Aufrufe
vor 4 Jahren

Netzwoche 18/2016

  • Text
  • Unternehmen
  • Apps
  • Schweiz
  • Netzmedien
  • Swiss
  • Schweizer
  • Mobile
  • Android
  • Webcode
  • Digitale

10 Business Konferenz

10 Business Konferenz Smart Business Day zieht rund 200 Besucher an Am Smart Business Day von Namics und SAP-Hybris hat sich alles um die digitale Transformation gedreht. Eine Vordenkerin zeigte, was beim Internet der Dinge auf Firmen und Kunden zukommen könnte. Autor: Christoph Grau Personalverkehr, herausgefordert. Nicht nur Grossunternehmen wie Google, Apple oder Facebook engagierten sich in diesen Bereichen, sondern auch viele junge Start-ups forderten die Post heraus. Mit der nun laufenden Transformation wolle die Post darauf reagieren, erklärte Eggimann. Für die anstehenden Veränderungen brauche es auch bei der Post einen «riesigen kulturellen Wandel». Dieser sei angelaufen und noch im vollem Gange. Vor allem das «Silodenken» müsse überwunden werden, sagte Eggimann weiter. Markus Wenger (l.), Global CoE Customer Engagement & Compliance bei SAP-Hybris, und Tim Dührkoop, Partner bei Namics, begrüssten die Gäste. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode NW181602 Am 7. November haben Namics und SAP-Hybris ihren alljährlichen Smart Business Day im Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) veranstaltet. Es war bereits die siebte Auflage. Rund 200 Gäste nahmen nach Angaben der Organisatoren an dem Event teil, um sich über die Trends in der Digitalisierung zu informieren. Im Fokus standen in diesem Jahr die Bereiche User Experience sowie Strategie und Organisation. Durch die Veranstaltung führte Tim Dührkoop, Partner bei Namics. Zur Begrüssung betrat zudem Markus Wenger, Global CoE Customer Engagement & Compliance SAP-Hybris, die Bühne. Post als Brückenbauer Als erster Gastreferent sprach Andreas Eggimann, Head of Digital Marketing bei der Schweizerischen Post. Eggimann betonte, dass die Post gerade einen starken digitalen Wandel durchlaufe. Angetrieben wurden die Veränderungen massgeblich von Claudia Pletscher, Head Development Programs & Innovation im Unternehmen, wie Eggimann sagte. Die Post will «Brückenbauer» zwischen der digitalen und analogen Welt sein. Vor allem die digitalen Angebote will das Unternehmen weiterentwickeln, um so den Ansprüchen der Kunden gerecht werden zu können, wie er weiter sagte. Denn die Post werde in allen vier Geschäftbereichen: Kommunikation, Retail Finanzmarkt, Logistik und Das IoT kommt mit grossen Schritten Nach der Kaffeepause versetzte Karin Frick, Leiterin Research am GDI, die Anwesenden in die Zukunft des Internets der Dinge (IoT). «Die Zukunft kommt in Ihrer Branche ziemlich schnell», warnte sie zu Beginn. Laut Frick wird das IoT die Beziehungen von Kunden und Geräten grundlegend verändern, was auch die Anbieter und Hersteller vor erhebliche Herausforderungen stellen wird. Da Menschen zunehmend mit Geräten sprächen, werde die Mensch-Maschine-Beziehung immer enger. Grenzen würden verschwimmen. Die Sprache werde zum wichtigsten Kommunikationstool zwischen Mensch und Maschine werden, zeigte sich Frick überzeugt. Zudem kämen die Touchpoints immer näher an den Körper. Fitnesstracker und smarte Zahnbürsten seien da nur der Anfang. In zehn Jahren werde es vermutlich nur noch smarte Kleidung geben. Wer dies nicht wolle, der müsse sich jetzt mit Kleidung eindecken, sagte sie unter dem Gelächter des Publikums. Wie schnell es gehen könne, zeige das Telefon. Vor ein paar Jahren habe man mit diesem Gerät nur telefonieren können, inzwischen sei es eine Kamera, ein Computer. Kurz: ein Allround-Gerät. Was mit dem Telefon passiert sei, könne mit jeder anderen Technologie auch passieren, führte Frick weiter aus. In Zukunft würden Nutzer jedoch verlangen, dass Geräte ihnen einen Mehrwert böten. Dies fordere die Hersteller heraus, sagte Frick. Der Smart Business Day klang mit einem Apéro Riche aus. Die Gäste kamen hierfür im grossen Saal des GDI zusammen, um sich über die Inputs aus den Vorträgen auszutauschen und ihr Netzwerk zu pflegen. Der nächste Smart Energy Day wird am 30. Oktober 2017 stattfinden. 18 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Fachbeitrag 11 Blockchain: Bedrohung oder Chance? Weltweit untersuchen Finanzdienstleister, Banken und Unternehmen, wie sie von Blockchain profitieren können. Die Operationalisierung der Blockchain ist nicht mehr weit. Welche Schritte führen zum Ziel? Vitalik Buterin bringt die Finanzindustrie zum Schwitzen. Der russische Programmierer, 22 Jahre alt, personifiziert nicht nur die Entwicklung der Blockchain-Technologie, sondern auch die Disruption durch Digitalisierung. Bitcoin und Blockchain, beide Technologien fordern bestehende Geschäftsmodelle heraus. Sie drohen, Banken und Intermediäre überflüssig werden zu lassen – Transaktionsgebühren sollen minimal ausfallen, Makler und Verkäufer dazwischen verschwinden. «Blockchain soll schnell und unkompliziert zum Einsatz kommen, und zwar ohne die komplexe, teure und langwierige Codierung von Schnittstellen.» Mike Silberman, Geschäftsführer, Software AG Schweiz Die Zukunft ist offen Doch Blockchain bietet auch die Möglichkeit, das Potenzial dieser Technologie für sich zu nutzen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Die dezentrale Natur der Technologie erweitert bisherige Entwicklungen: weg von starren Einheitsgebilden, hin zu flexiblen Architekturen. Blockchain verspricht ein riesiges Potenzial, auch für die Finanzbranche. Das sagte Ende August der Gouverneur der japanischen Zentralbank, Haruhiko Kuroda, bei einer Rede im brandneuen Fintech Center, das eigens für die Blockchain-Forschung in diesem Jahr eröffnet wurde. Weltweit untersuchen Finanzdienstleister, wie sie von Blockchain profitieren können. Vorstellungen gibt es bereits viele, der Fintech-Sektor brummt. Doch dabei verlieren Unternehmen schnell den Überblick über die Schritte, die dafür nötig sind. Sie entwickeln Prototypen und konzentrieren sich auf den Blockchain-Anwendungsfall. Wie sie diesen Anwendungsfall später in die vorhandene IT- Landschaft integrieren, daran denken die wenigsten. Hierfür ist eine Infrastruktur erforderlich, die auch die Operationalisierung dieser disruptiven Technologie ohne Beeinträchtigung der vorhandenen Geschäfts- und IT- Infrastruktur erlaubt. Damit Blockchain-Anwendungen mit vorhandenen Systemen zusammenarbeiten können, ist ein intelligenter Access-Layer erforderlich. Dieser Blockchain-Access-Layer integriert Blockchain nahtlos mit vorhandener Technologie und ermöglicht Interoperabilität. Hinzu kommen Steuerungs- und Sicherheitsmechanismen für branchen- oder unternehmensweite Blockchains, Ereignisverarbeitung und Datenaggregation, die On- und Off-Chain-Aktivitäten transparent machen, sowie Monitoring-, Ausnahmemanagement- und Alarmierungsfunktionen für Blockchain-Apps. Blockchain operationalisieren Mit der richtigen technischen Grundlage können Finanzdienstleister die Blockchain schneller und effizienter nutzen. Der Einsatz der Blockchain sollte von Anfang an richtig geplant und auf Basis einer leistungsfähigen Businessplattform umgesetzt werden. So wird die Time-to-Market verkürzt und vielleicht der entscheidende Vorsprung gegenüber alternativen Angeboten erreicht. Die Blockchain ermöglicht Unternehmen neue Anwendungen. Bild: Shutterstock DER AUTOR Mike Silberman Geschäftsführer, Software AG Schweiz Spaghetti-Architekturen vermeiden Wie kann eine innovative Anwendung mit den Unternehmensanwendungen integriert werden? Eines ist jedenfalls klar: Kein Unternehmen will seine vorhandene Technologieinfrastruktur mit zusätzlichem Eins-zu-eins-Schnittstellen belasten. Blockchain soll schnell und unkompliziert zum Einsatz kommen, und zwar ohne die komplexe, teure und langwierige Codierung von Schnittstellen. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2016

Archiv