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Netzwoche 7/2019

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Swatch gewinnt gegen Apple im Slogan-Streit ssc. Der Streit zwischen Swatch und Apple ist beendet. Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht gab Swatch Recht, wie die «Handelszeitung» schreibt. Gegenstand des Streits war der Slogan «Tick different», den Swatch als Marke schützen wollte. Apple habe dies als Angriff auf seine Kampagne «Think different» gesehen. Das Gericht begründete das Urteil damit, dass die Marke Apple in der Schweiz nicht ausreichend bekannt sei. Ein Widerruf des Konzerns sei daher unzulässig. ▸ Webcode DPF8_133289 Helsana verstösst gegen den Datenschutz jor. Die Helsana hat mit ihrer Gesundheits-App und dem Bonusprogramm Helsana+ gegen den Datenschutz verstossen. Dies befand das Bundesverwaltungsgericht, nachdem der Eidgenössische Datenschutzund Öffentlichkeitsbeauftragte Klage eingereicht hatte, wie SRF.ch berichtet. Die App misst die Aktivitäten der Nutzer, im Gegenzug erhalten diese Barauszahlungen oder Rabatte. ▸ Webcode DPF8_132604 ICT-Index: Softwaresegment frohlockt kfi. Swico hat die Zahlen seines ICT-Index für das zweite Quartal 2019 bekannt gegeben. Mit 113,9 Punkten sei der Wert im Vergleich zum vorigen Quartal zwar um 1,4 Punkte gesunken, liege aber weiterhin deutlich in der Wachstumszone, teilt der Verband mit. Während innerhalb der ICT-Branche die Segmente Software, Services und Consulting von einem rentablen Wachstum ausgehen, rechnet der Teilbereich IT-Technology mit einem unrentableren Wachstum, wie der Swico schreibt. Die Branchen Consumer Electronics (CE) und Imaging/Finishing/Printing (IPF) erreichten nur Werte von 89,2 und 89,7 Punkten. Sie erwarten einen weiteren Rückgang, wie es weiter heisst. Das Softwaresegment der ICT-Branche belege mit 121,5 Punkten auch im zweiten Quartal 2019 noch den Spitzenplatz. Consulting komme auf den zweiten Platz, dicht gefolgt von IT-Services mit 113,5 Punkten. Das Segment IT-Technology bilde mit 103,1 Punkten das Schlusslicht, liege mit 103,1 Punkten aber noch immer über der Wachstumsgrenze. Fachkräftemangel und politische Instabilität Noch immer sei der Mangel an Spezialisten die häufigste Herausforderung in der ICT-Branche. Hohe Personalkosten drückten in der Folge auf die Marge und beeinträchtigten das Umsatzwachstum. Ausserdem kämpfen laut Mitteilung alle Branchen mit Ausnahme des Segments Consulting mit politischer Unsicherheit. Obwohl sich die Werte für die Branchen IPF und CE unter der Wachstumsgrenze befänden, seien sie gestiegen. Der Index der Branche IPF habe beinahe 10 Punkte zulegen können. Der Index der CE- Branche sei mit 0,4 Punkten nur leicht gestiegen. ERWARTETE VERÄNDERUNGEN DER AUFTRAGSEINGÄNGE Die Grösse und Füllung der Blasen zeigen die erwarteten Veränderungen der Auftragseingänge an: Je grösser eine Blase, desto grösser die Veränderung. Eine ausgefüllte Kreisfläche bedeutet eine positive Veränderung, ein leerer Kreis eine negative. Consumer Electronics Consulting IT-Services Konzentration Degeneration Quelle: Swico Software Imaging, Printing & Finishing IT-Technology Rentableres Wachstum Unrentableres Wachstum Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_132804 MÜLLERS KLEINES ABC B wie Bilder Christopher Müller Inhaber und VRP von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Ein Bild soll ja mehr sagen als tausend Worte. Behauptet hat das in den 1920er-Jahren wahlweise der kaum bekannte Fred R. Barnard oder der hochverehrte Kurt Tucholsky. Im Kern geht es darum, dass komplizierte Botschaften leichter mit einem Bild als mit ausschweifenden Umschreibungen zu übermitteln sind. Das gilt besonders dann, wenn Emotionen transportiert werden sollen. Realität: Bilder können das und noch viel mehr. Sie wecken Interesse, lenken die Aufmerksamkeit, schaffen Glaubwürdigkeit, verstärken Botschaften – sofern sie gut sind und klug eingesetzt werden. Aber gerade daran hapert es oft. Das Web jedenfalls ist voll von überflüssigen und belanglosen Bildern. Die passen weder zum Kontext, noch stellen sie Relevantes dar. Dafür sind sie gross, fallen auf und wirken irgendwie modern. Das wird schon reichen, um die Surfer zum Bleiben zu animieren – so das Kalkül. Und so kommt dann die Homepage der Toggenburger Dorfkäserei zu ihrem keimfrei geschrubbten Header-Bild. Das wirkt grad so, als wäre es just aus der Investor-Relations-Broschüre eines Schweizer Nahrungsmittelmultis gehüpft: Zwei Pärchen, junge, schöne, heterosexuelle Menschen, räkeln sich in perfekt ondulierter Natur auf frisch gestärkten Leinentüchern und beissen nebenbei, aber betont fröhlich, in bleiche Käseecken. Gewiss, das ist alles überaus nett anzusehen und professionell ausgeleuchtet. Doch wer interessiert sich schon für junge, glückliche und gutaussehende Menschen, wenn er einen reifen Alpkäse sucht? Bestenfalls wird man das Bild ignorieren, schlimmstenfalls wird man es samt seinem Absender doof finden und weiterziehen. Fazit: Bilder können ihre Stärken nur ausspielen, wenn sie zum Kontext und zum Markenversprechen einer Firma passen. In unserem Fall wären das wohl solche, die für Tradition, Selbstverständnis und vor allem die Produkte des Familienbetriebs stehen. Sie vermögen beim Besucher das wohlige Gefühl zu verstärken, hier am richtigen Ort gelandet zu sein und – wer weiss – den Käse(r) seines Lebens gefunden zu haben. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_133604 07 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 09 Die Microsoft Power Platform im Fokus der «eXtreme 365» in Amsterdam In Amsterdam ist die «eXtreme 365 Europe» über die Bühne gegangen. Der Event fand erstmals zusammen mit dem «User Group Summit Europe» statt. Der Rockstar «Power Platform» war in den verschiedenen Breakout-Sessions omnipräsent. Vom 25. bis zum 27. März 2019 hat in Amsterdam die «eXtreme 365 Europe» stattgefunden. Die Konferenz wird seit 2011 für Microsoft-Partner mit dem Fokus auf Dynamics 365 und die Power Platform durchgeführt. Organisator ist nicht Microsoft selbst, sondern die Microsoft Business Application Community. Die auf Partner ausgerichtete «eXtreme 365» und die Kunden- und Anwenderkonferenz «User Group Summit Europe» überschnitten sich am 27. März. Somit wuchs die Teilnehmerzahl am dritten Tag der Veranstaltung von zirka 800 Partnern auf rund 2700 Teilnehmer an. Im Rahmen seiner Keynote gab Luc Van de Velde, General Manager der Dynamic Communities Europe, bekannt, dass er die heute vor allem im Nordwesten Europas stark verbreitete Community ausbauen und auch die restlichen Teile Europas involvieren wolle. Ausser den Keynotes bot das Konferenzprogramm auch zahlreiche auf Microsoft Business Application bezogene Breakout Sessions. Besonders spannend waren die «Frage & Antwort»- Sessions mit dem Dynamics-365- sowie dem Power-Platform-Development-Team von Microsoft oder den anwesenden MVPs. Kees Hertogh, Senior Director Product Marketing Business Application, und Muhammad Alam, General Manager Microsoft Business Application Group, betonten in ihrer Keynote die Wichtigkeit des Digital Feedback Loops zwischen Mitarbeitenden, Kunden, Prozessen und Produkten. Um seinen Kunden die nötigen Möglichkeiten bieten zu können, wird Microsoft weiter in die Bereiche KI, Mixed Reality und in die Power Platform investieren. version»-Prinzips ernst. Was bei Windows 10 und Office 365 schon Standard ist, soll auch beim cloudbasierten Dynamics 365 Standard werden. Alle Kunden sollen eine Version nutzen, die kontinuierlich mit Updates verbessert wird. Was heisst das konkret für Dynamics 365? Im Bereich Customer Engagement (früher CRM Online) werden alle Kunden per April 2019 auf die neueste Version migriert. Danach gibt es jährlich zwei Updates – jeweils im April und Oktober. Hoffnung auf besseren Support Wer gelegentlich mit dem Microsoft-Support für Dynamics 365 zu tun hat, der weiss, dass echte Lösungen und brauchbare Hilfestellungen manchmal einiges an Durchhaltewillen und Zeit voraussetzen. Die Verantwortlichen bei Microsoft sind sich dessen bewusst und stellen Besserung in Aussicht. Eines der kommunizierten Ziele ist, dass jeder Dynamics-365-Kunde, nicht nur die mit Premier Support, in kritischen Fällen innerhalb der ersten Stunde Hilfe bekommen soll – und dies 24/7. Alles in allem kann man von einer gelungenen Konferenz rund um ein vielversprechendes IT-Ökosystem sprechen. Die «eXtreme 365» bot viel Raum für Networking und Wissensaufbau, und dank der Verbindung mit dem «User Group Summit» wurde die Konferenz sehr lebendig. DER AUTOR Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_132626 Tobias Herzog Projektleiter Dynamics 365, IOZ Die Power Platform: vom Neuling zum Rockstar Der dritte Bereich der Microsoft-Business-App-Investitionen hat sich innert kürzester Zeit etabliert. Die Power Platform, bestehend aus den Microsoft-Produkten Flow, Powerapps, Power BI, dem Common Data Service (CDS) und den über 200 Konnektoren zu anderen Applikationen, war in den verschiedenen Breakout-Sessions omnipräsent. Sie hat bereits den Status eines Rockstars. Ihr Vorteil besteht für Unternehmen darin, dass man ohne grosse Programmierkenntnisse systemübergreifende Lösungen bauen kann. Ausser mit «Cloud first and Mobile first» macht Microsoft in Dynamics 365 auch hinsichtlich des «One www.netzwoche.ch © netzmedien ag 07 / 2019

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