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Netzwoche 03/2020

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30 Web Aktuell

30 Web Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Google will eigenem App- Wirrwarr ein Ende setzen mbr. Google arbeitet an einer Handy-App für Unternehmen. Sie soll bestehende Applikationen aus der G Suite, wie Gmail und Google Drive, zu einer einzigen Kommunikations- App vereinen – und so abtrünnige Nutzer zurückgewinnen. Google plant eine Chat-App, welche die unterteilten Hangout-Varianten mitsamt anderen Tools bündelt, wie «The Verge» schreibt. Zattoo gewinnt US- Fernsehpreis Emmy mbr. Zattoo erhält einen Emmy-Award. Der Schweizer TV- Streamingdienst wird für seine Entwicklung von cloudbasierten TV-Übertragungstechnologien ausgezeichnet. Gewürdigt wurde Zattoos Verfügbarkeit auf fast allen Betriebssystemen und Plattformen. Dazu gehöre auch der Aufbau einer skalierbaren internetbasierten TV-Plattform, die Millionen Zuschauer gleichzeitig bedienen könnten, heisst es in einer Mitteilung. Antivirus-Tool verkauft Daten an Google und Co. ael. Das Antivirus-Programm Avast überwacht PC-User beim Surfen und verkauft die Browser-Daten an Dritte. Zu den Firmen, die laut Recherchen von Motherboard (Vice) und «PC- Magazin» womöglich für solche User-Daten bezahlten, gehören Google, McKinsey, Microsoft und Pepsi. Gesammelt und verkauft wurden die Daten über die Avast-Tochterfirma Jumpshot, die 2013 von der tschechischen IT-Sicherheitsfirma übernommen worden war. «Every search. Every click. Every buy. On every site», lautet das Werbeversprechen von Jumpshot. «PC-Magazin» schreibt: «Avast sammelt die Browser-Historie der Benutzer unter dem Vorwand, dass die Daten ‹entidentifiziert› wurden, um die Privatsphäre zu schützen. Die verkauften Daten können jedoch mit der wirklichen Identität von Personen verknüpft werden.» Wer ist betroffen? Potenziell alle Personen, die auf einem Computer surfen, auf dem das kostenlose Antivirus-Programm Avast installiert ist, beziehungsweise einmal installiert war (und unbemerkt lief). Das Unternehmen selbst gab zuletzt an, über 435 Millionen aktive User pro Monat zu haben. Was für User-Daten wurden verkauft? Das vom Onlinemedium «Vice» und von «PCMag» eingesehene Material enthielt angeblich Informationen zu Google- Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Suchen, Standorte und GPS- Koordinaten auf Google Maps, Personen, die Linkedin-Seiten von Unternehmen besuchten, bestimmte Youtube-Videos und Personen, die Pornowebsites besuchten. «Vice» schreibt dazu: «Obwohl die Daten keine persönlichen Informationen wie etwa die Namen der Benutzer enthalten, enthalten sie dennoch eine Fülle von spezifischen Browsing- Daten, und Experten sagen, dass es möglich sein könnte, bestimmte Benutzer zu deanonymisieren.» Wie verteidigen sich die angeprangerten Firmen? «Motherboard» und «PCMag» kontaktierten über zwei Dutzend Unternehmen, die in internen Dokumenten (der Avast- Tochter Jumpshot) erwähnt werden. Nur eine Handvoll beantwortete Fragen, die sich auf die Browsing-Geschichte der Avast-User bezogen, und sagte, was sie mit den Daten machen. Microsoft liess gegenüber «Motherboard» verlauten, dass es keine aktuelle Beziehung zu Jumpshot gebe. Und Google reagierte nicht auf eine Aufforderung zur Stellungnahme. Ein anderes Unternehmen liess verlauten, die anonymisierten Browsing-Daten würden manchmal verwendet, um eigene Produkte und Dienstleistungen weiter zu verbessern. Dabei halte man sich strikt an die geltenden Gesetze. DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Die Kolumne finden Sie online www.netzwoche.ch Die Vision einer smarten Stadt hört mit der Bereitstellung von Internetschaltern für irgendwelche digitalisierten Behördenprozesse bei Weitem nicht auf. Das Melden von Adressänderungen oder das Stellen eines Baugesuchs per Web ist für viele Gemeinden zwar bereits ein massiver Verbesserungsschritt gegenüber den mühsamen Schaltergängen. Die Digitalisierung solcher Abläufe ist längst überfällig und nicht wirklich der Kern einer innovativen Smart-City-Lösung. Die Vision einer intelligenten Stadtentwicklung, die mit innovativen Lösungen den Bürgern das Leben wirklich leichter macht und alle Strukturen – ob Strom, Wasser, Transport, Verkehr unter Verwendung von fortschrittlichen, integrierten Materialien, Sensoren, Elektronik und Netzwerken mit einbezieht, geht über die Automatisierung der Behördenprozesse weit hinaus. Technologien dazu gibt es zuhauf. Diese jetzt in der Stadt an neuralgischen Stellen zu platzieren ist nicht bloss eine Infrastruktur- und Finanzierungsfrage. Mit der Umsetzung von Smart-City-Visionen entstehen neue Dienste und diese sind anfällig für Störungen aller Art, inklusive Cyberattacken, Wartungsarbeiten, IoT-Stromversorgung und vor allem auch die Bewältigung von Unmengen von relativ sensiblen Daten. Der Einsatz solcher innovativen Technologien stellt die Betreiber in den Gemeinden und Städten vor die Herausforderung, sich mit solchen disruptiven Elementen auseinandersetzen zu müssen. Es kann vermutet werden, dass diese digitalen Investitionen letztlich in der betrieblichen Verantwortung der IT-Organisation landen. Diese kann dann schnell auf dem linken Fuss erwischt werden, wenn sie sich ihr Betriebsmodell auf diese neue Herausforderung ausgerichtet hat. Die Integration der neuen Technologien in den eigenen Technologie-Stack kann man vielleicht noch mit spezialisierten Engineers einkaufen. Aber spätestens beim Betrieb der neuen Smart-City-Dienste werden traditionelle Betriebsprozesse der IT-Organisation nicht mehr genügen. Die digitale Transformation entfaltet und erzwingt eine völlig neue Kultur. Schwerfällige Projekte mit langem Planungs- und Bewilligungshorizont werden einer agilen und flexiblen Herangehensweise mit unscharfen Zielen und Lieferergebnissen weichen müssen. Produkte und Services werden in die Welt der Cloud hineingeboren, aus der diese auch überwacht, integriert und unterstützt werden müssen. Hier muss die IT-Organisation fit werden, wenn sie Vertrauen in der Beherrschung dieser Technologien gewinnen will. Die Anpassung einer entsprechenden IT-Governance verlangt nicht nur politischen Willen, sondern auch Fähigkeiten, die für alle Bürger sichtbaren Services einer Smart City sicher und verlässlich zu liefern. Ohne smarte Vorbereitung kann sich die Bürger-Experience schnell zum schmerzhaften Bumerang entwickeln. Smart City setzt Smart-Betriebsmodell voraus Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 03 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Projects 31 Ihr Webprojekt in der Netzwoche Haben Sie eine Website umgesetzt, ein Redesign vorgenommen oder neue Technologien implementiert? Informieren Sie die Redaktion per E-Mail an desk@netzmedien.ch – mit etwas Glück stellen wir Ihr Webprojekt vor. Wir benötigen folgende Angaben: URL, Datum der Aufschaltung, Kontaktperson, beteiligte Unternehmen (Auftraggeber, Auftragnehmer, Partner) und die genutzten Technologien. Wir freuen uns auf Ihre Eingaben! Autor: René Jaun NEUE WEBSITES www.cambus.ch Berufsfahrer benötigen neben einem normalen Führerausweis eine Reihe zusätzlicher Zertifikate und Dokumente, die sie über verschiedene Portale bestellen müssen. Mit cambus.ch schafft die Vereinigung der Strassenämter in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strassen (Astra) einen Hub für alle benötigten Dokumente. Die Website stellt die notwendigen Ausweise und ihren Zweck vor, listet die anfallenden Kosten auf und erklärt, wie und wo man sie bestellt. Die Chauffeure werden dann direkt zur korrekten Website des zuständigen Amtes weitergeleitet. Die Website ist eigentlich nicht neu. Chauffeure konnten sich dort bislang etwa über Weiterbildungskurse informieren oder auf Fahrprüfungen vorbereiten. Dazu gekommen ist jedoch der «Single Point of Contact» für die Bestellung der Ausweise. Auftraggeber Vereinigung der Strassenverkehrsämter (asa) Auftragnehmer und Partner Blitz und Donner, Bundesamt für Strassen (Astra) Technologie Wordpress Online seit Februar 2020 www.ffhs.ch Die Fernfachhochschule Schweiz gibt es nach eigenen Angaben schon seit 1998. 400 Dozenten unterrichten an die 2400 Studenten in den Bereichen Web Science, Management & Innovation, Gesundheit sowie E-Learning. Nun hat sie ihre Website ffhs.ch neu gestaltet. Dabei sei der «Mobile First»-Ansatz befolgt worden, schreibt Michael Ziska von der Agentur ID-K. Inhalte lassen sich gezielter auffinden und mittels Filterfunktion nach Bedürfnissen des Seitenbesuchers ausgeben. Auf der Website sind Informationen über die Schule, die diversen Bildungsangebote und weitere Dienstleistungen abrufbar. Wer einen Kurs belegen will, meldet sich ebenfalls über ffhs.ch an. www.myjob.ch Das Portal myjob.ch bezeichnet sich als «Das Stellenportal für die Nordwestschweiz», und wurde visuell neu gestaltet. Dem Stellensuchenden steht eine Reihe von Filtern zur Verfügung, um sich die passenden Jobangebote anzeigen zu lassen: So lassen sich Branche, Ort oder gewünschtes Pensum einstellen. Auch gibt es einen neu gestalteten Bereich mit Ratgebern zu Arbeitsleben, Stellensuche und Unternehmensführung. Arbeitgeber, die ihre offenen Stellen bekannt machen wollen, können genau festlegen, wann und wo ihre Anzeige erscheinen soll. Zudem könnten Firmenkunden ihr Inserat mit «Employer Branding» individualisieren und von «vollautomatisierten Insertions- und Verrechnungsprozessen» profitieren, schreibt Auftraggeber CH Media in einer Mitteilung. Auftraggeber FFHS – Fernfachhochschule Schweiz Auftragnehmer und Partner ID-K Kommunikationsdesign, Ads&Figures, Brainarium, Intersim Technologien TYPO3 Version 9 LTS; PHP, MySQL, SOLR, Bootstrap, jQuery, HTML5, SASS Online seit November 2019 Auftraggeber CH Media (Digitalbereich) Auftragnehmer und Partner Xiag, interne Partner bei CH Media Technologien Single Page Application mit Server Side Rendering; Rendering via react.js. Sphinx für die Suchfunktion; AMD-Epyc-basierter Cluster. Online seit Januar 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2020

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