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Zukunft-Banking Juli 2020

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Zukunft-Banking-2019-02 1 05.12.19 16:33 16 Gamechanger Zukunft Banking BEST-OF 12. / 13. Juli 2020 | netzwoche.ch/ZukunftBanking | moneytoday.ch Die Best-of-Serie: #ZukunftBanking Seit 2018 produziert #ZukunftBanking die viel beachteten Branchenkampagnen zu den Future Trends in Banking & Finance. #ZukunftBanking setzt die Movers und Shakers, die Makers und Shapers – kurz das Who is Who der Schweizer Topshots – der «New Finance» in Szene. Hier das Best-of #ZukunftBanking der drei letzten Kampagnen. AUTOR: COLIN WALLACE Zukunft Banking BEST-OF SWISS FINTECH BEST-OF DIGITAL MOVERS AND SHAKERS #01/2019 | 26. Mai 2019 netzwoche.ch/ZukunftBanking BEST-OF SWISS BANKING & CRYPTO #02/2019 | 01. Dezember 2019 netzwoche.ch/ZukunftBanking GAMECHANGER DES SWISS BANKING #01/2020 | 12. / 13. Juli 2020 netzwoche.ch/ZukunftBanking Blockchain Elevator Pitch SEITE 12 – 13 Movers and Shakers SEITE 18 – 19 Digitalisierung ist Chefsache DIE GROSSE INTERVIEWSERIE ÜBER DIE ZUKUNFT DES BANKINGS MIT : Hanspeter Rhyner CEO GLARNER KANTONALBANK Martin Keller CEO FALCON PRIVATE BANK Nicolas Durville CEO ZÜHLKE ENGINEERING Günther Dobrauz PARTNER, LEADER PWC LEGAL Jan Brzezek CEO CRYPTO FINANCE Jürg Hunziker CEO AVALOQ GROUP Enter the bright side of banking. Banking im Jahre 2050 Blick in die Kristallkugel #TheNextBigThing First Movers Pitch Digitalisierung ist Chefsache: Die grosse Interviewserie über die Zukunft des Bankings mit: Martin Halblaub CEO, SDX Herbert Scheidt Präsident, SBVg Marc Bürki CEO, Swissquote Hendrik Lang CEO, Finnova Nic Dreckmann COO, Julius Bär catch me if you can. Vision 2050: Finanzplatz der Zukunft 8 C-Levels, 8 Visionen Das neue, offene, digitale Asset-Ökosystem stellt sich vor Seiten 12–13 Jump! Digitalisierung ist Chefsache: Die grosse Interviewserie über die Zukunft des Bankings mit: Karin Oertli COO, UBS Schweiz Guido Bühler CEO, SEBA Thomas Wüst CEO, ti&m Arthur Vayloyan CEO, Bitcoin Suisse Daniela Massaro Country Head, Mastercard Roger Wüthrich- Hasenböhler & Oliver Kutsch Swisscom, CDO & Head of Banking Manuel Krieger & Mathias Imbach Co-CEOs, Sygnum Innovation ist Chefsache : Jörg Gasser Schweizerische Bankiervereinigung Daniel Previdoli Zürcher Kantonalbank Martin Greweldinger Avaloq Christian Brenner philoro Next big thing FinTank by FHNW KYC Spider Gentwo Crealogix Topstorys Swisscom Liquid Banking SEBA Bank & SEBAversity inacta & Tezos PostFinance Swissquote 4T-DLT-Initiative Run run run ! Edition 1: Best-of Swiss FinTech Edition 2: Best-of Digital Movers and Shakers Edition 3: Best-of Swiss Banking & Crypto Edition 4: Gamechanger des Swiss Banking Hanspeter Rhyner: Der CEO der Glarner Kantonalbank steht Rede und Antwort zur Digitalisierungsstrategie der GLKB. Wie wurde sie zu einer der digitalsten Banken der Schweiz? Martin Keller: Als CEO sollte er die Bank nach dem Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MBD wieder auf Kurs bringen. Die Strategie dazu verriet er im Interview. Der Plan ging nicht auf: Die Bank wird den Bankbetrieb voraussichtlich 2021 einstellen. Jan Brzezek: Der Gründer und CEO der Crypto Finance AG gab Einblicke in die Welt der Krypto-Assets. Brzezek hat den richtigen Riecher: Die Tochterfirma Crypto Fund erhielt als erster Krypto- Asset-Manager in der Schweiz die FINMA-Lizenz. Günther Dobrauz-Saldapenna: Wie wird die Digitalisierung den Berufsalltag von Juristen und Anwälten verändern? Wie die «law firm of the future» aussehen? Darüber sprach Günther Dobrauz-Saldapenna, Partner und Leiter PwC Legal Schweiz. Martin Halblaub: Mit Digital Exchange SDX plante SIX 2018 die vollständig integrierte Infrastruktur Handel, Abwicklung und Verwahrung digitaler Assets. Ein «neues digitales Asset-Universum». Martin Halblaub sollte als SDX- CEO die Vision realisieren und sprach im Interview über seine Pläne. Herbert Scheidt: Der oberste Banker der Schweiz sprach mit #ZukunftBanking über Open Banking. Wieso es wichtig ist, und weshalb ein staatlich verordnetes Banking eine schlechte Idee ist. Marc Bürki: Er gründete 2001 ein Fintech, bevor es den Begriff «Fintech» überhaupt gab. Swissquote ist die älteste Digitalbank der Schweiz. Trotzdem hat die Bank keinen Vorsprung zur digitalen Konkurrenz. Doch das stört Bürki nicht, wie er im Interview sagt: Banken sollten von Start-ups herausgefordert werden. Vermögensverwaltung 2030: Die Millennials sind im Anmarsch. Und Vermögensverwalter haben Mühe, sich der neuen Kundschaft anzupassen. Deloitte schilderte vier Szenarien, wie Vermögensverwaltung in zehn Jahren aussehen könnte. Thomas Wüst: Neo-Banken treiben etablierten Banken den Schweiss auf die Stirn. Der Gründer und CEO von ti&m verrät im Interview, wie etablierte Banken gegen Revolut, Google und Co. bestehen können: Es braucht nicht nur Mut, sondern auch eine moderne, offene IT. Arthur Vayloyan: Blockchain schaltet Intermediäre aus. Bedeutet dies das Ende der Banken? Keineswegs, wenn es nach dem CEO von Bitcoin Suisse geht. Banken können die Blockchain-Technologie auch zu ihrem Vorteil nutzen. Manuel Krieger & Mathias Imbach: Sygnum ist die erste Digital-Assets-Bank der Welt sowie der einzige Digital-Assets- Spezialist mit Lizenzen in der Schweiz als auch in Singapur. Die Gründer und Co-CEOs der Bank haben grosse Ambitionen, wie sich im Interview zeigt. Guido Bühler: Mit SEBA hat der Gründer und CEO eine Art Universalbank für die «New Economy» aufgebaut. Was das heisst und wieso Blockchain überhaupt wichtig für die Zukunft ist, erfahren Sie im Interview. Jörg Gasser: Nicht nur in der Klimadebatte, sondern auch in der Finanzbranche ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Stichwort. Der SBVg-CEO erklärt, was Sustainable Finance überhaupt ist und welche Chancen sich dem Schweizer Finanzplatz dadurch eröffnen. Daniel Previdoli: Die digitale Welt ist eine schnelle Welt – wenn Banken nicht sputen, verlieren sie den Anschluss. Was brauchen Banken in Zukunft, um relevant zu bleiben? Daniel Previdoli, Leiter Products, Services & Directbanking der Zürcher Kantonalbank, klärt auf. Christian Brenner: Die Schweiz liebt Gold als Anlageklasse. Doch Banken verlieren ihre Stellung als Ansprechpartner an Privathändler. Der CEO von philoro erklärt, wieso dem so ist. Und weshalb Gold und Bitcoin sich eigentlich recht ähnlich sind. Covid-19: Der ungebetene Gast auf jeder Party. Die Movers und Shakers, Shapers und Makers der Finanzbranche geben ihre Einschätzung ab, wie das Coronavirus die Finanzbranche nachhaltig verändert.

12. / 13. Juli 2020 | netzwoche.ch/ZukunftBanking | moneytoday.ch Zukunft Banking GAMECHANGER Gamechanger 17 Diese Themen sind die Gamechanger in der Schweizer Finanzindustrie 2020 wird als Jahr der Coronakrise in die Geschichtsbücher eingehen. Aber auch Themen wie Künstliche Intelligenz, Blockchain und Tokens werden den Schweizer Finanzplatz prägen. Wie, erklären drei Hochschuldozenten von HSLU, Uni Zürich und HWZ. INTERVIEWS: MARC LANDIS Geht es um Daten, sitzen Banken quasi vor einem wirren Haufen Spaghetti statt vor einer sauber geschichteten Lasagne. Rino Borini leitet an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich den CAS-Lehrgang «Digital Finance», ausserdem ist der Unternehmer Verwaltungsrat des digitalen Vermögensverwalters Descartes Finance. Digitale W ährungen, die von Zentralbanken emittiert werden, erleben derzeit einen grossen Hype. Thomas Puschmann ist Director Swiss FinTech Innovation Lab der Universität Zürich. Wie wird die Coronakrise die Digitalisierung in der Finanzindustrie beeinflussen? Rino Borini: Covid-19 hat viele eines Besseren belehrt: Sehr wohl geht Homeoffice, sehr wohl können Kunden via Remote-Tools betreut werden, sehr wohl sind Kunden offen für digitale Bankangebote. Dennoch, der physische Kontakt bleibt ein wichtiger Touchpoint. Es geht nun darum, Kundenerlebnisse stringent in eine Omnichannel-Welt zu führen, mit aller Konsequenz. Die zentrale Frage lautet aber: Beschleunigt Covid-19 die Digitalisierung oder den digitalen Wandel? Die Finanzindustrie muss in Ökosysteme eintreten, neue Geschäftsmodelle entwickeln und den Plattform- Gedanken fördern. Das heisst investieren in Ökosysteme, Technologie und Mensch – Letzterer ist ganz wichtig. Ob das richtige Mindset überall vorhanden ist, bezweifle ich, denn Digitalisierung ist nicht gleich digitale Transformation. Wie wird Künstliche Intelligenz den Umgang mit Daten in der Finanzindustrie verändern? Künftig müssen Banken, basierend auf unseren Daten, sinnvolle Finanzlösungen liefern, die vorausschauend sind. Open Banking ist bereits da, und das ist ein globaler Trend. Doch Banken haben oft ihre Daten nicht wirklich im Griff. Daten sind aber die Basis für intelligente Algorithmen. Bildlich gesprochen: Geht es um Daten, sitzen Banken quasi vor einem wirren Haufen Spaghetti statt vor einer sauber geschichteten Lasagne. Zudem ist das richtige Mindset in einer digitalen Ära wichtig. Einfach sagen, wir machen jetzt bisschen Künstliche Intelligenz, wird nicht zum Erfolg führen. Es braucht ein komplett neues Setup innerhalb von Organisationseinheiten. Wie wird die Verbreitung von Blockchain- Technologie und Krypto-Währungen die Finanz industrie beeinflussen? Wir sind am Anfang einer Entwicklung. Blockchain kann das globale Finanzsystem effizienter machen. Und Krypto-Assets wachsen langsam, aber kontinuierlich weiter. Es gibt jetzt schon viele professionelle Kunden, die in Krypto-Assets investieren. Aber es braucht sehr viel Zeit, bis die breite Masse dabei ist. Künftig gehören traditionelle und Krypto-Anlagen in einen holistischen Beratungsansatz. Spannend finde ich, wie Generation Z und die Jüngeren der Gen Y sich gegenüber Krypto verhalten. In den USA ist der Mobile-Payment-Dienst CashApp sehr beliebt und die verdienen bereits gutes Geld mit Bitcoin & Co. Zudem gibt es viele Plattformen im sogenannten Decentralized-Finance-Bereich. Nicht zu vergessen ist, dass Generation Y und Z kaum je eine Bankfiliale von innen gesehen haben. Was werden tokenisierte Assets im Anlageverhalten von Investoren bewirken? Tokenisierte Assets bieten Kunden ganz neue Möglichkeiten im Umgang mit Vermögen. Immobilien, Luxusuhren, Gemälde etc. können in Tokens umgewandelt werden. Aber auch Kredite für KMU könnten einfacher über eine Token-Plattform abgewickelt und handelbar gemacht werden. Es entstehen ganz neue Geschäftsmöglichkeiten, super spannend für Finanzinstitute. Sogar ich habe einen eigenen Token. Wer Lust hat, kann diesen kaufen. :-) Kryptowährungen können interessant sein als neue Anlageklasse oder im Bereich der Auslandstransfers. In der heutigen Form werden Kryptowährungen selbst die Finanzindustrie aber nicht signifikant verändern. Andreas Dietrich ist Institutsleiter am IFZ der Hochschule Luzern. Wie wird die Coronakrise die Digitalisierung in der Finanzindustrie beeinflussen? Andreas Dietrich: Die Coronakrise verstärkt und beschleunigt den bestehenden Digitalisierungstrend. Unter anderem hat es den Bereich des mobilen Bezahlens aber auch von kollaborativen digitalen Tools bestärkt. Auch innerhalb der Finanzinstitute (Zusammenarbeit, Meetings etc.) hat die Coronakrise aufgezeigt, in welchen Bereichen die Digitalisierung Nutzen stiften kann. Wie wird Künstliche Intelligenz den Umgang mit Daten in der Finanzindustrie verändern? Der Umgang mit Daten gewinnt weiter sehr stark an Bedeutung. Eine clevere Nutzung der Daten erlaubt sowohl Ertragssteigerungen als auch Kosteneinsparungen. Des Weiteren können gewisse Risiken reduziert werden. Wie wird die Verbreitung von Blockchain- Technologie und Krypto-Währungen die Finanz industrie beeinflussen? DLT kann in gewissen Bereichen der Verarbeitung und der Speicherung zu Effizienzverbesserungen und zu teilweise neuen Finanzmarkt- und Bank-Infrastrukturen führen. Kryptowährungen können interessant sein als neue Anlageklasse oder im Bereich der Auslandstransfers. In der heutigen Form werden Kryptowährungen selbst die Finanzindustrie aber nicht signifikant verändern. Was werden tokenisierte Assets im Anlageverhalten von Investoren bewirken? Die Tokenisierung von traditionellen Assetklassen wie Bonds, Aktien etc. wird einen geringen Einfluss auf das Anlageverhalten der Investoren haben. Die Tokenisierung von Real Assets wie Immobilien, Oldtimern, Kunstobjekten oder Luxusgütern kann hingegen eine auch für weniger vermögende Kunden interessante neue Anlageklasse schaffen. Wie wird die Coronakrise die Digitalisierung in der Finanzindustrie beeinflussen? Thomas Puschmann: Corona war ein Katalysator für die Digitalisierung und hat dazu geführt, dass Konsumenten plötzlich nur noch digital mit Unternehmen interagieren konnten. Es ist anzunehmen, dass die intensivere Nutzung digitaler Dienste in der Finanzindustrie noch weiter zunehmen wird. Wie wird Künstliche Intelligenz den Umgang mit Daten in der Finanzindustrie verändern? Bei Künstlicher Intelligenz (KI) ist zwischen schwacher und starker KI zu unterscheiden. Während die schwache KI auf Software abzielt, die Teile menschlicher «Intelligenz» wie etwa das Auswerten von Daten, den Einsatz von Chatbots etc. ergänzt, hat die starke KI die vollständige Substitution menschlicher Intelligenz zum Ziel. Beispiele aus dem militärischen Bereich sind etwa Robotersoldaten. So könnte Software beispielsweise aus der Verknüpfung von Daten neue Dienstleistungen entwickeln (Produktentwicklung), diese bewerben (Marketing), an Kunden vertreiben (Verkauf), die Abwicklung dieser Produkte übernehmen (Zahlungs-, Wertpapier- und Kreditabwicklung) sowie die Verwaltung organisieren (Beschaffung bzw. «Ökosystem-Vernetzung», Personal bzw. «Avatarwesen», IT bzw. «KI» etc.). KI würde demnach eine Bank vollständig selbst organisieren. Wie wird die Verbreitung von Blockchain- Technologie und Krypto-Währungen die Finanz industrie beeinflussen? Kryptowährungen haben sich als alternative Zahlungsinstrumente einen Namen gemacht. Allerdings ist deren Funktion als Wertaufbewahrungsmittel aufgrund der hohen Volatilität begrenzt. Digitale Währungen, die von Zentralbanken emittiert werden, erleben dagegen derzeit einen grossen Hype. So gibt es derzeit eine Reihe an Projekten wie beispielsweise von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zusammen mit der SNB und weiteren Nationalbanken. Voraussetzung sind Lösungen für digitale Identitäten und KYC. Blockchain generell ermöglicht die Reduktion von Intermediären sowie einen höheren Automatisierungsgrad entlang aller Produktkategorien im Zahlungs-, Anlage- und Kreditbereich. Die Beispiele reichen von Trade-Finance-Lösungen bis hin zu Peer-to-Peer-Versicherungen. Allerdings sind noch einige technische Probleme in den Bereichen Konsensusmechanismen, Performance und Governance zu lösen. Was werden tokenisierte Assets im Anlageverhalten von Investoren bewirken? Das Anlageverhalten verändert sich vermutlich nicht durch Technologie. Allerdings bewirken neue Möglichkeiten auch neue Verhaltensweisen. Wenn es beispielsweise plötzlich möglich wird, als Privatinvestor direkt in tokenisierte Assets zu investieren, dann werden das einige Personen auch nutzen. Dasselbe gilt für institutionelle Investoren, die plötzlich in neue Anlageklassen investieren können. Grosse Veränderungen sind aber sicher in der Wertschöpfungskette der Finanzindustrie zu erwarten. Beispielsweise lassen sich Fonds einfacher und transparenter und mit weniger Akteuren gestalten, als dies bislang der Fall war. Dasselbe gilt auch für Versicherungsverträge, wenn diese vollständig über Smart Contracts digitalisiert werden.

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