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Netzwoche 05/2022

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Business Hintergrund 19

Business Hintergrund 19 die Sterbeurkunde des Verstorbenen beilegen mitsamt Kopie des Personalausweises. Abgesehen von der Löschung des Accounts gibt es keine Möglichkeit, das Konto zu verwalten. ·· Kreditkarte: Die Bank sperrt das Konto im Todesfall sofort. Damit es etwa Angehörige bei der Bank rasch wieder freischalten können, sollte man schon zu Lebzeiten gewisse Massnahmen treffen. Die Raiffeisen- Bank etwa gibt zwölf Tipps, um dabei die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zum einen helfe das bewährte Testament, um die Regelungen nach dem Tod für Angehörige zu vereinfachen. Zum anderen könne auch ein Erbvertrag oder eine Todesfallversicherung behilflich sein. Auch beim Onlinebanking wird das Konto gesperrt, bis sich ein Antragsteller mit einem Erbschein ausweisen kann. Erben und Angehörige müssen sich auf das Auskunftsrecht berufen, um Kreditkartenabrechnungen einsehen zu können. Jede Person muss aber laut dem EDÖB selbst aktiv werden und dieses Recht wahrnehmen. Beim US-amerikanischen Zahlungsanbieter Paypal wird es noch etwas schwieriger: Teilweise ist es kompliziert, herauszufinden, ob der Verstorbene ein Paypal-Konto besitzt. Der Zahlungsanbieter verschickt jedoch monatlich Mails, wenn noch ein Guthaben auf dem Konto vorhanden ist. Wenn dann tatsächlich ein Konto existiert, kann das restliche Guthaben gegen die Vorlage eines Erbscheins überwiesen werden. Bei Kryptowährungen gibt es rechtlich noch zu tun Auch Kryptowährungen wie Bitcoin sind Teil des digitalen Nachlasses. Für den Zugriff auf ein solches Vermögen ist weder eine Bank noch ein Staat erforderlich, wie «Dw. com» schreibt – einen Vertragspartner gibt es also nicht. Eine solche Unabhängigkeit bringt teilweise Probleme mit sich. «Man hat keine Anlaufstelle und kann nicht einfach zu einer Bank gehen, wenn man Hilfe braucht. Das ist extrem schwierig für die Erben», sagt die Bankangestellte Svenja Bakmeier. Sie investiert selbst in Bitcoin und hat Kurse zur Nachlassplanung dieser Kryptowährung besucht. Auch hier sind Zugangsdaten wichtig. Wenn die Erben keinen Zugang zum sogenannten Private Key haben, dann sind die Vermögenswerte verloren. Deshalb sollte man ihn sicher verwahren und den digitalen Nachlass dafür ausführlich planen. Rechtlich gesehen gibt es für Bitcoin und Co. noch viel zu tun. Dieser Meinung ist die Juristin Cordula Lötscher. «Es ist wichtig, dass wir in Sachen digitale Vermögenswerte Rechtssicherheit haben», sagt sie. «Diese Art von Vermögenswerten soll auch automatisch auf die Erbinnen und Erben übergehen. Alles andere wäre meiner Meinung nach in einem Rechtsstaat eigentlich nicht haltbar.» Hier habe die Schweiz noch Nachholbedarf. In puncto Kryptowährungen hat die Nachlassregelung in der Schweiz – rechtlich gesehen – noch Nachholbedarf. Bild: Art Rachen / Unsplash i RATSCHLÄGE VOM EDÖB Tipps für die eigene Nachlassplanung Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte EDÖB hat Tipps rund um das digitale Erbe publiziert. Dazu gehören auch Hinweise für die Nachlassplanung: ▪▪ Frühzeitig Gedanken über die digitale Nachlassplanung machen. ▪▪ Stets den Überblick über Internetaktivitäten behalten und Benutzerkonten löschen, die nicht mehr gebraucht werden. ▪▪ Eine Liste mit allen Benutzerkonten samt Zugangsdaten erstellen und sie an einem sicheren Ort aufbewahren. ▪▪ Rechtzeitig eine Person des Vertrauens darüber informieren oder einen digitalen Vererbungsdienst beauftragen. ▪▪ Eine formgültige (handschriftliche oder öffentlich beurkundete) letztwillige Verfügung oder einen entsprechenden Passus in einem öffentlich beurkundeten Testament verfassen. ▪▪ Sich bei den genutzten Internetdiensten darüber informieren, welche Möglichkeiten diese zur digitalen Nachlassplanung bieten. Tipps für Angehörige ▪▪ Einen Überblick über die Onlineaktivitäten der verstorbenen Person verschaffen. (Gibt es eine Vertrauensperson als digitale Willensvollstreckerin und eine Liste mit allen Benutzerkonten?) ▪▪ Wenn nicht vorhanden, sich Zugang zum E-Mail-Konto verschaffen. Die meisten E-Mail-Anbieter gewähren nach Vorlegen des Todes- und Erbscheins Zugriff aufs Konto. ▪▪ Nach kostenpflichtigen Abonnements und Verträgen mit (Online-) Dienstleistern suchen, um diese auf den nächstmöglichen Termin zu kündigen. ▪▪ Benutzerkonten bei Online-Versandhäusern und übrigen Diensten löschen. Den Artikel finden Sie auch online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2022

20 KUNDEN-CASE iWay | Netrium Reibungslose Telefonieintegration in CRM ist essenziell Beim Personaldienstleister Stellenwerk war die Verknüpfung der früheren Telefonielösung mit Salesforce instabil. Dies und die mangelnde Flexibilität des Lieferanten zur Kooperation mit dem IT-Partner förderten den Entscheid, IT, Telefonie und Internet aus einer Hand bei iWay und seinem Partner Netrium zu beziehen. « Die 3CX-Lösung konnte nach rund fünf Wochen Projektdauer zeitgerecht in Betrieb genommen werden und läuft seither zu beinahe 100 Prozent einwandfrei. » Maurice Locher, Inhaber und Geschäftsführer, Stellenwerk Der Human-Resources-Dienstleister Stellenwerk ist seit bald 15 Jahren Ansprechpartner für Unternehmen in den Bereichen Executive Search, Professional Search und beim Einsatz von bis zu 180 temporären Mitarbeitenden. Das inhabergeführte Unternehmen beschäftigt an seinem Hauptsitz in Zürich und an der Niederlassung in Chur rund 20 Mitarbeitende und bietet in der gesamten Deutschschweiz über die genannten Geschäftsfelder hinaus auch weitere HR-Outsourcing-Dienstleistungen wie Outplacement, Direktansprachen und Saläradministration an. Um dem Firmen-Slogan «massgeschneiderte Lösungen fürs HR» gerecht zu werden, muss das Zusammenspiel zwischen Kommunikation aller Beteiligten und den Unternehmensprozessen einwandfrei funktionieren. Die bestehende Cloud-Telefonie-Lösung lief allerdings nicht stabil genug. «Wir hatten viele Störungen», erinnert sich Inhaber und Geschäftsführer Maurice Locher: «Bei einigen Mitarbeitenden hat die Telefonie funktioniert, bei den meisten allerdings sehr schlecht, sodass mehrmals mitten im Gespräch die Leitung unterbrochen wurde und man wieder neu anrufen musste.» Zum einen machte die mobile Telefonie-App der früheren Lösung Schwierigkeiten beim Telefonieren mit dem Smartphone, sodass oft nicht unterbrechungsfrei telefoniert werden konnte. Zum anderen war die Verknüpfung von Telefonie und der CRM-Anwendung (Customer Relationship Management) Salesforce nicht stabil. Der Grund dürfte ein Problem der früheren Telefonanlage bei Stellenwerk gewesen sein, die eine störungsfreie Verbindung zwischen den beiden in der Cloud betriebenen Systeme Telefonie und CRM nicht reibungslos ermöglichte. IT, Internet und Telefonie aus einer Hand Neben den technischen Schwierigkeiten spielten auch organisatorische Unwägbarkeiten eine Rolle für die unbefriedigende Situation. Denn das Unternehmen verlässt sich seit längerer Zeit auf die Dienste des Lenzburgers ICT-Dienstleisters Netrium ICT Solutions. Die IP-Telefonielösung wiederum hatte man dannzumal bei einem Schweizer Grossunternehmen beschafft. Während Locher seinen IT-Partner Netrium als typischen KMU-Dienstleister für seine Flexibilität und Zusammenarbeit auf Augenhöhe schätzt, gestaltete sich die Partnerschaft mit dem Telefoniedienstleister zunehmend schwerfällig. Denn anders als bei einem lokalen Servicepartner war kein persönlicher Ansprechpartner vorgesehen. Locher musste erst ein Ticket lösen, bevor sich etwas bewegte. Dabei konnten die Zuständigkeiten nicht in jedem Fall eindeutig ermittelt werden. Die Idee, die bestehende Lösung durch den Lieferanten doch noch zum Laufen zu bringen, wurde schnell verworfen, weil das Vertrauen nicht mehr wiederhergestellt werden konnte. «Der Trade-off der Digitalisierung ist eine Tatsache, mit der wir leben müssen», sagt Locher. «Deshalb wollten wir für alle Belange nur noch einen Ansprechpartner, dem wir vertrauen können.» Er entschied, einen Schnitt zu machen und den ganzen Themenbereich IT, Telefonie und Internet Netrium zu übergeben. Dieser wiederum ist Partner des Internet-Service-Providers iWay und arbeitet über die Internetverbindungen für seine Kunden hinaus auch in Sachen Telefonie mit dem Zürcher Unternehmen zusammen. Denn iWay vertreibt als Titanium-Partner von 3CX, dem Hersteller des gleichnamigen softwarebasierten VoIP-Telefoniesystems (Voice-over-IP), die Lizenzen der virtuellen Kommunikationslösung und betreibt sie auch für seine Kunden als Hosting-Lösung auf den eigenen Servern in den eigenen Rechenzentren. Die Kompatibilität zwischen der Telefonielösung 3CX und Salesforce war einer der Hauptgründe für den Entscheid für 3CX. Es bestand zwar keine Standardschnittstelle zwischen den beiden Lösungen, man hatte bei Netrium gesehen, dass sich beide Systeme optimal integrieren lassen, auch was die mobile Anwendung auf dem Smartphone angeht. Dazu hatte man zunächst eine Testinstallation aufgesetzt, um alle Bedenken hinsichtlich einer nahtlosen Verknüpfung von CRM und Telefonie zu eliminieren. Hinzugekommen sei die Nutzerfreundlichkeit von 3CX. Diese hatte Pascal Gnepf, Leiter Telecom und stellvertretender Geschäftsführer von Netrium, seinem Kunden in einer Live-Demo anschaulich gemacht. Vor allem was die Bedienung der Endgeräte angeht, hatte die Lösung den Kunden überzeugt. Dass die Kosten bei 3CX tiefer zu liegen kommen als bei der Vorgängerlösung, hat den Entscheid positiv unterstützt. Mit dem Umzug der Telefonie wurden auch die Internetzugänge und Telefonieanschlüsse der Standorte Zürich und Chur zu iWay gezügelt. Die Kombination Telefonie und Internet aus einer Hand bei iWay machte denn auch für Netrium die Abwicklung des Projekts insgesamt einfacher. Projektdauer fünf Wochen Begonnen hatte das Projekt im Ursprung bereits Anfang 2020 durch ein erstes Troubleshooting mit dem damaligen Telefonielieferanten. Nachdem die Abklärungen zu keinem brauchbaren Resultat geführt hatten, die Verbindungsprobleme mit den Mobile-Apps auf den Smartphones aber gerade in Zeiten der Homeoffice- Pflicht 05 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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