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Netzwoche 7/2019

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56 Management & Career

56 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH HWZ bietet neuen EMBA- Lehrgang lba. Die Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) hat einen neuen Executive Master of Business Administration (EMBA) angekündigt. Der EMBA Digital Leadership startet im Frühjahr 2020 und zielt auf eine Vermittlung von Technologieverständnis und unternehmerischer Kompetenz. ▸ Webcode DPF8_132088 Basels Informatiklehrer erhalten Stipendium osc. Ab 2020 ist Informatik Pflichtfach in Schweizer Gymnasien. Dafür braucht es kompetente Lehrer. Aktuell herrsche ein Kampf um Informatiklehrer zwischen den Kantonen, schreibt die «Basellandschaftliche Zeitung» (BZ). Basel wolle daher seinen Gymi-Lehrern die IT-Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule zahlen, heisst es weiter. Auch andere Kantone hätten entsprechende Programme gestartet. ▸ Webcode DPF8_132129 EKKJ nennt elf Forderungen zur digitalen Erziehung osc. Die eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) hat einen Bericht zum Thema «Aufwachsen im digitalen Zeitalter» veröffentlicht. Da rin stellt sie elf Forderungen für die digitale Bildung von Kindern und Jugendlichen. Der Schule soll hierbei eine zentrale Rolle zukommen, aber auch die aus serschulische Kinder- und Jugendarbeit ist gefragt. ▸ Webcode DPF8_132588 Diese Zürcher Firmen bieten beste Work-Life-Balance osc. Die Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann und die Standortförderung des Kantons Zürich haben Unternehmen prämiert, die eine besonders gute Work-Life-Balance bieten. Aus der ICT-Branche sind Swisscom und Liip unter den Preisträgern. ▸ Webcode DPF8_133874 Zürich mausert sich zur Start-up-Stadt jor. Europäische Jungunternehmen haben 2018 so viel Geld eingesammelt wie noch nie. Der Gesamtwert der Finanzierungsrunden stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 21 Milliarden Euro, wie aus dem Start-up- Barometer von EY hervorgeht. In der Schweiz investierten Risikokapitalgeber 2018 insgesamt 1,3 Milliarden Euro in hiesige Start-ups. Im Vorjahr waren es noch 2 Milliarden. Die Studienautoren begründen den Rückgang damit, dass das Ergebnis von 2017 durch einen Deal in Rekordhöhe von fast einer Milliarde Euro zustande gekommen sei. Was das Transaktionsvolumen angeht, belegt die Schweiz im europäischen Vergleich nun Platz vier, hinter Grossbritannien (7,2 Milliarden Euro), Deutschland (rund 5 Milliarden) und Frankreich (knapp 3,5 Milliarden). Auch die Zahl der Finanzierungsrunden habe zugenommen. Für 2018 verzeichnet EY 242 Finanzierungsrunden in der Schweiz. Im Vorjahr waren es 178. Im Städteranking kletterte Zürich mit 92 Finanzierungsrunden neu auf Platz sechs, im Vorjahr lag es noch auf Platz 26. London, Berlin und Paris bleiben gemäss EY die Hotspots der europäischen Start-up-Szene: Fast jede zweite Finanzierungsrunde in europäische Start-ups sei 2018 in einer dieser drei Metropolen verzeichnet worden. Gemäss einer Studie der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich sind Deutschschweizer risikofreudiger Swiss-ICT startet Salärstudie Stephan Schmid, Projektleiter, Swiss-ICT. Ein fairer Lohn ist eine der wesentlichen Grundlagen eines stabilen und möglichst anhaltenden Arbeitsverhältnisses. Dieses gewinnt im sich immer deutlicher abzeichnenden «Mangelmarkt» an Bedeutung. Die Swiss-ICT-Salärstudie bietet regelmäs sig Informationen zu Löhnen im Schweizer ICT-Markt auf Basis von Erhebungen, die direkt in Unternehmen gemacht werden. Die Erhebung der Salärstudie 2019 startete am 1. April. Das Angebot richtet sich ausschliesslich an Firmen. Dieses Jahr enthält die Erhebung einige neue Funktionen, um dem Bearbeiter mehr Sicherheit bei der Erfassung von Lohndaten zu geben. Aber auch eine kontinuierliche Investition in Qualitätssicherungsmassnahmen ist den Verantwortlichen wichtig. Damit wird der Relevanz der mit über 30 000 Nennungen grössten ICT-Salärstudie der Schweiz Rechnung getragen. Um als Unternehmen den grösstmöglichen Nutzen aus den Studienergebnissen ziehen zu können, bieten die Detailauswertungen eine Vielzahl von Informationen, die und gründen 20 Prozent mehr Unternehmen als Westschweizer. In Sachen Unternehmensgrösse oder Erfolg bestünden jedoch keine Unterschiede. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_131503 mit den aggregierten Daten zur Verfügung gestellt werden. Diese detaillierten Auswertungen stehen ausschliesslich den teilnehmenden Unternehmen gegen eine Nutzungsgebühr zur Verfügung. Allen Auswertungen gleich sind die Möglichkeiten, etwa nach Branchen, Regionen oder Unternehmensgrösse zu differenzieren. Dies funktioniert besonders komfortabel bei den Onlineauswertungen die ab diesem Jahr auch für mehrjährige Auswertungen konfiguriert sind. Für den breiten Markt stehen die Standardauswertungen mit Basisinformationen zu jedem Berufsbild zur Verfügung. Onboarding weiterhin möglich Ausführlichere Informationen zur Studie finden Sie auf der Swiss-ICT-Website. Bis zum 14. Juni können interessierte Unternehmen an der Studie teilnehmen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_133268 Esteban Castle / unsplash 07 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Event 57 Wer Talente will, muss sich bewegen Wie finden Unternehmen Spezialisten für ihre IT-Projekte? Was erwarten Mitarbeiter heute von ihrem Arbeitgeber und ihrem Arbeitsplatz? Und liegt die Ursache für den Fachkräftemangel vielleicht bei den Firmen? Antworten auf diese und weitere Fragen gab es an der Arbeitswelten-Konferenz von Swiss-ICT in Zürich. Autor: Oliver Schneider « ‹Ich bin fast fertig›, ist das Schlimmste, was ein Projektleiter von seinen Mitarbeitern hören muss. » Eckhard Klockhaus, Nerd und Blogger Wenn heute von IT-Herausforderungen die Rede ist, stehen sie ganz oben auf der Sorgenliste der Schweizer CIOs: der Fachkräftemangel und die digitale Transformation. Wie beides zusammenhängt und wie Unternehmen aus der Not eine Tugend machen können, erfuhren die Besucher der Arbeitswelten-Konferenz von Swiss-ICT. Bei strahlend schönem Wetter versammelten sie sich am Sitz von Organisation und Informatik Zürich (OIZ), um Referenten zu lauschen, Cases kennenzulernen und sich auszutauschen. Wieso, agil, warum? Nach der Begrüssung durch Christian Hunziker, Präsident von Swiss-ICT, ging es Schlag auf Schlag. Der Blogger und selbsterklärte Nerd Eckhard Klockhaus gab dem Publikum einen Crashkurs in Sachen Agilität. Los ging es mit einem «Daily Scrum Meeting». Dabei musste jeder im Publikum seinem Nachbarn kurz erzählen, was er gestern alles erreicht hatte, wie es ihm gerade gehe und was er heute zu erreichen gedenke. Klockhaus entzauberte einige Mythen rund um das Hype-Thema Agilität und stellte seine Sicht auf das Thema dar. Für ihn gehe es dabei um die Unternehmenskultur, nicht nur um die Management-Methode. Agilität bedeute, sich auf den Kunden auszurichten, mit Kreativität an ein Projekt heranzugehen und sich vor allem nicht mit einem langen Lastenheft die Sicht auf das Wesentliche zu vernageln. Gerade digitale Projekte liessen sich nicht mehr mit traditionellem Denken realisieren. Es brauche die Bereitschaft, Neues auszuprobieren, Fehler zu machen und sich zu verändern. Unterschätzen dürfe man agile Methoden allerdings nicht, sagte Klockhaus. Missverständnisse müssten vermieden werden, bevor sie grösseren Schaden anrichteten. Ausserdem bleibe die Regel gültig, dass viele Probleme erst in der letzten Phase eines Projekts deutlich würden. «Ich bin fast fertig», sei das Schlimmste, was ein Projektleiter von seinen Mitarbeitern hören müsse. Am Ende müssten die Unternehmen aufhören, Anforderungen hinterherzurennen, sondern sich stattdessen darauf konzentrieren, was machbar sei. So könne Agilität nicht nur zur erfolgreichen Realisierung von Projekten, sondern auch zur höheren Zufriedenheit der Mitarbeiter beitragen. Weiterbildungsstrategien von IBM, M&F Engineering und SFS Drei Unternehmen boten an der Arbeitswelten-Konferenz Einblicke in ihre Weiterbildungsstrategien. Pascale Lenz, Head HR & Member of the Management Board bei IBM Schweiz, stellte die firmeneigene Karriereberaterin «Myca» und eine Schulungsplattform vor, auf der Mitarbeiter Kurse absolvieren und somit Punkte und Abzeichen sammeln können. Der digitale Fussabdruck, den jeder Mitarbeiter bei IBM habe, werde etwa dazu genutzt, um die richtigen Leute für Projekte zu finden. Reto Bättig, CEO des Softwareherstellers M&F Engineering, zeigte, dass der Mangel an Fachkräften oftmals mit überzogenen Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt zusammenhänge. M&F habe das Problem quasi auf den Kopf gestellt und sich entschieden, nicht mehr perfekt ausgebildete Spezialisten mit Berufserfahrung zu suchen, sondern Studienabgänger einzustellen und diese dann mit den nötigen Fertigkeiten auszustatten. Wenn man bereit sei, Zeit zu investieren und mit Partnern zu arbeiten, steige das Potenzial an Fachkräften stark an. SFS aus dem St. Galler Rheintal macht sich das Knowhow am anderen Ende des Karrierespektrums zunutze. Das Industrieunternehmen sucht gezielt nach erfahrenen Mitarbeitern mit Wissen über Legacy-Systeme, wie CIO Reto Buchli berichtete. Diese Neuzugänge machten nicht nur einen «super Job», sondern blieben im Vergleich mit jüngeren Kollegen auch länger. Als international tätiges Unternehmen müsse sich SFS aber schon die Frage stellen, ob man noch selbst ausbilden oder offshoren wolle, sagte Buchli. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_132544 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 07 / 2019

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