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Netzwoche 05/2022

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Technology Event 41

Technology Event 41 Service plattformen anbieten, möchte er ansprechen. Seine Vision sei eine «Plattform, wo Sie sich informieren können, um Ihre Risiken abzuschätzen, in Ihrer spezifischen Rolle». Ob diese Vision erreicht werde, wisse er noch nicht, räumte Schütz ein. Die alte Botschaft, neu formuliert Ein traditioneller Teil der SCSD bildet die Analyse der Cyberbedrohung in der Schweiz. Präsentiert wurde diese von Marc Peter, Leiter des Kompetenzzentrums Digitale Transformation an der FHNW, und Nicolas Mayencourt, Leiter der Programm-Kommission der SCSD. Die gute Nachricht: Nachdem ihr Scan letztes Jahr mehr als 113 000 Verwundbarkeiten zutage gefördert habe, seien es diesmal nur noch 106 000 gewesen, erklärte Mayencourt – jedoch noch immer deutlich zu viele. Zudem nehmen die durch Cyberangriffe entstandenen Schäden ein immer grösseres, manchmal existenzbedrohendes Ausmass an. Die Sensibilisierung in der Bevölkerung für Cyberrisiken habe zwar zugenommen, räumt Mayencourt ein, aber: «Wir alle haben das Gefühl, es betrifft uns nicht, und es kann uns nicht treffen», sagte er im Interview, und berief sich dabei auf eine unlängst durchgeführte Studie. Mayencourts Botschaft ist nicht neu: «Hören wir auf, naiv zu sein», sagte er. Allerdings wurde er diesmal noch einmal deutlicher: «Wir sind alle das Problem. Wir sind aber auch alle die Lösung. Und darum: Let's make it happen!» Nicolas Mayencourt, Leiter der Programm-Kommission der SCSD. Die gute Cyberstrategie Ebenfalls eine Keynote hielt Chris Inglis, National Cyber Director der USA und persönlicher Berater des US-Präsidenten Joe Biden. «Die Schweiz ist die Nummer eins in Innovation», lobte er und fügte an: «Sie sind im Moment vielleicht nicht die Nummer eins in Cyber, aber ich glaube, Sie sind dabei, dies zu ändern.» Cybersicherheit sei eine internationale Angelegenheit und erfordere eine gemeinsame Antwort. Gefragt, welche Cybergefahr er als die grösste einstufe, sagte Inglis: «Was mich nachts wachhält, ist in erster Linie keine der Bedrohungen, die wir haben, auch wenn es davon viele gibt. Es ist die vorsätzliche Uneinsichtigkeit, die ich bei so vielen sehe.» Jedes Unternehmen habe die Wahl, sich zwischen «gut» und «nicht gut» zu entscheiden. In seinem Vortrag zeichnete Inglis auf, was eine gute Cyberstrategie ausmacht. Diese müsse sich nicht nur mit Technologie befassen, sondern auch die Themenfelder Menschen und Regeln ansprechen. Weiter hob er drei Prinzipien einer guten Cyberstrategie hervor: 1. Resilience by Design: Sicherheit sollte nicht mehr eine Antwort auf Probleme sein, sondern von Anfang an mitgedacht werden. 2. Verteidigung als gemeinsame Aufgabe: Ein System zu verteidigen, sei ein «menschliches Unterfangen». Hier sollten Ressourcen geteilt und Erkenntnisse kombiniert werden. Doris Fiala, Nationalrätin und SCSD-Präsidentin 3. Aktionen und Konsequenzen: Dabei gehe es nicht nur darum, die Bösen zu bestrafen, hob Inglis hervor. Wer sich im Cyberspace gut verhalte, verdiene auch die Unterstützung seiner Branche oder der Regierung. Inglis schloss mit einem positiven Gedanken: «Wir können die massiven Rechenkapazitäten des World Wide Web nutzen, um gute Dinge zu tun. Ich will aufhören, mich vom Gedanken an Gefahren leiten zu lassen. Ich behalte sie im Auge, aber ich will darüber nachdenken, wo ich hinwill.» Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2022

42 Management & Career Aktuell yzu. Wer gerne Videospiele WWW.NETZWOCHE.CH Firmen drohen Nachfolgeprobleme rja. 15,1 Prozent der Schweizer KMUs müssen in den kommenden Jahren eine Nachfolgeregelung treffen. Zu diesem Ergebnis kommt die Nachfolgestudie des Wirtschaftsprüfungsdienstes Dun & Bradstreet. Die Nachfolgeprobleme sind bei kleinen Unternehmen bis 49 Mitarbeitende am grössten, bei grösseren Unternehmen nur rund halb so gross. In der IT-Branche hadern 11,3 Prozent der Firmen mit der Nachfolge. Das grösste Problem hat das Druck- und Verlagsgewerbe, wo 23,2 Prozent betroffen sind. Fachhochschule gründet «LowCodeLab» rfe. Die Ostschweizer Fachhochschule (OST) hat ein interdisziplinäres «LowCode- Lab» lanciert – ein Kompetenzzentrum für Low-Codebasierte Digitalisierung, wie es in einer Mitteilung heisst. Zum Angebot gehören Schulungen für Citizen Development sowie Beratung bei Auswahl und Einführung von Low-Code-Plattformen. Das Lab will zudem Partnerschaften mit Unternehmen im Bereich Low Code eingehen. Aktuell sind bereits Adesso und Mint Process Solutions Partner. Stiftung gründet Cybersecurity-Wissensplattform kfi. Die Schweizer Stiftung Digivolution hat die Cybersecurity-Wissensplattform DV-Net für Entscheider und Entscheiderinnen angekündigt. Die Plattform soll im öffentlichen und privaten Sektor einfach und schnell helfen, die Sicherheitsherausforderungen der digitalen Transformation zu antizipieren und besser zu meistern. Sie ist auch für den Austausch der Abonnenten und Abonnentinnen gedacht. DV-Net befindet sich bis Ende Oktober in der Pilotphase. Ab November werde der Dienst für alle verfügbar sein. Julius Bär will IT-Talente mit eigenem Game rekrutieren Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch spielt und sich für eine Stelle bei der Bank Julius Bär interessiert, kann sich freuen. Die Bank bietet neu ein eigenes Game an, das Interessierten das Unternehmen näherbringen soll. Gleichzeitig teste das Game das logische und analytische Denken, die Kreativität und die Schnelligkeit der Spielenden, teilt das Finanzinstitut mit. Julius Bär ist nach eigenen Angaben die erste Bank, die solch ein Rekrutierungs-Tool anbietet. Die sogenannte #BeBärChallenge soll aktuelle und zukünftige Tech-Talente in einem bekannten digitalen Umfeld ansprechen. Roblox-Plattform Umgesetzt wurde das Projekt auf Roblox, einer Gaming- Plattform, die es Usern ermöglicht, eigene Minispiele mit bereits entwickelten Komponenten umzusetzen. Das Spiel von Julius Bär besteht aus vier Leveln, bei denen es «kleine Preise» zu gewinnen gibt. Ebenfalls Teil des Games ist ein Showroom, der die Anstellungsmöglichkeiten und das Arbeitsumfeld von Julius Bär aufzeigen soll. Kanton St. Gallen lanciert Digital Talents Program Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch yzu. Im Kanton St. Gallen gibt es neu das Digital Talents Program. Lanciert wurde das Projekt von der IT-Bildungsoffensive des Kantons. Ziel des Programms ist es laut Kanton, Menschen ohne ICT-Background den Branchenwechsel innerhalb eines Jahres zu ermöglichen. Das Programm richtet sich an Personen, die mindestens einen Abschluss ausserhalb des ICT-Bereichs vorweisen können, etwa einen Abschluss der Sekundarstufe II, eine Lehre, Matura oder einen Fachmittelschulabschluss. Während zwölf Monaten sollen die Teilnehmenden dann verschiedene Skills an unterschiedlichen Stationen erlernen. Guido Rouss, Global Head Human Resources bei Julius Bär. «Wir wollten einen ‹Super Mario›-Aspekt in die Bankenwelt bringen», sagt Guido Rouss, Global Head Human Resources bei Julius Bär. «Spiele erfordern Neugier, Agilität und den Willen, die nächste Stufe zu erreichen. Diese Fähigkeiten sind in einem Bankenumfeld sehr gefragt.» Grundausbildung, Academy und Praktika Zunächst durchlaufen die als «Digital Talents» bezeichneten Teilnehmenden eine Grundausbildung, gefolgt von einem achtwöchigen Intensivkurs in einer der Fachrichtungen Tech, Code und Digital Media. Ausserdem besuchen die Talents eine wöchentliche Academy, wo softwaregestützte Programmierkurse stattfinden. Abgesehen von der theoretischen Ausbildung werden die Talente auch zwei fünfmonatige Trainingseinsätze bei verschiedenen Unternehmen absolvieren. Dadurch soll die Lernkurve der Talente gefördert werden. Zudem erhalten die Unternehmen die Möglichkeit, zwei Digital Talents im Arbeitsumfeld kennenzulernen. Während ihrer Ausbildung erhalten die Teilnehmenden einen Praktikumslohn von 1500 Franken pro Monat. Ziel ist es, die Talente in ein reguläres Arbeitsverhältnis zu überführen. Damit soll der Fachkräftemangel im Kanton bekämpft werden. Organisator der Initiative ist das Gewerbliche Berufsund Weiterbildungszentrum St. Gallen (GBS). Für die Intensivkurse ist die Ostschweizer Fachhochschule verantwortlich. Der erste Kurs des Digital Talents Program startet am 25. Juli. 05 / 2022 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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