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Professional AV & Digital Signage

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Was die grossen Player

Was die grossen Player an der ISE 2020 zeigen ISE Vom 10. bis zum 14. Februar hat in Amsterdam die ISE 2020 stattgefunden. Die Leitmesse für Digital Signage und Professional AV schaffte es auch dieses Jahr wieder, alles, was Rang und Namen hat, in der niederländischen Hauptstadt zu versammeln. Ein grosser Name fehlte dieses Jahr jedoch. Die 17. Ausgabe war aber auch die letzte ISE, so wie man sie kennt. Autor: Coen Kaat Am 14. Februar ist eine Ära zu Ende gegangen. Dieses Jahr am Valentinstag endete nämlich die 17. Ausgabe der Integrated Systems Europe – kurz ISE. Seit über einem Jahrzehnt bringt die Fachmesse für Digital Signage und Professional-AV-Lösungen die ganze Branche im RAI in Amsterdam zusammen. Die diesjährige ISE war jedoch die letzte in der niederländischen Hauptstadt. Ab 2021 findet die Messe in der Gran Via in der Fira de Barcelona statt. Übrigens: Die Messe hat ihre Wurzeln in der Schweiz. Die allererste Ausgabe fand nämlich 2004 in Genf statt. Im Vorjahr waren über 1300 Aussteller und mehr als 81 000 Fachbesucher an die ISE gekommen. «Für 2020 erwarten wir noch eine Steigerung», sagte Mike Blackmann, Managing Director der ISE, im Vorfeld der Messe. Eine der grössten Herausforderungen war es, sicherzustellen, dass die Besucher die für sie relevanten Aussteller leicht finden konnten. Zu diesem Zweck unterteilten die Organisatoren die Messe in sechs Technologiezonen, welche die Navigation für die Messebesucher vereinfachen sollten. Eine ISE-App sollte die Besucher zusätzlich etwa mit Wegweiser-Funktionen unterstützen, sagte Blackman. Die 6 Zonen waren: Audio- und Live-Events, Digital Signa- LG zeigte an der ISE 2019, wie stark der Hersteller seine Displays krümmen kann. ge und DooH, Education Technology, Residential, Smart Buildings und Unified Communication. Panasonic und Ricoh Auch die Aussteller selbst kamen mit teilweise grossen Versprechen an die Messe – wie etwa Panasonic. Der japanische Hersteller wollte in Amsterdam dieses Jahr «die Zukunftstechnologien der AV-Welt» präsentieren. «Die Messebesucher werden am Panasonic-Stand spannende Anwendungsszenarien unserer integrierten AV-Lösungen in verschiedenen Geschäfts-, Lern- und Entertainmentumgebungen kennenlernen und sich dabei inspirieren lassen», sagte Hartmut Kulessa, European Marketing Manager bei Panasonic Business. Der Hersteller wollte zeigen, wie seine Lösungen die gesamte Kette der Content-Produktion vereinfachen und bereitstellen – von der Aufzeichnung und Abmischung über die Distribution bis hin zur Ausspielung. Panasonic ist an der ISE aber auch für seine Showstopper bekannt: auffallende AV-Installationen, welche die Besucher dazu bringen sollen, vor dem Panasonic-Stand stehen zu bleiben. Im vergangenen Jahr vermischte der Hersteller etwa reale Darsteller mit projizierten Elementen – darunter auch projizierte Kleidungsstücke. Ricoh wollte den Messebesuchern derweil seine Neuerungen «zur Unterstützung der Zusammenarbeit, Produktivität und Leistung am Arbeitsplatz» zeigen. Dazu zählt laut dem Unternehmen auch ein neuer proaktiver AV-Managed-Service. Mit dem wolle Ricoh seine Rolle als Workplace-as-a- Service-Provider und globaler AV-Integrator unterstreichen, heisst es vonseiten des Unternehmens. Ein weiteres Highlight am Messestand sei das weiterentwickelte Ricoh Collaboration Board gewesen. Der 75 Zoll grosse Bildschirm wurde gemäss dem Hersteller entwickelt, um die Zusammenarbeit im Unternehmensumfeld und darüber hinaus zu verbessern. Philips, BenQ und Samsung Am Stand von Philips Professional Display Solutions zeigte der Hersteller dieses Jahr seine sprachgesteuerten professionellen Fernseher und neue interaktive Displays. «Unsere Produktvorstellungen auf der ISE 2020 werden unser gesamtes Angebotsportfolio, einschliesslich der neuen Displays für Unternehmen und Bildungseinrichtungen, in eine neue Ära führen», versprach Chris Colpaert, General Manager Philips Professional Display Solutions in EMEA, AP und NA. Der Hersteller hat besonders hohe Erwartungen an die interaktiven Dis- 22 Professional AV & Digital Signage

ISE An der ISE 2019 projizierte Panasonic Kleider auf reale Darsteller. plays. Diese würden etwa in Klassenzimmern genutzt. In Europa liege die Marktdurchdringung in dem Bereich bei lediglich 25 Prozent. «Ein enormes Wachstumspotenzial», schrieb der Hersteller in einer Mitteilung. BenQ hat sich ebenfalls der Besserung der Zusammenarbeit in Unternehmen verschrieben. Ausser den Lösungen für die Bereiche Pro-AV und Einzelhandel bildeten auch interaktive Lernumgebungen sowie die moderne Arbeitswelt in Corporate- Umgebungen zwei Schwerpunkte des Messeauftritts am BenQ- Stand, wie der Hersteller aus Taiwan mitteilte. Als Highlight an der ISE 2020 beschrieb BenQ das neue Duoboard: ein plattformunabhängiges Interactive Flat Panel, das für grosse Konferenzräume gedacht ist. Das Gerät kann laut BenQ gleichzeitig zwei verschiedene Betriebssysteme auf einem Bildschirm anzeigen. Um die Besucher zu sich an den Stand zu locken, plante BenQ die Projektion fliegender Marionetten. Der Platzhirsch an der ISE war auch 2020 Samsung. Der südkoreanische Hersteller hatte wieder eine eigene kleine Halle an der Messe. Dort zeigte er dieses Jahr etwa seine 8k-QLED- Signage-Lösungen. Aber auch «The Wall» sollte die Besucher wieder in den Bann ziehen. Der modulare LED-Screen war bereits im Vorjahr eines der Highlights der Messe. Apropos wiederkehrende Highlights: Samsung hatte auch den Flip 2 wieder im Messegepäck. Dafür fehlte etwas anderes: Gewisse Länderorganisationen, darunter die Schweizer und die deutsche, hatten sich aufgrund des Coronavirus kurz vor Messebeginn abgemeldet. Sicherheitsbestimmungen wegen Coronavirus Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit rund um das Coronavirus – und aufgrund der Meldung der WHO zur Gesundheitskrise – adressierten auch die Organisatoren der ISE das Thema. Die Veranstalter baten die Besucher, gewisse Sicherheitsbestimmungen zu befolgen. So rieten die Veranstalter etwa, sich die Hände während des Messebesuchs häufig zu waschen und zu desinfizieren. Wer sich nicht wohlfühle oder relevante Symptome habe, sollte die Reise an die ISE lieber ganz unterlassen. Da viele Fluggesellschaften Flüge von und nach China bereits gestrichen hatten, rechneten die Organisatoren mit einer geringeren Anzahl chinesischer Besucher und Aussteller. 2019 kamen etwa 3,2 Prozent der Besucher – also rund 2600 Personen – aus China. LG bleibt daheim Eigentlich wollte LG an der ISE 2020 nicht nur Digital-Signage- Lösungen, sondern auch Produkte für den Hotel-TV-Bereich präsentieren. Dazu zählten gemäss dem Hersteller die «Hingucker der CES ebenso wie komplette Neuvorstellungen». Weniger als eine Woche vor Eröffnung der ISE 2020 sagte LG jedoch seinen Messeauftritt ab. Der Grund: ebenfalls das Coronavirus. Bis sich die Lage stabilisiert habe, teilte der Aussteller mit, sei es am verantwortungsvollsten, die Teilnahme an grossen öffentlichen Veranstaltungen zu vermeiden. Nur einen Tag zuvor hatte LG sich bereits vom Mobile World Congress in Barcelona abgemeldet. KI, LED-Signage und Cybersecurity Und was hatte Managing Director Blackman selbst im Vorfeld der ISE 2020 erwartet? «Ich glaube, wir werden sehen, wie sich künstliche Intelligenz (KI) in einer Reihe von AV-Anwendungen durchsetzen wird», sagte er. Im Bereich Digital Signage werde KI bereits genutzt. Viele Anbieter sähen aber auch in anderen, kundenorientierten Anwendungen noch viel Potenzial – wie etwa in der Gastronomie. KI werde zudem auch eingesetzt, um die Qualität von Meetings und die Zusammenarbeit in Unternehmen zu verbessern. «Des Weiteren vermute ich, dass sich an der ISE 2020 der Aufstieg von LED-basierten Displays zeigen wird», sagte Blackman. Denn diese hätten einige Vorteile gegenüber LC-Displays – «und die Preise sinken rapide», ergänzte er. Darüber hinaus hatte die ISE auch einige neue Sessions, wie Blackman sagte, «das Control Rooms Summit und die Cedia Design & Build Conference.» Wie bereits im Vorjahr fanden auch 2020 wieder viele der Konferenzen im Hotel Okura statt. Das Hotel ist etwa 10 Gehminuten vom Veranstaltungsort RAI entfernt. Dies sei auch im vergangenen Jahr bei den Besuchern gut angekommen, versicherte Blackman. Neben den Konferenzen veranstaltete Avixa an seinem Stand 20-minütige Flashtrack-Sessions. Cedia bot ein viertägiges Schulungsprogramm an, das mit einem gen Artikel fin- Den vollständi- Workshop zum Thema Cybersicherheiden Sie online www.netzwoche.ch begann. Professional AV & Digital Signage 23

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