen. Die Schweiz müsse Daten als Chance für Wachstum, Wohlstand und Innovation begreifen. Wichtig sei es auch, Chancengleichheit, Partizipation, Transparenz und Sicherheit zu schaffen. Der Bund müsse zudem sicherstellen, dass der Bürger die Kontrolle über seine Daten behalte. Ängste und Bedenken der Bürger müsse man ernst nehmen. Eine ängstliche Haltung sei beim Thema Daten aber fehl am Platz, sagte Leuthard. www.graphax.ch 18 / 2016 www.graphax.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag www.graphax.ch

Business Event 09 KOLUMNE « Die Plattform Viya soll allen Nutzern offenstehen. » Kamales Lardi Carl Farrell, Executive Vice President und Chief Revenue Officer, SAS Big Data in der Vatikanstadt cka. In Rom hat Anfang November die Analytics Experience von Softwareentwickler SAS stattgefunden. Während dreier Tage konnten die Besucher ihr Fachwissen über Business Analytics vertiefen und weitergeben. Mehr als 1000 IT-Experten hatten sich angemeldet. Schon bei der Begrüssung durch Carl Farrell, Executive Vice President und Chief Revenue Officer des Softwareentwicklers, wurde klar, wo der Fokus des Events liegt: auf der Viya-Plattform. Obwohl die Ankündigung der Open-Source- Plattform mittlerweile schon ein paar Monate zurückliegt. In Rom betonte Farrell den offenen Ansatz der Viya- Architektur erneut und erklärte, was hinter dem Wort steckt. «Open bedeutet auch, dass die Plattform allen möglichen Nutzern offensteht», sagte Farrell. So soll Viya nicht nur den IT-Experten ansprechen, sondern alle Benutzergruppen bis hin zur Teppichetage hinauf. Für die Probleme von morgen Der nächste Sprecher, Executive Vice President und CMO Randy Guard, knüpfte an das Thema an. Viya solle nicht nur « Es gibt derzeit einfach zu viel Software, die noch geschrieben werden muss. » Jim Zemlin, Executive Director, Linux Foundation die Probleme von heute lösen. Kunden könnten die Plattform selbst expandieren. Dies soll laut Guard die produktive Nutzungszeit der Plattform deutlich verlängern. Zu diesem Zweck seien alle Schnittstellen (APIs) öffentlich. Um die Vorteile von Open Source aufzuzeigen, hatten die Veranstalter Jim Zemlin, Executive Director der Linux Foundation, als Gastredner eingeladen. «Es gibt derzeit einfach zu viel Software, die noch geschrieben werden muss», sagte Zemlin. Traditionelle Softwareentwickler könnten bei der schieren Masse, die etwa das IoT mit sich bringe, schlicht nicht mehr Schritt halten. «Wir müssen diese Software gemeinsam schreiben», sagte er. Als Beispiel führte er Linux an. Jeden Tag werden 10 800 Codezeilen hinzugefügt, 5300 entfernt und 1875 modifiziert. So könne sich die Software rasch an sich verändernde Bedingungen oder Kundenwünsche anpassen. Open Source als externes Entwicklungsteam Open Source sei aber nicht das Ende proprietärer Software, ergänzte Zemlin. Stattdessen schlage er eine Kombination beider Welten vor – so wie es heutzutage schon bei vielen Entwicklern üblich sei. Der Grossteil der Lösung sollte man von quelloffenen Codezeilen übernehmen. Indem man die Open-Source-Community quasi als externes Entwicklungsteam nutze, könne man mit seinem Produkt die Marktreife schneller erzielen. Das eigene Entwicklerteam sollte sich um das letzte Fünftel kümmern und so Mehrwerte und Differenzierungsmerkmale kreieren. «Die Zukunft ist Open Source», brachte Zemlin seinen Vortrag auf den Punkt. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW181610 Die Macht der Menschen Ende Oktober wurde in New York ein Gesetz erlassen, wonach Kurzvermietungen über Airbnb verboten werden. Das Gesetz untersagt, leerstehende Wohnungen für weniger als 30 Tage auf Airbnb anzubieten. Das Peer-to-Peer Community-Netzwerk, das der Vermittlung von Unterkünften zwischen Gastgebern und Privatpersonen dient, hat lautstark protestiert, wobei 10 Millionen US-Dollar für eine Kampagne und rechtliche Schritte gegen das Gesetz eingesetzt werden. Die mächtige Hotellobby und der City Council wirft Airbnb vor, die Wohnungskrise in New York zu verschärfen. Es konnten bereits verschiedene Massnahmen gegen Airbnb in Europas Städten von Berlin bis Barcelona beobachtet werden. Die Angst vor einem neuen Wettbewerbsumfeld befeuert das Lobbying für strengere Regulierungen. Trotzdem steigt die Popularität dieser Plattformen. Es ist eine zentrale und existenzielle Frage für Regulatoren: Wie sollen Gesetze ausgestaltet und durchgesetzt werden, wenn Airbnb weiter wächst? Statt einer Konfrontation empfehle ich Regulatoren und bestehenden Organisationen eindringlich, mit diesen neuen Marktkräften zu kollaborieren und gemeinsam zu existieren, da die Macht letztlich in den Händen der Menschen liegt. Kamales Lardi ist Managing Partner von Lardi & Partner Consulting. www.lardipartner.com Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode NW181601 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2016

Archiv