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Netzwoche 19-20/2019

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42 Management & Career

42 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Bachelor in Mobile Robotics der FH Graubünden rja. Die FH Graubünden bietet im Herbst 2020 erstmals den Bachelor-Studiengang «Mobile Robotics» an. Wie die Fachhochschule in einer Mitteilung schreibt, reagiert sie damit auf den wachsenden Markt für mobile Roboter. Voraussetzung seien Ingenieure, die sich in den modernsten Technologien in den Bereichen Mechatronik, Elektronik, Softwareentwicklung und Konstruktion auskennen. Förderprojekt für Informatiker über 50 kfi. Der Fachverband Swiss- ICT lanciert zusammen mit Softwareentwickler M&F Engineering ein Förderprojekt für Informatiker über 50 Jahre. Wie der Verband im «Swiss-ICT Magazin» mitteilt, soll das Programm Informatiker über 50 wieder fit für den heutigen Arbeitsmarkt machen. In einem ersten Schritt will der Verband mit seinem Angebot Firmen ansprechen, die Outplacement-Lösungen suchen, wie es weiter heisst. Schweizer Arbeitsbedingungen unter Druck Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch kfi. Die Berner Fachhochschule und Travail Suisse haben eine Studie zur Qualität der Arbeitsbedingungen in der Schweiz veröffentlicht. Der «Barometer Gute Arbeit» zeigt, dass die Arbeitsbedingungen in den Augen der Arbeitnehmenden 2019 generell schlechter wurden. Das betreffe alle Hauptkategorien «Motivation», «Sicherheit» und «Gesundheit», heisst es in dem Bericht. Die Studie beleuchtet die Auswertung auch hinsichtlich der Branchen. Die durchschnittlich besten Arbeitsbedingungen bietet die Branche «Information und Kommunikation», womit sie zwei Plätze höher steht als noch 2015/2016. Die Branche «Wirtschaftliche Dienstleistungen» wurde auf den zweiten Platz verdrängt. «Finanz- & Versicherungswesen» befindet sich auf Platz 10 im Bereich der durchschnittlichen Qualität der Arbeitsbedingungen. Die Studienleiter fragten die Arbeitnehmenden ausserdem, wie hoch sie die Wahrscheinlichkeit einschätzten, dass ihre Stelle in den nächsten zehn Jahren durch digitale Technologien ersetzt werde. In den Jahren 2017, 2018 und 2019 waren 13 Prozent der Befragten der Meinung, dass ihre Stelle mit einer hohen bis sehr hohen Wahrscheinlichkeit ersetzt werde. In diesen 13 Prozent seien unter anderen Arbeitnehmende aus dem Bereich Finanz- und Versicherungswesen sowie Information und Kommunikation überdurchschnittlich vertreten. STELLENVERLUST DURCH DIGITALISIERUNG Einschätzung der Arbeitnehmenden zur Wahrscheinlichkeit eines Stellenverlusts infolge der Digitalisierung in den nächsten zehn Jahren, differenziert nach Branche sehr hoch / hoch mittel Detailhandel 26 Finanz- und Versicherungswesen 25 24 Information und Kommunikation 18 15 Öffentliche Verwaltung 14 15 Sonstige Dienstleistungen 11 16 Total 13 15 18 niedrig / sehr niedrig weiss nicht Wirtschaftliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen 11 15 73 Gesundheits- und Sozialwesen 6 11 81 68 69 70 65 53 49 5 3 2 2 2 2 2 2 Quelle: Travail.Suisse Digitale Transformation der IT Was für eine provokative Ansage! Galt doch bis vor Kurzem, dass nur sicher ist, was man in den eigenen vier Wänden lagert und dazu den Schlüssel eigenhändig sicher verwahrt. Der Zugang zu den Servern und Datenbanken ist mit dicken Mauern und schweren Türen abgeriegelt – ein Eindringen gilt als schier unmöglich. Gerade IT-Sicherheitsverantwortliche von stark regulierten Unternehmen in der Finanz-, Pharma- und Chemiebranche haben sich bis vor Kurzem nicht vorstellen können, jemals mit businesskritischen Daten und Systemen in eine Cloud zu gehen. Von einer mit Perimeter geschützten Umgebung hinein in ein Zero-Trust-Umfeld wie die Cloud. «Nur über meine Leiche!», wurde hier und dort beherzt verkündet! Nun, die Erde dreht sich bekanntlich weiter. Das Business will von den Entwicklungen der Technologie profitieren und setzt sich wie gewohnt wieder einmal durch. Allen Bedenken zum Trotz werden Cloud-Dienste unabhängig der Branche mehr und mehr in Anspruch genommen. Nur bei den Kronjuwelen zögern die meisten Unternehmen noch, den letzten Schritt in die Cloud tatsächlich zu gehen. Denn was man praktisch täglich hört und liest in Bezug auf Die Kolumne finden Sie auch online www.netzwoche.ch Cyberkriminalität und Datenlecks, lässt die Unternehmen in letzter Konsequenz doch lieber zuwarten. Ja, der Welt des Internets ist grundsätzlich nicht zu trauen. Es ist, wie wenn man die eigenen Kinder allein in eine Grossstadt oder gar in ein fremdes Land entsenden würde. Es lauern viel zu viele Gefahren und nicht alle meinen es gut mit einem. Dann doch lieber alle zuhause unter Aufsicht bleiben. Nun, so einfach ist es in der Internetwelt nicht. Es ist ein Kampf zwischen physischem und logischem Schutz. In der heutigen stark vernetzten Welt, in der Datenautobahnen in die Rechenzentren gelegt werden, damit jeder einzelne Mitarbeiter mit seinen eigenen Geräten unabhängig von seinem Standort darauf zugreifen kann und nebenbei noch seine privaten Whatsapp-Chats schreibt, nützen alle Security-Zonen im Gebäude wenig bis gar nichts. Und um dem logischen Kampf Herr zu werden, reichen die Budgets und die Spezialisten im eigenen Hause bei Weitem nicht mehr aus. Man ist schlichtweg überfordert, beim Wettlauf der Internet-Rüstungsindustrie Schritt zu halten. Es ist eine stetige Risikoabwägung, was mit begrenzten Mitteln irgendwie noch geschützt werden kann. Die Einzigen, die hier einigermassen dem Wettlauf der Cyberkriminalität etwas entgegenzusetzen haben, sind – es ist kaum zu glauben – die grossen Cloud-Service-Provider. Dieser geballten Kraft an Sicherheitsspezialisten und der permanent im Alltag eingeübten Verfahren kann aus eigener Kraft nichts Gleichwertiges entgegengesetzt werden. Wer also wirklich seine Kronjuwelen gesichert haben will, überlegt sich rasch einen Weg in die Cloud. Sicher und compliant nur noch in der Cloud?! Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 1920 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Hintergrund 43 Bild: Georgijevic / iStock.com Freelancer, und wo sie zu finden sind Fehlt es in Unternehmen an Personal oder Expertise, können Freelancer helfen, diese Zeiten zu über brücken. Welche Vor- und Nachteile das mit sich bringen kann und wo Auftraggeber überhaupt an die Freiberufler kommen. Autor: Kevin Fischer Freelancer sind freie Mitarbeiter, die ihre Dienste verschiedenen Auftraggebern bei Bedarf zur Verfügung stellen. Unternehmen setzen Freelancer gerne ein, um personelle Engpässe oder fehlende Qualifikationen zu kompensieren, wie «freelance.de» schreibt. Dafür müssen Auftraggeber und Freiberufler keine klassische Arbeitnehmer-Arbeitgeber- Beziehung eingehen. Die Vorteile des Freelancers Die Vorteile für die Unternehmen: Der Freelancer muss nicht beschäftigt und somit nicht bezahlt werden, wenn keine Aufträge vorliegen. Ausserdem möchten Freelancer gute Arbeit leisten, um beim nächsten Auftrag wieder infrage zu kommen. Wenn Freiberufler die versprochenen Leistungen nicht erbringen können, werden sie auch nicht bezahlt. Sie bilden sich selbst mit jeder Aufgabe in den verschiedenen Unternehmen weiter und können ihr Know-how an die festangestellten Mitarbeitenden des Auftraggebers weitergeben, wie es in einer Studie von Robert Half heisst. Weiterhin muss der Auftraggeber keine Sozialabgaben für den Freelancer leisten. Doch hier müssen Schweizer Unternehmen aufpassen, dass die AHV einen Freiberufler auch tatsächlich als freien Arbeitnehmer einstuft und nicht als Angestellten. Die Nachteile des Freelancers Das Schweizer Recht kennt den Begriff des Freelancers nicht, wie «jobs.ch» festhält. Stattdessen unterscheidet der Staat zwischen selbstständiger und unselbstständiger Tätigkeit. Stelle ein Unternehmen einen Freelancer an, der «scheinselbstständig» ist, riskiere die Firma, dass der Freiberufler von der AHV als Mitarbeiter eingeordnet wird. Laut «admin.ch» gelten nur die Personen als selbstständig, die unter anderem «in eigenem Namen und auf eigene Rechnung arbeiten, in ihrer Arbeit unabhängig sind und das wirtschaftliche Risiko selbst tragen. […] Sie entscheiden selbst über ihre Organisation, ihre Arbeitsweise und die Übertragung von Arbeiten an Dritte. Sie arbeiten für mehrere Auftraggeber.» Die AHV entscheidet dabei von Fall zu Fall, ob jemand sozialversicherungsrechtlich selbstständig ist oder nicht. Das kann auch bedeuten, dass eine einzelne Person gleichzeitig selbstständige und unselbstständige Tätigkeiten ausführen kann. Wo sich Freelancer finden lassen Interessierte finden Freelancer auf verschiedenen spezialisierten Plattformen. Nach Angaben von «digitalnomaden.ch» ist die Webseite «upwork.com» eine der aktivsten Seiten im Freelance-Bereich. Soll die Auswahl spezifischer auf die Schweiz zugeschnitten sein, empfehle sich «freelancer-schweiz.ch». Auf dem Marktplatz bieten Schweizer Freiberufler aus 30 Fachgebieten ihre Dienste an, vom Architekten über IT-Programmierer bis hin zum Trainer. Auf «freelancer.com» treffen Interessenten nur Programmierer und Designer an. Möchte jemand nur kleine Aufträge vergeben, könnte er auf «fiverr.com» fündig werden. Pro zu definierende Einheit kostet der Freelancer hier nur 5 US-Dollar. Freelancer bringen Unter nehmen zeitliche und finan zielle Flexibilität. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 1920 / 2019

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