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Netzwoche 02/2020

08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Eine weitere Billionen- Dollar-Firma mbr. Alphabet, der Mutterkonzern von Google, erreicht erstmals einen Börsenwert von über einer Billion US-Dollar. Damit ist das Unternehmen eine von vier US-Firmen, die diese Marke jemals geknackt haben, wie «Der Standard» berichtet. Die ersten beiden Firmen, die das geschafft hätten, seien Microsoft und Apple gewesen. Auch Amazon habe sich in diesen Sphären aufgehalten, sei jedoch unterdessen wieder unter die magische Marke gefallen. In Winterthur wird gebaut – nur für wen? osc. In Winterthur entsteht ein neues Rechenzentrum für mehr als 60 Millionen Franken. Der Bauherr: Vantage Data Centers, wie «Blick» berichtet. Wer den Bau in Auftrag gab, ist nicht bekannt. Als wahrscheinlicher Kandidat wird Amazon Web Services (AWS) gehandelt. Das RZ entsteht an der Bahnstrecke nach St. Gallen und soll noch dieses Jahr den Betrieb aufnehmen. Auch Erweiterungsbauten seien geplant. Vantage Data Centers baut Rechenzentren für Grosskunden. Die Post kehrt Healthlink den Rücken sma. Die Schweizerische Post zieht sich als Partner aus dem Schweizer E-Health-Projekt Healthlink zurück, wie die Post auf Nachfrage bestätigte. Healthlink ist ein Projekt von Axsana, Nexus Schweiz und der Post. Es habe laut der Post unterschiedliche Vorstellungen über die Rollenverteilung gegeben. Nexus Schweiz und die Post waren als Partner verantwortlich für die Infrastrukturkomponenten des Projekts. Für den geplanten Start von Heathlink soll der Verlust des Partners keine Konsequenzen haben. Die elektronischen Patientendossiers sollen Mitte April eingeführt werden. Weltweite IT-Ausgaben steigen wieder rja. Die weltweiten IT-Ausgaben steigen 2020 wieder an, wie Marktanalyst Gartner prognostiziert. Nachdem das Unternehmen für das vergangene Jahr noch ein Wachstum von lediglich 0,4 Prozent errechnet hatte, kündigt es für 2020 eine Steigerung von 3,4 Prozent auf 3,9 Billionen US-Dollar, an. 2021 dürfte die 4-Billionen-Dollar-Grenze überschritten werden. 2019 hätten politische Unsicherheiten die Weltwirtschaft nahe an eine Rezession gebracht, schreibt Gartner in der Mitteilung weiter. Diese sei dann aber nicht eingetreten, und sie sei auch für 2020 und darüber hinaus nicht das wahrscheinlichste Szenario. «Mit dem Rückgang der globalen Unsicherheiten erhöhen Unternehmen ihre IT- Investitionen, da sie ein Umsatzwachstum erwarten», lässt sich Analyst John-David Lovelock zitieren. Allerdings passten sie ihr Ausgabeverhalten auch ständig den neuen Gegebenheiten an. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Software legt zu, Hardware kaum Das grösste Wachstum erwartet Gartner im Softwarebereich. Die Ausgaben dürften 2020 um 10,5 Prozent steigen. Markttreiber seien Unternehmenssoftware und der Einsatz von Software-as-a-Service. Auch Software, die nicht aus der Cloud komme, dürfte zulegen, wenn auch mit geringerer Geschwindigkeit, heisst es in der Mitteilung weiter. Bild: ipopba / iStock.com Mit einem Wachstum von lediglich 0,8 Prozent steht der Hardwaremarkt am Schluss des Wachstums-Rankings. Der starke US-Dollar habe eine dämpfende Wirkung auf die Ausgaben für Geräte, kommentiert Gartner die Prognose. In Grossbritannien rechnet der Marktforscher gar mit einem Rückgang der Ausgaben für PCs, Drucker, Server und externe Speichersysteme um 3 Prozent. Unispital kauft erneut Mitarbeiterhandys rja. Apple hält Einzug ins Unispital Zürich (USZ). Wie der «Tagesanzeiger» schreibt, will das USZ sämtliche Angestellten mit iPhones ausrüsten. Die Kosten für den Beschaffungsauftrag (Geräte und Abonnements) belaufen sich auf 11,5 Millionen Franken. Die Smartphones ermöglichten es, medizinische Spezial-Apps zu nutzen, begründet das Spital gegenüber dem «Tagesanzeiger» die Entscheidung. Mitarbeiter bekamen schon 2018 neue Handys Nicht alle Angestellten sind mit der Neubeschaffung zufrieden. «Ich verstehe nicht, weshalb wir ein iPhone brauchen», zitiert die Zeitung einen Arzt. Mit den neuen Geräten gehe insbesondere die Verpflichtung einher, privat erreichbar zu sein. Ausserdem bezweifelten einige Angestellte, ob die Geräte robust genug seien, um im hektischen Spitalalltag lange zu bestehen. Irritierend ist auch, dass das USZ erst 2018 allen Angestellten neue Handys besorgt hatte: Damals seien Pager durch «persönliche tragbare Telefone» ersetzt worden – zu 90 Franken pro Gerät; Gesamtkosten: etwas über 350 000 Franken, heisst es im Bericht weiter. Wie die Medienstelle dem «Tagesanzeiger» mitteilt, seien diese «Featurephones» immer schon als Übergangslösung gedacht gewesen, und Smartphones hätten 2018 die funktionellen Bedürfnisse noch überstiegen. Viele Spitäler investieren grosse Summen in die Digitalisierung. Zuletzt hatte das Berner Inselspital bekannt gegeben, spätestens in vier Jahren mit Epic ein neues klinisches Informationssystem in Betrieb zu nehmen. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch 02 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 09 Die ICT-Branche startet heiter ins neue Jahrzehnt Zum 18. Mal hat die ICT-Networking-Party die Entscheidungsträger der Branche in den Berner Kursaal gelockt. «Kunst» lautete das Motto. Es ging um die Kunst, sich selbst richtig einzuschätzen, gute Entscheidungen zu fällen und das Publikum zum Lachen zu bringen. Autor: Oliver Schneider Im Berner Kursaal ist die traditionelle Jahresauftaktfeier der ICT-Branche über die Bühne gegangen. Die ICT-Networking-Party wartete laut Veranstalter mit 1400 Anmeldungen auf. Begrüsst wurde das Publikum von Gastgeberin Vania Kohli, die auch das Motto des Abends vorstellte. Nach den «Extremen» im vergangenen Jahr lautete es 2020 schlicht: «Kunst». Als erster Referent des Abends trat Marcel Dobler, Präsident von ICT-Switzerland, auf die Bühne. Er begrüsste das Publikum aus Vertretern von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft im Namen des Branchen-Dachverbands. Anschliessend stellte er drei Felder vor, auf denen er sich in den kommenden Monaten engagieren wolle. Alle drei Felder seien für den Erfolg der Schweiz im digitalen Wandel kritisch, sagte er. ICT-Switzerland-Präsident Marcel Dobler begrüsste die Gäste an der ICT-Networking-Party. Was bei ICT-Switzerland 2020 auf der Agenda steht Erstens: die E-ID. Bis heute verfüge die Schweiz über keine staatlich geprüfte und anerkannte elektronische Identität (E-ID). Ein Unding, so Dobler, denn ein sicheres Login würde die Identifizierung von Schweizerinnen und Schweizern im Internet weitaus einfacher und billiger machen. Gegen das vom Bundesrat beabsichtigte Modell, bei dem Private eine staatlich anerkannte E-ID anbieten, wurde allerdings das Referendum ergriffen. Der voraussichtliche Abstimmungstermin am 27. September 2020 sei deshalb ein wichtiger Termin. Zweitens: die Initiative Graber im Ständerat. Das Arbeitsgesetz müsse flexibler werden, sagte Dobler. Insbesondere bei Führungs- und Fachkräften entsprächen die heutigen Regelungen nicht mehr dem Arbeitsalltag. Viele Arbeits- und Lebensformen seien nach Massgabe des Arbeitsgesetzes illegal, Gesetzgebung und Realität drifteten immer weiter auseinander. Als Lösung schlug Dobler vor, dass Führungskräfte und Spezialisten ihren Arbeitseinsatz im Rahmen eines Jahresarbeitszeit-Modells auf den jeweiligen Bedarf ausrichten könnten. Als Drittes lag Dobler die Berufsbildung in der IT-Branche am Herzen. Die von ICT-Switzerland unterstützte Initiative ICT-Berufsbildung Schweiz schaffe ein breites Bildungsangebot und sei einer der stärksten Treiber für das Fachkräftewachstum. «Sie liefern die Nachfrage, wir liefern das Angebot», sagte Dobler zum Publikum. Um dieses Angebot auch in Zukunft leisten zu können, brauche es die Unterstützung aus der Wirtschaft. Komödiantisches Trio Anschliessend mündete die ICT-Networking-Party in den komödiantischen Teil. Kolumnist Rolf Dobelli stellte Tipps aus seinen mittlerweile vier «Kunst»-Büchern vor. Der Kabarettist Florian Schroeder zog über Werbung, deutsche Politiker und das «Entscheiden in der Multioptionengesellschaft» her. Was das Publikum von Dobelli und Schroeder lernte: Erfahrungen machen glücklicher als Produkte, einen klaren Fokus zu haben ist im digitalen Zeitalter wichtiger denn je, L’Oréal hat eine Menge Shampoos im Angebot – und wenn man sich nicht entscheiden kann, hilft es oft, jemanden mit Ahnung um Rat zu fragen. Am meisten Heiterkeit im Kursaal verbreitete die Komikerin Regula Esposito, besser bekannt als Helga Schneider. Sie zog alle Register des Schweizer Humors, witzelte mal kleinlaut, mal lauthals über Klimasünden, Grosseinkäufe, SUVs, empfindsame Melonen, freundliche Berner und unfreundliche Besuche in Zürcher-Hipster-Restaurants. Nach diesem Trio eröffnete Gastgeberin Vania Kohli den gemütlichen Teil der ICT-Networking-Party. Bevor es bei Bier und Kaffee ans Networken ging, gab sie noch den Termin für die nächste Ausgabe des Events bekannt: der 21. Januar 2021. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 02 / 2020

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