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Netzwoche 7/2019

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50 Technology Aktuell

50 Technology Aktuell Spitäler WWW.NETZWOCHE.CH AR- und VR-Headsets steht Boom bevor ssc. Die weltweiten Auslieferungen von Virtual- und Augmented-Reality-Headsets werden laut Marktforscher IDC bis 2023 im Durchschnitt jährlich um 66,7 Prozent wachsen. IDC geht für 2023 von einer gesamten Versandmenge von 68,6 Millionen Einheiten aus. ▸ Webcode DPF8_133096 Asut widerlegt 5G-Mythen eca. Im Faktencheck zum Thema 5G-Mobilfunktechnologie hat sich der Schweizerische Verband der Telekommunikation (Asut) mit gängigen 5G-Mythen auseinandergesetzt, heisst es in einer Mitteilung. Die Liste werde regelmässig aktualisiert. ▸ Webcode DPF8_132716 Menschen machen dieselben Fehler wie KI kfi. Menschen sind Computern ähnlicher als angenommen. Das ist das Resultat einer Studie der Johns-Hopkins- Universität. Chaz Firestone und Zhenglong Zhou baten dazu insgesamt 1800 Probanden, verschiedenen Bildern Begriffe zuzuordnen, wie es auf der Website der Universität heisst. Zuvor habe bereits eine künstliche Intelligenz (KI) versucht, die Inhalte der Bilder zu identifizieren und ihnen Begriffe zuzuordnen. Blaue Pille oder rote Pille Normalerweise wollen Menschen die Computer dazu bringen, wie Menschen zu denken. Firestone und Zhou versuchten das Gegenteil. Für ihre Studie verwendeten sie ein bekanntes Problem für Bilderkennungs-KI: Wo Menschen nur Bildrauschen sehen, erkennen KIs manchmal die unwahrscheinlichsten Objekte. Die Autoren der Studie brachten die Versuchspersonen dazu, wie Maschinen zu denken. Die Tester hätten den Teilnehmern Bilder gezeigt, die schon KIs getäuscht hatten. Die Personen mussten sich zwischen zwei Optionen entscheiden, was auf dem Bild dargestellt wurde. Anschliessend wurden sie gefragt, welche Option der Computer gewählt hatte. Der eine Vorschlag wurde zufällig gewählt, der andere von einer KI gemacht. Menschen entscheiden wie Maschinen Die Testpersonen hätten in 75 Prozent der Fälle auf die gleiche Weise gewählt wie der Computer. 98 Prozent hätten zumindest dazu tendiert, wie die Maschine zu antworten. Dann mussten sich die Testpersonen zwischen der ersten und der zweiten Wahl des Computers entscheiden. 91 Prozent der Getesteten entschieden sich für die erste Wahl der KI. Auch bei weiteren Versuchen, bei denen die Personen etwa zwischen 48 verschiedenen Optionen entscheiden konnten, haben sie sich laut Studienresultat mehrheitlich für die Wahl des Computers entschieden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_132714 Anzeige einfacher. besser. zusammen. Das MediData-Netz: das umfassendste Netzwerk für Healthcare Professionals. Leistungserbringer, Kostenträger, Kantone und Patienten – das MediData­Netz verbindet alle. Für einen effizienten, kostengünstigen und sicheren Austausch medizinischer und administrativer Daten – und für eine verbesserte Zusammenarbeit im Schweizer Gesundheitswesen. Therapeuten Spitex Kantone Labors Apotheken Versicherer Ärzte Patienten 07 / 2019 Für eine gesunde Entwicklung. www.medidata.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag JETZT ANMELDEN

Technology Research 51 ICT-Sicherheit – ein grosses Risiko besteht intern Im Rahmen unserer letzten Felderhebung ist die Frage nach den derzeit aktuellen Themen und Projekten der ICT- Abteilungen und -Verantwortlichen mehr als eindeutig beantwortet worden: Für mehr als 92 Prozent der Unternehmen steht das Thema ICT-Security mit Abstand an erster Stelle. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Wenn man die Antworten auf die Frage nach den Topthemen der Unternehmen in drei Jahren betrachtet (künstliche Intelligenz, Internet der Dinge, Blockchain) wird schnell klar, dass die ICT-Sicherheit die Verantwortlichen weiterhin in hohem Masse beschäftigen wird. Diese Topthemen haben grosses Business-, aber auch herausforderndes Risikopotenzial. Sicherheit wird nie zum Sprint werden, sondern ein Marathon bleiben. Die ICT ist das Rückgrat, der Nerv eines Unternehmens und trägt vor allem mit einer weitestgehend gesicherten Verfügbarkeit entscheidend zum nachhaltigen Erfolg und zur Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens bei. Dabei ist die Zeit, und in diesem Kontext vor allem die Reaktionszeit, zu einem entscheidenden Faktor auf den heute zunehmend digitalisierten, dynamischen, globalen Märkten geworden. Ohne die tief in die Prozesse, Organisation, Infrastruktur und Logistik eines Unternehmens eingebettete ICT steht das Unternehmen still. Begrenzte Mittel – auch in der Security Auch wenn im Vergleich zu anderen ICT-Bereichen die entsprechenden Budgets für die Sicherheit in den vergangenen Jahren mehrheitlich überdurchschnittlich aufgestockt wurden – und sicherlich weiter werden, können die Verantwortlichen für Sicherheitsbelange in der Regeln nicht auf Gelder ohne Ende zugreifen. Zudem setzt sich in vielen Unternehmen zusehends die Erkenntnis durch, dass für die Umsetzung eines robusten Security-Konzepts und entsprechender Massnahmen oft die Fachkräfte fehlen oder es am notwendigen Expertenwissen im Unternehmen mangelt. Alternative Wege zur Sicherung der ICT im Unternehmen bieten externe Spezialisten. So nimmt der allgemein beobachtbare Paradigmenwechsel des ICT- Betriebs auch im Bereich der Sicherheit seinen Lauf, die Verantwortung und das Management entsprechender Lösungen und Infrastrukturen verschieben sich zusehends zu externen Dienstleistern und Providern. ICT-Security ist keine ausschliesslich finanzielle oder technologische Frage, sondern eine der gelebten Kultur und Disziplin. Hoffnung ist keine Strategie Dieses Bewusstsein um die Sicherheit ist in der Regel zumindest auf Ebene ICT-Management da, allerdings ist die Umsetzung entsprechender Konzepte nicht allein eine Frage der Technologie. Man würde aber einer falschen Logik unterliegen, wenn man davon ausgeht, dass lediglich durch den Mehreinsatz entsprechender Technologien eine höhere Sicherheit erlangt werden kann. Hoffnung ist keine Strategie bei der Risikobewältigung. Eine möglichst flächendeckende Sicherheit beinhaltet nicht nur Massnahmen aufgrund externer Bedrohungslagen und Risiken, sondern bedarf auch Vorkehrungen auf der Basis einer kritischen Sicht nach innen. Vielmehr geht es um die Einbettung einer eigentlichen Sicherheitskultur ins Unternehmen, in die Köpfe der Mitarbeiter und des Managements. Bei der Erstellung, Planung und Realisierung entsprechender Massnahmen sollten die Fachbereichsleiter, das Management und nicht zuletzt die Mitarbeiter ins Boot geholt werden. Ohne sie werden die Sicherheitskonzepte und Massnahmen nicht wie geplant greifen. ICT-Security ist eben nicht ausschliesslich eine finanzielle oder technologische Frage, sondern eine der gelebten Kultur und Disziplin. HÜRDEN ZUR EINHALTUNG DER ICT-SICHERHEIT Was sind die grössten Hürden zur Umsetzung und Einhaltung der ICT-Sicherheit? Mehrfachantworten möglich. N=86 Mangelndes Bewusstsein / fehlende Awareness bei den Mitarbeitern 73% Mangelnde Unterstützung durch das Management 31% Mangelndes Security-Know-how / fehlende Fachkräfte im Unternehmen 31% Zu wenig Priorität durch Business (Moving Budgets) 31% Zu wenig Budget 27% Fehlende Grundlagen, Richtlinien, Tools und Methoden 19% Keine ausreichende Schulung der Mitarbeiter 17% Fehlende Produkte und/oder Security-Services 16% Mangelnde Kompetenz und Praxis der Berater und Dienstleister 7% Quelle: MSM Research AG Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_134168 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 07 / 2019

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