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Netzwoche 09/2021

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78 Last Curiosities Nun

78 Last Curiosities Nun lässt sich das dritte Auge auch dank der IT öffnen kfi. In gewissen mystischen und esoterischen Kreisen ist es von Bedeutung, das sogenannte «dritte Auge» zu öffnen. Es wird oft auf der menschlichen Stirn dargestellt und soll mehr sehen, als die beiden realen Augen es vermögen. Nie war das wichtiger als in Zeiten von Smartphone-Zombies, die ihre beiden Augen sogar beim Überqueren der Strasse stets auf den Bildschirm gerichtet haben. Etwas Ähnliches hat sich vielleicht auch der südkoreanische Student Paeng Min-Wook vom Londoner Royal College of Art gedacht – und kurzerhand eine Kamera entworfen, die auf der Stirn getragen wird. Bemerkt die Kamera, dass der Kopf sich neigt, öffnet sich gemäss «20 Minuten» das Lid der Kamera und registriert Hindernisse über Ultraschall. Befindet sich eines in unmittelbarer Nähe, ertönt ein lauter Warnton. Obwohl nur ein Kunstprojekt, bringen Nachahmer solche Geräte sicher bald tatsächlich auf den Markt. Also vergesst alle Kulte, Kristalle, Energien und «Der-Weg-ist-das- Ziel»-Mantras: Das dritte Auge gibt’s wohl bald für 19.99 Euro bei Amazon. Sommersprossen mit Bleigeschmack jor. Eine Woche vor dem langersehnten Einzug ins «Big Brother»-Haus leidet Tilly Whitfield plötzlich an Sehverlust. Das Gesicht schwillt an und schmerzt. Sie ahnt den Grund. Auf Tiktok hatte sie ein «Beauty-Tutorial» entdeckt, wie «20 Minuten» berichtet. Etwas wie: So kannst du dir mit Nähnadel und Tinte Sommersprossen ins Gesicht stechen. Dumm nur, dass im Video keine Rede davon war, was für eine Art Tinte für so etwas geeignet sein soll. Whitfield entschied sich für braune Tattoo-Farbe, die sie auf Ebay bestellte. Später sollte sich herausstellen: Die Tinte war ein gefälschtes Produkt mit hohem Bleigehalt. «Ich habe bisher 12 000 Dollar in Arztkosten investiert, um meinen dummen Fehler zu korrigieren», sagt sie gegenüber der «New York Times». Die gute Nachricht: Das Geld ist gut investiert. Vielleicht winkt eines Tages eine vielversprechende Karriere als Vorher-Nachher-Modell. Merkwürdiges aus dem Web CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten Kurznews immer in der Rubrik «Curiosities». Gute Unterhaltung! 5G im Glas 5Gin 5Ginger Beer rja. 5G kann einfach alles. Diesen Eindruck erhält zumindest, wer sich die vollmundigen Werbekampagnen von Netzbetreibern und Tech-Firmen anhört. Doch der US-amerikanische Handynetzbetreiber T-Mobile bewirbt 5G nun mit einer Methode, die über das Hören hinausgeht. Das Unternehmen lancierte Ende Juni nämlich die ersten 5G-Getränke, wie «Der Standard» berichtet. Fans des neuen Übertragungsstandards konnten sich wahlweise einen «5Gin» oder ein alkoholfreies «5Gingerbeer» bestellen. Das für den Gin angewandte Destillationsverfahren passe perfekt zum ultraschnellen 5G-Netz, wirbt der Telko auf der Produktseite, und nannte einen Kaufpreis von 30 US- Dollar pro Flasche. Konsumenten sollten sich jedoch nicht zu sehr an die 5G-Durstlöscher gewöhnen. Es handle sich hierbei um eine limitierte Werbeaktion, lässt T-Mobile verlauten, und das 5Gingerbeer ist inzwischen bereits ausverkauft. Bleibt zu hoffen, dass das 5G-Funknetz etwas länger hält. Eine heisse Angelegenheit san. An Gwyneth Paltrows Vagina kann man sich die Finger verbrennen. Oder zumindest an den Duftkerzen, die nach ihrem Intimbereich riechen sollen. Das behauptet jetzt jedenfalls der Texaner Colby Watson, wie «20 Minuten» berichtet. Nachdem er die kuriose Kerze drei Stunden in seinem Schlafzimmer brennen liess, soll diese plötzlich hohe Flammen geschlagen, das Glas verkohlt und einen schwarzen Brandring hinterlassen haben. Weshalb er sein Schlafgemach mit dem Vagina-Duft von Gwyneth Paltrow anreichern wollte, ist allerdings fraglich. Nach dieser feurigen Einlage verlangt Watson jedoch nun Schadensersatz in Höhe von 5 Millionen US-Dollar von der Schauspielerin. Paltrows Unternehmen Goop, das die Kerzen vertreibt, weist die Vorwürfe zurück. Ob Watsons Anwälte bei der Duftkerzen-Klage den richtigen Riecher haben oder ob die Sache bis zum Himmel stinkt, bleibt abzuwarten. Suche Impfgegner für obskuren Job jor. Gesucht: Redakteur für Reisejournalismus «im impffreien Raum». Solche und weitere skurrile Annoncen finden sich auf impffrei.work – ein Jobportal für «impffreie Arbeitsstellen» in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Logo der Website stellt eine Faust dar, die eine Spritze zerschlägt. Ein Impressum gibt es nicht. Die anonymen Betreiber schreiben lediglich, man sorge dafür, dass keine unseriösen Jobangebote veröffentlicht würden. Wer sucht, findet sie aber dennoch: die besonders zwielichtigen Inserate. Zum Beispiel sucht die sogenannte «Akademie für Transformation und Lebensfreude» jemanden für den «Vertrieb von Quantentechnologie». Im Video zur Anzeige heisst es: «Es ist allgemein bekannt, dass alles aus Energie besteht» – was natürlich völliger Quatsch ist. Im Grunde suchen die jemanden, der eine App vermarkten soll. Diese liefere besondere «Infoboosts», die Energiefelder aktivieren und so das Immunsystem stärken, beim Einschlafen helfen und auch sonst alle Lebensprobleme lösen sollen. Funktioniert aber nur im Abo für 100 US-Dollar pro Monat. Immerhin: Scharlatanerie war auch schon teurer. Bilder: PrettyVectors/iStock.com; vectorpouch/freepik.com; vectorpocket/freepik.com; Teinstud/freepik.com; freepik/freepik.com; insanity100/vecteezy.com; studiostoks/AdobeStock.com; serazetdinov/iStock.com; brgfx/freepik.com; kanoktuch/vecteezy.com; Firebach/iStock.com 09 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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