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IT for Finance 2017

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« Entscheidend ist der

« Entscheidend ist der Zugang zu den Daten der Bestandssysteme » In Digitalisierungsprojekten sind zu Beginn oft nicht alle Anforderungen bekannt. Deshalb ist es wichtig, eine agile Projektmethode zu wählen, die ein iteratives Vorgehen ermöglicht. Interview: Marc Landis BANKING Wie müssen Business und IT zusammenarbeiten, um eine zentrale Datenplattform aufbauen zu können? Philipp Künsch: Die Zusammenarbeit erfolgt mit Einbezug eines meist externen, IT-affinen Branchenexperten. Initial erarbeitet das Business, ausgehend von der Vision, die fachlichen Anforderungen. Der in diesen Prozess eng eingebundene Branchenexperte transformiert diese mit Einbezug der betroffenen Stakeholder in ein Lösungsdesign. Die IT-Abteilung stellt den Zugang zu den einzubindenden Systemen und den Schnittstelleninformationen sicher und koordiniert alle betroffenen Parteien. Während der Realisierung ist die IT für die Bereitstellung der technischen Plattform besorgt. Der Branchenexperte steuert die Entwicklung entsprechend der verwendeten Methodik. Das Business validiert die Ergebnisse und steht beratend zur Verfügung. Während der Einführung koordiniert die IT übergreifende Abnahmetests. Welche technischen Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein? Entscheidend ist der Zugang zu den Daten der Bestandssysteme. Wichtig ist auch die korrekte Auslegung und Konfiguration von Netzwerk, Firewall und Proxy für den sicheren Datenaustausch. Unsere Applikationsplattform Datalizard G4 benötigt für den Betrieb einen Applikations- und Datenbankserver. Letzterer dient als Speicher für Metadaten, Datenmappings und erweiterte Masterdaten. Das GUI für Endbenutzer ist browserbasiert und benötigt keine speziellen Plug-ins. Wie sind die Zugangsberechtigungen zu diesen Masterdaten zu managen? Ein Rollenkonzept definiert den Zugriff auf die verschiedenen Datendomänen. Für jede Information müssen «Datenbesitzer» und «Datennutzer» bestimmt werden. Dabei müssen auch Anforderungen bezüglich der Vertraulichkeit bestimmter Daten, etwa Kundendaten, berücksichtigt werden. Dank der Enterprise- Architektur von Datalizard G4 sind Datensicherheit und Datenkonsistenz jederzeit gewährleistet. Die Masterdaten werden versionisiert abgelegt. Die dafür notwendigen komplexen Datentransaktionen werden dabei eigenständig von Datalizard G4 abgehandelt, inklusive Validierung nach verschiedenen Gesichtspunkten. Sämtliche Datenzustände sind sowohl reproduzier- als auch nachvollziehbar. Es ist jederzeit bekannt, wer wann welche Transaktionen getätigt hat. Philipp Künsch, CEO, Datalizard. Welche Aufgaben kommen Datalizard in so einem Digitalisierungsprojekt zu? Datalizard übernimmt oft die Rolle des externen Branchenexperten und führt die Lösungsumsetzung auf Basis der Applikationsplattform Datalizard G4 durch. Zudem stellen wir die Weiterentwicklung von Datalizard G4 sicher und gewähren Support für die Lösung. Auf Kundenwunsch übernehmen wir zusätzlich den Betrieb der Plattform. Bewährt hat sich auch das Modell Entwicklung durch Datalizard, Weiterentwicklung und Unterhalt durch den Kunden mit begleitendem Coaching durch Datalizard. Was sind die Erfolgsfaktoren in einem entsprechenden Projekt? In solchen Projekten sind zu Beginn oft nicht alle Anforderungen bekannt oder nicht formuliert. Somit ist es wichtig, ein agiles Projekt-Set-up zu wählen, das ein iteratives Vorgehen ermöglicht. Entsprechend ist der richtige Detaillierungsgrad bei der Spezifikation entscheidend. Der Branchenexperte ist sehr früh in das Projekt einzubinden, um seine Projekterfahrung optimal nutzen und eine effiziente und wirtschaftliche Lösung wählen zu können. Ein Schlüssel zum Erfolg ist der aktive Einbezug des Business während des ganzen Projekts. Es spielt eine zentrale Rolle und dementsprechend sind auch die Ressourcen im Projekt bereitzustellen. Wir empfehlen auch, über das ganze Projekt einen Change-Management-Prozess einzurichten. Entscheidend ist die Lösung: Datalizard G4 ermöglicht die Trennung von Technologie und Businesslogik und setzt so den Fokus auf das Wesentliche – das Business. Technische Stolpersteine fallen weg. 23

Swiss Finance + Technology Association geht Partnerschaft ein FINTECH osc. Der Fintech-Verband Swiss Finance + Technology Association (SFTA) lanciert eine Kooperation mit dem Finanzzentrum Abu Dhabi Global Market (ADGM). Wie der Zusammenschluss verschiedener Schweizer Fintech-Start-ups mitteilt, unterzeichneten John Hucker, Präsident der SFTA, und Richard Teng, CEO der Financial Services Regulatory Authority von ADGM, eine entsprechende Vereinbarung. Das Joint Venture soll das Fintech-Ökosystem der beiden Länder stärken und «gegenseitig vorteilhafte Möglichkeiten» fördern, wie SFTA weiter schreibt. Ziel sei ein Austauch von Geschäftsmöglichkeiten, Erfahrungen und Investments zwischen Fintech-Unternehmen aus der Schweiz und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Bereichen Kryptofinanzen, Vermögensverwaltung, Versicherungen und «Ethical Fintech». Die Partnerschaft sei Ausdruck des Versuchs, ein globales Netzwerk von neutralen Fintech-Hubs aufzubauen, so Hucker weiter. Die im Sommer 2015 gegründete SFTA hat laut eigenen Angaben über 550 Mitglieder. Der Verband verfolgt die Förderung des schweizerischen Fintech-Ökosystems und dessen globale Vernetzung. Er unterstützt zudem Fintech-Start-ups, etwa mit dem im September stattfindenden Swiss Fintech Pitch. Abu Dhabi Global Market ist ein ebenfalls seit 2015 bestehendes Finanzzentrum in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate und soll die Stellung des Landes als global vernetztes Finanz- und Wirtschaftszentrum unterstützen. Synergien bei Kryptofinanzen SFTA-Präsident Hucker sieht Synergien insbesondere in den Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_51030 Anzeige Training: The Blockchain Concept Es vergeht kaum ein Tag ohne News-Meldung zum Thema Blockchain oder Kryptowährungen. Welches Konzept steckt hinter Blockchain und wie funktioniert es genau? Kurs: The Blockchain Concept Steigen Sie anhand von realen Use-Cases in die Welt von Blockchain, Kryptowährungen und Co. ein. Der Kurs richtet sich an alle, die wissen wollen, welche Chancen die Blockchain bietet und welche Gefahren sie birgt. Garantierte Durchführung: 14.11. in Zürich (Kurssprache: Englisch) Bleiben Sie up to date! www.digicomp.ch/blockchain Ihr Partner für betriebliche Weiterbildung 044 447 21 21, info@digicomp.ch, www.digicomp.ch 24

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