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Netzwoche 01/2021

10 Business Research Der

10 Business Research Der Arbeitsplatz und die neue Normalität Keine Initiative, keine Promotionsaktion von Technologieherstellern und keine staatlichen Förderprogramme haben der Digitalisierung einen so massiven Schub verliehen wie die Coronakrise. Ohne die digitalen Lösungen, die uns heute zur Verfügung stehen, wären die aus der Coronakrise entstandenen Probleme kaum zu überwinden und der daraus resultierende ökonomische Schaden immens grösser. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Das Thema des mobilen Schaffens, der Remote-Arbeit und der geteilten Arbeitsplätze ist ja nicht neu. Das flexible und mobile Arbeiten ist seit Jahren auf dem Vormarsch, wie unsere Studienarbeiten der letzten Jahre gezeigt haben. Der feste Arbeitsplatz hat zunehmend an Bedeutung verloren. Die Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice hatte sich bis vor der Coronakrise allerdings noch nicht auf breiter Basis durchgesetzt. Die Pandemie hat die Sicht auf die Dinge nun grundlegend verändert und den Wandel beschleunigt. Die Haltung der Unternehmen gegenüber Homeoffice und mobilem Arbeitsplatz ist unter dem Einfluss der Coronakrise grundsätzlich positiv, eine Mehrheit der Befragten sieht dies als grosse Chance zur Steigerung der Arbeitsplatzattraktivität, Flexibilität und Produktivität. Der Wandel der Arbeitswelten ist nachhaltig. Die Verlagerung der Arbeit in die privaten Umgebungen der Mitarbeitenden wird die traditionelle Arbeitswelt in vielen Unternehmen grundlegend verändern. Insgesamt werden zwei Drittel der Unternehmen das Homeoffice auch in Zukunft weiter ermöglichen, und 50 Prozent der befragten Unternehmen haben entschieden, das mobile Arbeiten und Homeoffice weiter gezielt zu fördern und auszubauen. Diese Entwicklung hat auch direkten Einfluss auf die ICT- Budgets, so werden 2021 die Geldtöpfe für die Schaffung neuer und den Unterhalt bestehender Arbeitsplätze deutlich aufgestockt. Der Anteil der Ausgaben für den mobilen Arbeitsplatz und das Homeoffice an den gesamten ICT- Ausgaben ist beachtlich, rund 24 Prozent entfallen auf mobile Devices, Lösungen, Apps, Netze, Security, Betrieb, Schulung und Professional Services. Die markant gestiegene Mobilität und Verbreitung des Homeoffice ist damit zum starken Pfeiler und Antreiber des gesamten künftigen Wachstums des ICT-Marktes geworden. Die Chance, längst fällige Kurskorrekturen vorzunehmen Wir gehen heute davon aus, dass das Leben und Schaffen nach der Krise anders sein wird und wir nicht in allen Belangen zu alten Gewohnheiten zurückkehren werden. Und gerade mit Blick auf den Arbeitsplatz der Zukunft wird es «die» Lösung kaum geben, es darf also weiter experimentiert werden. Es bietet sich jetzt für manches Unternehmen die Chance, längst fällige Kurskorrekturen in der Arbeitswelt vorzunehmen. Wer alte Modelle nur weiter konsolidiert, wird nichts Neues schaffen und auf künftige Entwicklungen nicht erfolgreich und agil reagieren können. CHANCEN VON HOMEOFFICE UND MOBILEM ARBEITEN Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch Homeoffice und mobiles Arbeiten werden als grosse Chance angesehen zur Steigerung von: Quelle: MSM Research 80% Attraktivität der Arbeitsplätze (auch für neue Mitarbeiter) 63% Flexibilität, Reaktionszeiten und Innovation 32% Kreativität und Produktivität 01 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 11 « Die SCSD sind die wichtigste Plattform für Cybersicherheit in der Schweiz » Am 10. und 11. März gehen die Swiss Cyber Security Days in die dritte Runde. Dieses Jahr startet der Anlass in einem digitalen Format mit der interaktiven Plattform «SCSD 365». Was die Besucher erwartet, sagt Béat Kunz, CEO der SCSD. Interview: Coen Kaat Wie sieht das Konzept für die nächsten Swiss Cyber Security Days aus? Béat Kunz: Die dritten Swiss Cyber Security Days (SCSD) werden im März 2021 vor Ort und online in einem digitalen Format stattfinden. Wir haben uns den aktuellen Vorgaben des Bundes angepasst. Die Keynotes werden entweder vor Ort gehalten oder über audiovisuelle Technologien eingespielt. Lanciert wird parallel dazu die globale, interaktive Plattform «SCSD 365», auf der die komplette Konferenz live übertragen wird. Die neue Plattform erlaubt es, allen an Cybersicherheit Interessierten an der Veranstaltung teilzunehmen. Ausser dem Haupt event in Freiburg sind ab Herbst 2021 noch zwei weitere Side Events in Zürich und Genf geplant. « Geplant war, die Plattform ‹SCSD 365› erst 2022 auf den Markt zu bringen. Stattdessen lancieren wir sie bereits im Januar 2021. » Béat Kunz, CEO, Swiss Cyber Security Days Was ist bewusst genauso geblieben wie im Vorjahr? Die SCSD sind die wichtigste Plattform für Cybersicherheit in der Schweiz. Wir bemühen uns weiterhin, unsere Position auszubauen, neue, interaktive Lösungen für den Markt zu schaffen und wiederum mit einzigartigen und einmaligen Referentinnen und Referenten aufzutreten. Wie hat sich die Coronapandemie auf die SCSD ausgewirkt? Die Situation um Covid-19 hat uns angespornt: Geplant war, die Plattform «SCSD 365» erst 2022 auf den Markt zu bringen. Stattdessen lancieren wir sie bereits im Februar 2021. Zudem haben wir ein digitales Format für unsere Hauptveranstaltung in Freiburg ausgearbeitet, von dem die ganze Community trotz der aktuellen Umstände profitieren kann. Wir haben uns dem Markt angepasst und das neue Konzept den Ansprüchen der Branche. Wir sind 100 Prozent motiviert und hoffen, unsere Partner auch! und ihre speziellen Bedürfnisse im Bereich Cybersecurity ausgerichtet. Mit einer auf die kleinen und mittleren Unternehmen ausgerichteten Sensibilisierung sollen die Cyberrisiken bewusst gemacht werden. Dabei werden auch konkrete Fälle von Angriffen auf Schweizer Unternehmen und deren Folgen diskutiert. Was erwartet die Teilnehmer an den SCSD 2021? Ein spannendes und einzigartiges Programm. Unser Publikum darf auf hervorragende Referentinnen und Referenten gespannt sein. Und, natürlich sofern es die Bedingungen erlauben, einmalige digitale Networking-Möglichkeiten: persönliche Kontakte mit unseren Experten, Ausstellern und Sponsoren. Was ist Ihr persönliches Highlight? Ich freue mich auf den KMU-Tag am 11. März 2021. Dieser Tag mit einem integrierten Sonderprogramm ist auf KMUs Welche thematischen Schwerpunkte setzen Sie dieses Jahr? Die Kernthemen sind «nationale Sicherheit», «Industry and KMU» mit Technologien, Datenschutz, IoT, künstliche Intelligenz oder 5G sowie «Identity» mit Privatsphäre, Gesichtserkennungstechnologien und der Einfluss auf die physische Sicherheit. Im Hauptkonferenzteil der SCSD 2021 stehen neben laufenden Aktualitäten vor allem Themen im Vordergrund, die Sinn und Zweck in den Cyberraum zurückbringen sowie der gegenwärtig in erster Linie auf Profit ausgerichtete Einfluss der Digitalisierung auf Gesellschaft, Gesundheit, Politik, Wirtschaft und Individuen. Das vollständige Interview finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 01 / 2021

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