Aufrufe
vor 10 Monaten

Netzwoche 18/2020

  • Text
  • Zuschlag
  • Pandemie
  • Wichtig
  • Digitale
  • Apps
  • Netzmedien
  • Schweiz
  • Swiss
  • Unternehmen
  • Schweizer

36 KUNDEN-CASE Abraxas

36 KUNDEN-CASE Abraxas « Von Abraxas bekommen wir den Abacus-Support, den wir brauchen » Auch Softwarehersteller wie Adcubum sind in Softwarebelangen auf Unterstützung von Experten angewiesen. Deshalb greift Adcubum für die Weiterentwicklung ihrer Abacus-Suite seit rund einem Jahr auf das Fachwissen von Abraxas zurück. Autor: Colin Wallace « Wir schätzen die direkte und proaktive Kommunikation » Stefan Haag, Leiter Finanzen, Adcubum Diese Abacus-Module sind bei Adcubum im Einsatz • AbaProject • MyAbacus • AbaClik • Finanzbuchhaltung • Anlagenbuchhaltung • Lohnbuchhaltung • Electronic Banking • Human Resources • Auftragsbearbeitung • CRM • Debitorenbuchhaltung • Kreditorenbuchhaltung Die Adcubum-Gruppe ist ein führender Softwarehersteller für die internationale Versicherungswirtschaft. Für ein Unternehmen wie Adcubum mit Standorten in drei Ländern und 400 Mitarbeitenden sind effiziente Abläufe entscheidend. Deshalb sollen möglichst viele Prozesse digital abgebildet werden, auch im Finanzbereich. Stefan Haag ist als Leiter Finanzen von Adcubum mitverantwortlich für die IT-Strategie. Warum Abraxas? Vor rund zwei Jahren begann Abraxas, das Know-how rund um Abacus deutlich auszubauen. Im Zuge dieses Ausbaus wechselte auch das Berater-Team, welches Adcubum betreut, zu Abraxas. Nun sind bereits 30 Personen im Abacus-Team, Tendenz steigend. Abraxas war von Beginn weg Abacus-Silberpartner, für nächstes Jahr besteht Aussicht auf Gold. Das Ziel: Kunden als One-Stop-Shop in allen Belangen rund um Abacus zur Seite zu stehen – egal ob Beratung, Support oder Wartung. Adcubum nutzt bereits seit über zehn Jahren Lösungen von Abacus, ist also keinesfalls ein Neuling auf dem Gebiet. Über die Jahre wurden ausser der klassischen Abacus-Lohnbuchhaltung und anderen Finanzapplikationen viele Funktionen ergänzt, um Prozesse zu integrieren und digital abzubilden. Kurz: Adcubum hat sich die Abacus-Lösungen massschneidern lassen. Und wenn man Anpassungen vornehmen lässt, dann am besten beim selben Schneider. Das ist in diesem Fall das Abacus-Team von Abraxas. Für Stefan Haag stellte sich daher kaum die Frage, ob sie bei ihrem bisherigen Partner bleiben sollten: Adcubum wechselte im Jahr 2019 zusammen mit dem bewährten Berater-Team zu Abraxas. «Es hängt sehr an den Mitarbeitenden», so Haag. «Bei Fragen sind wir immer schnell und kompetent beraten worden und haben die nötige Unterstützung erhalten.» Triple A aus St. Gallen Was ist das Wichtigste für eine gute Zusammenarbeit? Für Stefan Haag ist es – abgesehen vom Fachwissen – die Kommunikation. So schätzt er «insbesondere die direkte und proaktive Kommunikation und Zusammenarbeit mit unseren Kundenverantwortlichen bei Abraxas». Selbstverständlich sei dies nicht, denn «da haben wir auch schon anderes erlebt.» Dass die Zusammenarbeit zwischen Abraxas und Adcubum gut funktioniert, liegt sicherlich auch an den Gemeinsamkeiten der Unternehmen. Beide sind Softwareentwickler – und ihre Partnerschaft dreht sich um Lösungen eines dritten St. Galler Softwareherstellers. Diese Zusammenarbeit hat über die Jahre viele Früchte in Gestalt umgesetzter Projekte getragen. Eines dieser Projekte war die Einführung des neuen Reisekostenmoduls für die Mitarbeitenden in Deutschland. Das jüngste Projekt bildete die Einführung des Mitarbeiterportals MyAbacus diesen Sommer. Künftige Projekte Für Adcubum stehen in nächster Zeit zwar keine grösseren Projekte im Zusammenhang mit Abacus bevor, dafür aber die Optimierung bestehender Abacus-Tools und -Funktionen sowie das Aufschalten neuer Abacus-Versionen. Generell möchte Stefan Haag in Zukunft weitere Geschäftsprozesse digitalisieren und in Abacus integrieren. Konkret werden Abraxas und Adcubum in den kommenden Monaten daran arbeiten, die Funktionalitäten des Mitarbeiterportals weiter auszubauen und den Mitarbeitenden zur Verfügung zu stellen. «Wir möchten weitere Prozesse ins Portal integrieren, um möglichst digitalisiert unterwegs zu sein.» Damit kann Adcubum nicht nur effizienter operieren: «So können wir uns einiges an Druckerpapier sparen», schmunzelt Haag. ÜBER ABRAXAS Abraxas ist der grösste Anbieter durchgängiger IT-Lösungen für die öffentliche Hand in der Schweiz. Das Abacus-Team von Abraxas bietet umfassende und kompetente Beratungsdienstleistungen rund um die gesamte Produktepalette des Schweizer Branchenleaders. Kunden profitieren von massgeschneiderten, modularen Lösungen, welche mit ihren Bedürfnissen wachsen: Von einer einfachen Finanzbuchhaltung bis zu komplexen Produktions- oder Serviceprozessen lässt sich alles abdecken. Moderne mobile Lösungen für das Erfassen von Arbeitszeiten, Spesen oder Service-Aufträgen via Smartphone oder Tablet runden das Angebot ab. Weitere Informationen unter: www.abraxas.ch 18 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 37 Das Rennen um die Coronadiagnose via Smartphone An der EPFL, der Universität Cambridge und dem MIT arbeiten Forscher an der Entwicklung von Algorithmen zur Diagnose von Covid-19-infizierten Personen. Dies auf der Grundlage von mit dem Smartphone aufgenommenen Hustengeräuschen. Die Ergebnisse sind manchmal verblüffend, aber schwer zu reproduzieren. Autoren: Rodolphe Koller und Fabian Kindle Ins Handy husten könnte bald verraten, ob jemand unter dem Coronavirus leidet. Zumindest ist dies das Ziel von Forschern auf beiden Seiten des Atlantiks. Eine künstliche Intelligenz (KI) soll anhand von mit dem Smartphone aufgenommenen Hustengeräuschen voraussagen, ob eine Person infiziert ist. Anfang April lancierten die Wissenschafter der EPFL das Projekt «Coughvid» zur Sammlung von Onlineaufnahmen von freiwilligen Hustenden. Das ist ein notwendiger Schritt in der anschliessenden Entwicklung eines Prognosemodells und einer App. «Die Anwendung zielt darauf ab, eine Genauigkeitsrate von 70 Prozent zu erreichen, wenn genügend Daten gesammelt und für Tests verwendet werden», sagt David Atienza, Direktor des Labors für eingebettete Systeme der EPFL. In fünf Monaten sammelten die Forscher einen Korpus von mehr als 20 000 Datensätzen, darunter etwa 1500 positive Fälle, um ihre algorithmischen Modelle zu trainieren. Pneumologen versus Algorithmen Tomás Teijeiro, Leiter des Forscherteams, das sich an der EPFL mit Coughvid befasst, erklärt auf Anfrage, dass mehrere Tausend Aufnahmen bei den Pneumologen eingereicht wurden. Diese tun sich jedoch schwer, sich, abgesehen von einigen klar identifizierbaren Fällen, auf eine Diagnose zu einigen. Die Forscher hoffen, dass die künstliche Intelligenz besser wird. Sie haben daher die Aufzeichnungen, bereinigt von Umgebungsgeräuschen und demografischen Daten, in die Machine-Learning-Systeme eingespeist. «Beim derzeitigen Stand unserer Arbeit sind wir zu einem Modell gelangt, das in der Lage ist, 40 Prozent der Infizierten anhand ihres Hustengeräusches zu erkennen und nur in drei Prozent der Fälle eine Person fälschlicherweise als positiv zu identifizieren», erklärt Teijeiro. Der Spezialist räumt ein, dass dies für eine diagnostische App oder gar ein Diagnosehilfsmittel derzeit nicht ausreicht. Die Forscher der EPFL setzen daher ihre Experimente fort. Algorithmus versus Algorithmus Und sie sind nicht die Einzigen. Auch an der Universität Cambridge begannen Forscher in diesem Frühjahr damit, Dr. Tomás Teijeiro, Leiter des Forscherteams, das an der EPFL an Coughvid arbeitet. mehrere Tausend Hustenaufzeichnungen zu sammeln, um einen Diagnosealgorithmus zu entwickeln. Im Juli gaben sie bekannt, dass ihr Vorhersagemodell eine 80-prozentige Genauigkeit erreicht hat. Doch die beeindruckendsten Ergebnisse kommen von der anderen Seite des Atlantiks. In einem kürzlich erschienenen Artikel gaben MIT-Forscher bekannt, dass sie ein Modell entwickelt haben, das in der Lage ist, 98,5 Prozent der Fälle mit weniger als 6 Prozent falsch-positiven Ergebnissen zu diagnostizieren. Und bei asymptomatischen Personen wäre ihr Modell sogar in der Lage, Covid-19-Fälle mit weniger als 20 Prozent falsch-positiven Ergebnissen zu erkennen. MIT- Wissenschafter schreiben: «KI-Techniken können ein kostenloses, nicht-invasives, gross angelegtes, jederzeit in Echtzeit und sofort verteilbares Screening-Tool bieten, das die derzeitigen Ansätze zur Eindämmung der Ausbreitung von Corona unterstützt. Die Methode könnte in täglichen Screenings von Studenten, Arbeitern und der allgemeinen Bevölkerung praktische Anwendungen finden.» Schwierig zu reproduzieren An der EPFL ist Tomás Teijeiro von den Leistungen der MIT-Forscher beeindruckt. Er nennt die Ergebnisse «fast zu schön, um wahr zu sein», und bedauert, dass es ihm nicht möglich war, das MIT-Modell mit den von ihm gesammelten Datensätzen zu testen oder mithilfe des Modells der EPFL mit den Daten des MIT zu experimentieren. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2020

Archiv