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Netzwoche 4/2019

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24 Technology Aktuell

24 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Unternehmen wollen 5G, fürchten aber die Kosten cfo/eca. Tech Pro Research befragte 164 Führungskräfte zum Thema 5G. Während fast die Hälfte der Befragten glaubt, dass 5G ihnen ermöglichen werde, ihren Kunden bessere Dienstleistungen anzubieten, befürchten 53 Prozent, dass die Einführung der Technologie zu teuer sei und sie am Weiterkommen hindere. Die Verbindung zum Internet der Dinge und die Verteilung von Inhalten sind die ersten 5G-Anwendungen, die Unternehmen laut Umfrage entwickeln werden. ▸ Webcode DPF8_126489 Microsoft bringt KI nach Bern osc. Der Berner Kursaal steht am 3. und 4. April im Zeichen von Webentwicklung, Mixed Reality und künstlicher Intelligenz. Der «Microsoft Tech Summit Switzerland» bietet ausser Keynotes und Breakout Sessions auch ein Lernzentrum. Wie Microsoft Schweiz in einer Mitteilung schreibt, sollen Tech-Trends und Ausbildung im Fokus der Veranstaltung stehen. Sie biete eine Plattform, um strategische Erkenntnisse zu gewinnen, Fähigkeiten zu entwickeln und Fachwissen zu vertiefen. ▸ Webcode DPF8_126702 Gartner widerlegt fünf Mythen rund um KI mur. Gartner ist im Vorfeld seines Data & Analytics Summit, der vom 4. bis 6. März in London stattfand, auf Mythen rund um künstliche Intelligenz (KI) eingegangen. Laut dem Beratungsunternehmen sind folgende fünf Aussagen ein Irrglauben: 1. Künstliche Intelligenz funktioniert wie das menschliche Gehirn Künstliche Intelligenz ist eine Disziplin der Computertechnik, die aus Software-Tools besteht, die Probleme lösen. Das bedeute aber nicht, dass KI ähnlich oder gleichwertig mit der menschlichen Intelligenz sei, schreibt Gartner. «KI löst heute eine Aufgabe ausserordentlich gut», sagt Alexander Linden, Research Vice President bei Gartner. «Ändern sich die Bedingungen dieser Aufgabe nur geringfügig, schlägt die KI fehl.» 2. Intelligente Maschinen lernen von selbst Um KI-basierte Systeme zu entwickeln, braucht es Menschen. Etwa Datenwissenschaftler, die Probleme definieren, Daten aufbereiten, Datensätze bestimmen, Verzerrungen entfernen und die Software aktualisieren, um neue Erkenntnisse und Daten zu integrieren. 3. KI ist frei von Vorurteilen KI basiert auf Daten, Regeln und Eingaben von menschlichen Experten. Sie ist voreingenommen – ähnlich wie der Mensch. «Es gibt keinen Weg, die Befangenheit komplett auszublenden», sagt Linden. «Wir müssen aber versuchen, sie auf ein Minimum zu reduzieren.» 4. KI wird nur repetitive Jobs ersetzen, die keine höheren Abschlüsse brauchen KI kann auch komplexe Aufgaben übernehmen. Zum Beispiel im Gesundheitswesen, etwa für Röntgenapplikationen. Oder in der Finanz- und Sicherungsindustrie, wo Roboadvisor Aufgaben in der Vermögensverwaltung und in der Bild: Anson / Fotolia.com Betrugserkennung übernehmen. Gartner empfiehlt Geschäfts- und IT-Führungskräften darum, ihre Kapazitätsplanung und Stellenprofile anzupassen und Umschulungsmöglichkeiten für bestehende Mitarbeiter anzubieten. 5. Nicht jedes Geschäft braucht eine KI-Strategie Jede Firma sollte sich mit dem Einfluss von KIs auf die Strategie beschäftigen und sich fragen, ob sie Probleme im Geschäft lösen können. Wer KIs nicht nutze, könnte die nächste Phase der Automatisierung verpassen und einen Wettbewerbsnachteil erleiden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_126449 Anzeige Take-off für Überflieger Zeit- und ortsunabhängig studieren an der Fernfachhochschule Schweiz MAS Industrie 4.0 04 / 2019 flexibel. berufsbegleitend. digital. ffhs.ch CAS Digitale Unternehmenstransformation CAS Advanced Manufacturing Start September 2019 ffhs.ch/mas_industrie40 www.netzwoche.ch © netzmedien ag Zürich | Basel | Bern | Brig

Technology Research 25 Die Kompassnadel zeigt in Richtung externe Sourcing- und Cloud-Services Die positive Stimmung bei den Schweizer Unternehmen und der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt haben im vergangenen Jahr zu deutlich steigenden Ausrüstungsinvestitionen und Konsumausgaben geführt. So rechnet die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich für 2018 mit einer Erhöhung der Wirtschaftsleistung um 2,6 Prozent. Der Zenit des Aufschwungs ist mittlerweile erreicht. Im Jahr 2019 ist gemäss Konjunkturforschungsstelle KOF mit einer Verlangsamung des Schweizer BIP-Wachstums auf 1,6 Prozent zu rechnen. Hierfür ist vor allem das schwächere internationale Umfeld verantwortlich. Insbesondere die Eurozone verliert bereits wieder klar an Dynamik. Nach einer kräftigen Expansion im vergangenen Jahr sind der Euroraum sowie wichtige asiatische Volkswirtschaften in eine Abkühlungsphase eingetreten, der internationale Konjunkturverlauf schwächt sich ab und die Wirtschaft kehrt auf einen moderateren Wachstumspfad zurück. Die Schweizer Konjunktur verliert etwas an Rückenwind. Wir gehen davon aus, dass 2019 die Ausgaben für den traditionellen Eigenbetrieb der ICT um 10 Prozent sinken. Auch im ICT-Umfeld legten die Ausgaben und Investitionen der Schweizer Unternehmen im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 deutlich zu. Für 2018 rechnen wir auf der Basis unseres Frühjahrs-Updates mit einem Wachstum von 4,2 Prozent (B2B) auf ein Ausgabenvolumen von insgesamt 18,1 Milliarden oder durchschnittlich 75 Millionen Franken pro Arbeitstag. Die erfreulich positive Wachstumsrate aus dem vergangenen Jahr wird in dieser Höhe 2019 nicht mehr zu halten sein. Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukt (BIP) und die Wachstumsraten des ICT-Marktes weisen zumindest im grundsätzlichen Verlauf immer mehr Parallelen auf, das heisst, dass das Wachstum der ICT-Ausgaben 2019, wie auch das gesamtwirtschaftliche Wachstum, etwas nachgeben wird. Budgets werden aufgestockt Wir rechnen derzeit damit, dass wir im laufenden Jahr immer noch mit einem satten Plus von 3,1 Prozent rechnen können, dies sind stattliche 570 Millionen Franken mehr als 2018. Knapp die Hälfte (46 Prozent) der im Rahmen unseres aktuellen Updates befragten Unternehmen rechnet damit, ihre Budgets für Projekte und den ICT-Betrieb in den kommenden zwölf Monaten entsprechend aufzustocken. Profitieren werden in grösserem Umfang Auslagerungsprojekte im Bereich der ICT. So planen 52 Prozent der Unternehmen, die Nutzung externer Cloud-Services oder die Verlagerung von ICT-Betriebsteilen an externe Sourcing-Dienstleister und Datacenter zu forcieren. ICT-Betrieb wird ausgelagert Damit generiert der Big Shift, das heisst die zunehmende Verlagerung des ICT-Betriebs hin zu externen Dienstleistern, einen überdurchschnittlichen Zuwachs der Ausgaben. Wir gehen davon aus, dass 2019 die Ausgaben für den traditionellen Eigenbetrieb der ICT um 10 Prozent sinken, während sie für externe Managed und Cloud-Services kräftig zulegen werden. Mit einem Plus von knapp 15 Prozent erreichen sie 2019 ein Volumen von 6,4 Milliarden Franken. Die Form des reinen ICT-Eigenbetriebs erodiert weiter, die Kompassnadel zeigt in Richtung externe Sourcingund Cloud-Services. ICT-MARKT SCHWEIZ 2019 Total der ICT-Ausgaben 2019 in der Schweiz: 18 673 Millionen Franken (B2B), 3,1 % Wachstum Hardware Kommunikation Software (on Premise) Services 65,4 % 13,3 % 10,3 % 11,0 % Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_127640 Quelle: MSM Research AG DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG www.netzwoche.ch © netzmedien ag 04 / 2019

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