Aufrufe
vor 10 Monaten

Netzwoche 18/2020

  • Text
  • Zuschlag
  • Pandemie
  • Wichtig
  • Digitale
  • Apps
  • Netzmedien
  • Schweiz
  • Swiss
  • Unternehmen
  • Schweizer

34 Technology Aktuell

34 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Die Drohne, die wie ein Habicht fliegt mka. Wissenschaftler des Labors für Intelligente Systeme der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) haben eine neue Drohne entwickelt. Durch ihre beweglichen Flügel und ihr bewegliches Heck erreiche diese eine noch nie dagewesene Wendigkeit im Flug. Zudem könne sie länger in der Luft bleiben als andere Drohnen mit vergleichbarem Gewicht. Die Flügel und das Heck der Drohne sind sogar mit künstlichen Federn besetzt, wie das Labor mitteilt. Als Vorbild für die Drohne diente der Habicht. Microsoft macht Jagd auf Google Analytics ych/fki. Microsoft hat sein Website-Analyse-Tool namens Clarity aus der Betaphase entlassen. Die Lösung bietet Funktionen wie Heatmaps zur Analyse des Nutzerverhaltens, Sitzungsansichten und ein Dashboard mit verschiedenen Kennzahlen. Microsoft tritt damit gegen Google Analytics an. Das Tool sei intuitiv anwendbar und dementsprechend auf die Bedürfnisse von Entwicklern wie auch von Laien ausgelegt. Der Dienst ist kostenlos. Swico investiert in recycelte Geräte Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch mka. Der Swico fördert in der zweiten Runde seines Innovationsfonds zwei Projekte mit gesamthaft 99 000 Franken. 2019 schuf der Wirtschaftsverband Swico den Fonds, um die Quantität und die Qualität des Recyclings von IT- und Büro-Elektroaltgeräten zu erhöhen. Roger Gnos, Beiratsvorsitzender des Swico-Innovationsfonds, freut sich über die sechs eingereichten Innovationen: «Das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit und eine bessere Kreislaufwirtschaft ist gross – und auch die Bereitschaft, hier in Vorleistung zu gehen.» Weiterverwendung von Geräten Mit 75 000 Franken unterstützt Swico ein Projekt der Firma Le Bird. Das Unternehmen untersucht in einer Studie das Potenzial zur Wiederverwendung von Geräten wie Laptops, Flat-TVs, Handys und gegebenenfalls weiterer Geräte. Dabei sollen die Bedürfnisse der Branche sowie Chancen und Risiken erfasst werden. Grund für dieses Projekt ist eine Studie der Empa im Auftrag des Bafu von 2018. Die Empa beurteilte es als ökologisch, elektronische Geräte wiederzuverwenden, bei denen der grösste Teil der Umweltbelastung in der Produktion erfolgt. Nun soll zusätzlich erforscht werden, wie viele Geräte, die recycelt werden, tatsächlich noch wiederverwendbar wären. «Mit dem Innovationsprojekt von Le Bird wird die Bafu-Studie in einem wichtigen Aspekt ergänzt», sagte Heinz Böni, der bei der Empa für die Studie verantwortlich ist. Rückgewinnung von Kobalt und Neodym Das zweite geförderte Projekt erhielt bereits im April 2020 einen Zustupf vom Swico. Beim Projekt handelt es sich um Abklärungen zur Machbarkeit von Kobaltrückgewinnung in Zusammenhang mit Mini-Lithiumbatterien. Sopra Steria erholt sich vom Angriff Bild: Fotolia Salt steigt in den 5G-Ring cka/lha. Swisscom und Sunrise haben ihre 5G-Netze bereits in Betrieb genommen. Nun zieht auch Salt nach. Wie «Watson.ch» berichtet, sagte Salt-CEO Pascal Grieder gegenüber AWP, dass der Telko 5G bereits im August freigeschaltet habe. Salts 5G-Netz laufe auf der 3,5-Gigahertz- Frequenz. Allerdings werde Salt sein Netzwerk auch noch auf die 700-Megahertz-Frequenz ausweiten. Diese bietet laut «Watson» eine grössere Reichweite und bessere Abdeckung in den Häusern, dagegen ist die Surfgeschwindigkeit tiefer. Wie viele Salt- Kundinnen und Kunden bereits mit 5G surfen, habe Grieder nicht angegeben. Bild: Michael Giger / Unsplash ych. Sopra Steria scheint sich vom Ransomware-Angriff im Oktober zu erholen. Dem Unternehmen soll es gelungen sein, eine weitere Ausbreitung der Schadsoftware zu verhindern. Dies berichten mehrere französischsprachige Medien unter Berufung auf Guillaume Poupard, Generaldirektor der französischen Behörde für IT-Sicherheit, Agence nationale de la sécurité des systèmes d’information (ANSSI). Die vom IT-Dienstleister ergriffenen Massnahmen sollen demnach verhindert haben, dass sich die Schadsoftware weiter ausbreitete. Ausserdem seien die Installationen der Unternehmenskunden erhalten geblieben. Zu spüren bekamen die Kunden den Angriff dennoch: Denn zur schnellen Schadensverhinderung schaltete Sopra Steria zahlreiche Server ab. Es werde einige Wochen dauern, bis man zur Normalität zurückkehren könne, sagte das Unternehmen anlässlich der Präsentation seiner Quartalszahlen. Der Angriff wurde am 20. Oktober vom IT-Dienstleister entdeckt. Dieser machte zunächst keine Angaben dazu. Später gab Sopra Steria bekannt, dass es sich um eine Version von Ryuk handle, die Anbietern von Antivirus-Software noch unbekannt sei. Es wurde auch festgestellt, dass der Cyberangriff einige Tage vor seiner Entdeckung gestartet worden war. Sopra Steria fand keine Datenlecks. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch 18 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 35 Brack.ch warnt vor Phishing-Nachrichten Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch cka. Der Mägenwiler Onlinehändler Brack.ch warnt seine Kunden vor einem Betrugsversuch. Unbekannte nutzen Logo und Name des Onlinehändlers, um Phishing-Nachrichten per SMS und Whatsapp zu verschicken. Das Unternehmen informierte darüber in einer E-Mail seine Kunden, die auch der Redaktion vorliegt. Das betrügerische Schreiben kursiere in verschiedenen Varianten. Es versuche dem Empfänger beziehungsweise der Empfängerin vorzugaukeln, dass er oder sie in einem Gewinnspiel gewonnen habe. Der vermeintliche Preis: ein iPhone 12 oder auch ein Geburtstags-Giveaway-Code. Um den Preis in Empfang zu nehmen, müsse man nur noch ein paar persönliche Angaben übermitteln. Bild: PashaIgnatov / iStock.com Keine Verbindung zu Brack.ch Brack.ch betont, dass diese Nachrichten nicht durch den Onlinehändler verschickt werden. Auch kämen die verwendeten Daten nicht von Brack.ch. «Es sind keine Kundendaten von Brack.ch nach aussen gelangt. Die Nachrichten werden wahllos verschickt», heisst es in der Nachricht des Onlinehändlers. Das Unternehmen würde niemals Adressen oder sonstige Kundendaten über SMS- oder Whatsapp-Nachrichten abfragen. Auch würde der Onlinehändler keine Gewinnspiele veranstalten, bei denen die Kreditkarteninformationen angegeben werden müssen. Ein weiteres, klares Anzeichen dafür, dass es sich um Spam handelt, ist der in den Phishing-Nachrichten enthaltene Link. Dieser führe nämlich nicht zu Brack.ch, sondern zu confirmhappiness.com. Der Onlinehändler kontaktierte den Betreiber der Website bereits, damit diese offline genommen wird. Auch meldete Brack.ch den Vorfall bereits bei Melani – der Phishing-Melde- und -Analysestelle Informationssicherung des Bundes. Was man jetzt tun sollte Wer so eine Phishing-Nachricht erhalten hat, soll diese sofort löschen und keine Links anklicken. Brack.ch rät zudem, niemals persönliche Adress- oder Kreditkartenangaben weiterzugeben und im Zweifelsfall den Absender zu kontaktieren. Wer bereits auf den Link geklickt hat, sollte das betroffene Gerät nicht mehr nutzen, bis man überprüfen konnte, dass keine Malware darauf installiert wurde. Ferner sollte man von einem anderen Gerät aus die Zugangsdaten für Onlineshops und -banking ändern und, falls nötig, die Kreditkarte sperren lassen. WWW.NETZWOCHE.CH Credit Suisse gewinnt DOOH-Award pbe. Clear Channel zeichnet zum zweiten Mal die beste DOOH-Kampagne (Digitalout-of-Home) aus. Die Jury mit Vertretern von Clear Channel, Media- und Kreativagenturen sowie Kunden hat in ihrer digitalen Jurysitzung die Kampagne von Credit Suisse (CS), «Bank for Entrepreneurs», zum diesjährigen Sieger gekürt. Die Kampagne hat laut «Werbewoche» in den Kriterien Botschaft, Technologie und Kreativität die höchste Punktzahl erreicht. Kanton Zug finanziert die «Cyber-Empa» mit rja/fki. Der Kanton Zug hat eine Anschubfinanzierung für den Aufbau eines nationalen Testinstituts für Cybersicherheit (NTC) von 450 000 Franken beschlossen. Das geplante Vorhaben sei ein gemeinnütziges Projekt und werde nicht nur vom Kanton, sondern auch vom eidgenössischen Finanzdepartement, der ETH Zürich und vom Nationalen Zentrum für Cybersicherheit des Bundes (NCSC) unterstützt. Der Regierungsrat begründet die Finanzierung des NTC mit den Risiken der Digitalisierung. MÜLLERS KLEINES ABC A wie Aestheticusability Effect Christopher Müller Inhaber und VRP von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Man kennt es aus dem realen Leben: Finden wir einen Menschen schön, neigen wir eher dazu, über gewisse charakterliche Mängel hinwegzusehen. Das funktioniert auch digital: Gefällt uns beispielsweise eine Website, drücken wir bei Holprigkeiten in der Bedienung gern mal ein Auge zu. Umgekehrt gilt ebenso: Ist die Website hässlich, regen wir uns schon über kleinste Mängel auf. Dieses Phänomen nennt sich Aesthetic-usability Effect und soll erstmals 1995 von Masaaki Kurosu und Kaori Kashimura näher erforscht worden sein. Beide waren damals Forscher beim japanischen Hitachi-Konzern. Realität: Der Effekt ist recht gut mit Studien unterfüttert. So konnte etwa festgestellt werden, dass von zwei Websites mit identischem Bedienkonzept die «schönere» tatsächlich als besser bedienbar empfunden wird. Nachgewiesen ist auch, dass bunte Bedienoberflächen tendenziell besser wegkommen als schwarz-grau-weisse. Ja, sogar bestimmte Schriftkombinationen lassen die Bedienbarkeit in besserem Licht erscheinen als andere – nicht etwa, weil sie besser leserlich wären, sondern nur, weil sie besser gefallen. Damit lässt sich natürlich an der User Experience arbeiten. Dabei sollte man sich aber bewusst sein, dass schlechte Bedienbarkeit nicht durch gutes Design aufgewogen werden kann. Das zeigt ein kurzer Spaziergang im Web, beispielsweise zu den Sites von angesagten Lifestyle- Läden oder illustren Architekturbüros. Meist sind die zwar hübsch anzusehen, viele reizen einen aber bis zur Weissglut, wenn man sich rasch zurechtfinden will. Fazit: Wer also meint, es genüge, eine Bedienoberfläche schön herauszuputzen, um eine zweifelhafte Usability zu übertünchen, denkt zu kurz. Gute Bedienbarkeit ist durch nichts zu ersetzen. Sie lässt sich planen, umsetzen und auch messen. Schönheit hingegen bleibt schwierig zu fassen, schon nur, weil sie bekanntlich im Auge des Betrachters liegt. Daran zu feilen, lohnt sich aber schon; denn wirklich geliebt wird, was ergonomisch und schön ist. Die Kolumne finden Sie auch online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2020

Archiv