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Netzwoche 18/2017

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30 Best of Swiss Apps

30 Best of Swiss Apps 2017 Nachgefragt « Die Schweiz hat die besten Karten, um künftig ganz vorne mitzumischen » Virtual, Augmented und Mixed – die Realität ist mitterweile in unterschiedlichen Variationen zu haben, auch in der Schweiz. Stefano Mallè von Microsoft Schweiz ist Jurypräsident der Kategorie VR/AR der diesjährigen Best of Swiss Apps Awards. Er berichtet darüber, wie VR, AR und MR die mobilen Apps erobern. Interview: Simon Mathis « Wir sehen im Start-up- Umfeld hochinnovative Ansätze und sehr aktive Hochschulen. » Stefano Mallè, Jurypräsident der Kategorie VR/AR von Best of Swiss Apps und Leiter der Customer Success Unit, Microsoft Schweiz Alle sprechen von Augmented und Virtual Reality, ist das nicht nur ein Hype, der bald verpufft? Stefano Mallè: Ich bin überzeugt, dass AR/VR/MR Bestand haben werden. Das Potenzial, um Dinge anders, besser, effizienter oder gar völlig neu anzupacken, ist gewaltig. Und gewaltig sind auch die Investitionen grosser Technologieunternehmen in AR/VR. Wir leben in einer 3-D-Welt. Deshalb werden wir künftig auch digital in allen drei Dimensionen interagieren! Wie beurteilen Sie die in dieser Kategorie eingereichten Apps am diesjährigen Best of Swiss Apps Award? Angesichts der Tatsache, dass wir ganz am Anfang einer Entwicklung stehen, war die Qualität der eingereichten Apps sehr beeindruckend. Und wir haben alle drei Varianten gesehen: VR, AR und MR. Ich kann allen empfehlen, die Apps auszuprobieren und sich inspirieren zu lassen. Wird das Smartphone die klassische VR-Brille ablösen? Auf mobilen Geräten gibt es immer mehr AR-Anwendungen. Sie erweitern die Realität über die Kamera des Telefons und zeigen dann die digitalen Assets als Overlays auf dem Bildschirm an. Hinzu kommt die Mixed Reality. Sie wird typischerweise mithilfe einer Brille dargestellt. Ich bin überzeugt, dass all diese Technologien künftig in unterschiedlichen Szenarien zum Einsatz kommen werden. VR zum Beispiel eignet sich hervorragend für die Unterhaltungsbranche – also für Videos und Spiele. AR dagegen ist auf dem Mobile optimal einsetzbar. Es eignet sich für mobile Szenarien, etwa um lokale Informationen effizient und unterhaltsam darzustellen. Denken sie an «Pokémon Go», den Pionier dieser Anwendungsklasse. Das Potenzial von Mixed Reality dagegen lässt sich dann optimal ausschöpfen, wenn sich Tragbarkeit, AR-Aspekte sowie uneingeschränkte Bewegungsfreiheit der Hände kombinieren lassen. In vielen Anwendungsszenarien ist dies von grossem Vorteil: so bei der Schulung von Arbeitskräften oder der Unterstützung mobiler Servicemitarbeiter bei ihrer Arbeit. Wie steht die Schweizer AR-/VR-Technologie international da? Die Schweiz ist ein Innovationstreiber, wir stehen seit mehreren Jahren an der Spitze des internationalen Innovationsindexes. Entsprechend gross ist auch die Begeisterung für VR, AR und MR. Das sieht man an den zahlreichen Events und Organisationen, die rund um das Thema entstanden sind. Und wir sehen im Start-up-Umfeld hochinnovative Ansätze und sehr aktive Hochschulen. Allerdings gehören wir bezüglich AR/VR meiner Meinung nach derzeit nicht zu den führenden Nationen. Dies, weil wir den Schritt von der frühen Forschung zur kommerziellen Nutzung nicht so schnell vollzogen haben wie andere Länder. Aber wir haben die besten Karten, um künftig ganz vorne mitzumischen. Was ist Ihr Fazit zum diesjährigen Best of Swiss Apps Award? Es war ein sehr guter Start, mit einigen hervorragenden VR-, AR- und MR-Apps und vielen Eingaben, die uns das Potenzial des Schweizer (Entwickler-)Marktes vor Augen geführt haben. Wir haben einige innovative Ansätze gesehen, die den Weg für neue Geschäftsmodelle ebnen. Die Reise hat erst begonnen – entsprechend hoch sind unsere Erwartungen an die Eingaben zum Award 2018. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_67894 18 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Best of Swiss Apps 2017 Die Gold-Gewinner 31 Gold geht an ... Aus 138 eingereichten App-Projekten hat die Jury von Best of Swiss Apps 9 Gold-Gewinnern ausgezeichnet. Die Projekte «BUX», «ewz-on» und «Inside Laax» wurden gleich zweimal mit Gold geehrt. Sherpany gewann zweimal Gold in der Kategorie Enterprise, einmal für das Betriebssystem iOS und einmal für Microsoft Windows. Autor: Christoph Grau KATEGORIE: AUGMENTED / VIRTUAL REALITY KATEGORIE: BUSINESS KATEGORIE: CAMPAIGNS Projektname: BUX App Auftraggeber: Universität St. Gallen Auftragnehmer: Dreipol Betriebssystem: eingereicht für Apple iOS Beschreibung: In spielerisch erzählten Stadttouren führt die «BUX App» zu Zürichs interessantesten Literaturschauplätzen. Die App leitet punktgenau von Schauplatz zu Schauplatz und bietet dem Nutzer dabei dank multimedialer Inhalte wie Augmented Reality-Features, 360-Grad-Videos und Hörbuchpassagen ein immersives Erlebnis. Urteil der Jury: Auf mehreren Rundgängen durch Zürich taucht man in die lokale Literaturgeschichte ein. Das durchdachte Konzept ist optisch attraktiv und technisch clever umgesetzt. Je nach Standort erscheinen 360-Grad-Videos, Audio-Inhalte oder reale Objekte werden mit virtuellen Inhalten überlagert. Dass die App auch auf älteren Geräten flüssig läuft, unterstreicht die Umsetzungsqualität. Dank hochwertiger und abwechslungsreicher Inhalte werden selbst Literaturmuffel in den Bann der Geschichten gezogen! Projektname: Inside Laax Auftraggeber: Weisse Arena Gruppe Auftragnehmer: Inside Labs Betriebssystem: eingereicht für Apple iOS Beschreibung: Lifttickets kaufen, Live-Infos abrufen und die eigene Performance auf dem Berg tracken. Doch «Inside Laax» ist mehr als nur eine App. Es ist eine Datenmaschine und Kommunikationsplattform zugleich, integriert ein Loyalitätsprogramm und verfolgt neue Ansätze für M-Commerce entlang der Customer Journey. Urteil der Jury: Die Inside-Laax-App ist gut in die Gesamtstrategie von Laax eingebettet und verbindet diverse Bereiche aus der Gastronomie und den Bahnen in eine einzige Customer Journey. Die Kunden werden durch Gamification- Elemente abgeholt und noch stärker an das Skigebiet Laax gebunden. Inside Laax hat es damit erfolgreich geschafft, das Smartphone als Teil der Wertschöpfungskette zu integrieren. Projektname: ewz-on Auftraggeber: EWZ Auftragnehmer: Staay Betriebssystem: eingereicht für Google Android Beschreibung: Erlebe zum 125-Jahr-Jubiläum von EWZ die Elektrifizierung und damit Entwicklung der Stadt Zürich über die sechs wichtigsten Epochen seit 1892. Sechs unterschiedlichste Games mit aufwändiger Grafik, zwei in Mixed-Reality, in Geschicklichkeit, Taktik, Wissen und Schnelligkeit. Angereichert mit Infotainment. Urteil der Jury: Mit «ewz-on» erfährt der Nutzer spielerisch einiges über die Entwicklung der Elektrifizierung während sechs Epochen von 1892 bis heute und erhält sogar einen Ausblick in die nahe Zukunft. Die Kampagnen-Botschaft wird über sechs abwechslungsreiche Spiele vermittelt. Wissbegierige erfahren durch kurze und inhaltlich informative Texte mehr über die jeweiligen Epochen. Die App «ezw-on» ist deshalb ein überzeugender Gewinner der Kategorie Campaigns. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2017

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