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Netzwoche 11/2021

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WWW.NETZWOCHE.CH Beim Baloise-Kundendienst nimmt ein Chatbot ab slk. Die Baloise Group hat ihren Kundenservice um einen digitalen Sprachassistenten erweitert. Dieser erkennt derzeit Standarddeutsch und schweizerdeutsche Dialekte, wie der Versicherer mitteilt. Damit sollen lange Wartezeiten und überflüssige Weiterleitungen reduziert werden. Die Lösung entstand in Zusammenarbeit mit Spitch und NTT Data. Bund setzt auf Schnittstellen nba. Der Bund will das Angebot digitaler Behördendienstleistungen ausbauen. Der Bereich Digitale Transformation und IKT-Lenkung (DTI) der Bundeskanzlei soll bis Ende 2021 ein Grundlagendokument zu elektronischen Schnittstellen erarbeiten – das Dokument nennt sich laut Mitteilung «API-Architektur Bund». Darin wird festgehalten, dass die Bundesverwaltung den Zugang zu ihren Behördenleistungen vereinfachen will. Apple und Visa sind leichte Opfer von digitalem Taschendiebstahl Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch 44 Technology Aktuell san. Forschende haben einen Weg gefunden, betrügerische Zahlungen mit Apple Pay von einem gesperrten iPhone durchzuführen. Nötig ist dafür lediglich eine Visa-Karte im digitalen Portemonnaie sowie ein aktivierter Express-Modus. Die Methode gleicht gemäss «Bleepingcomputer» einer digitalen Version des Taschendiebstahls. Sie funktioniert kontaktlos, auch wenn sich das iPhone in einer Tasche oder in der Hosentasche einer Person befindet. Ein Transaktionslimit gebe es nicht. Ticket-Gate-Zahlungstrick Forschende der Universität Birmingham und der Universität Surrey haben Angriffe auf kontaktlose Zahlungsformen untersucht. Dabei stellten sie fest, dass iPhone-Geräte Transaktionen unter bestimmten Bedingungen bestätigen. Im Normalfall entsperren iPhone-Nutzende ihr Telefon via Face ID, Touch ID oder PIN, wenn sie eine Zahlung durchführen möchten. Bei gewissen Bezahlvorgängen mache das Entsperren des Geräts den Bezahlvorgang jedoch umständlich, schreibt «Bleepingcomputer» weiter. Mit «Express Transit» habe Apple Pay eine Funktion als Antwort darauf entwickelt. Diese ermögliche es, Zahlungen ohne Entsperren des Gerätes durchzuführen, etwa an Ticketautomaten im öffentlichen Verkehr. Mit einem Kartenlesegerät und einem Android-Telefon konnten die Forschenden die Voraussetzungen für eine Express-Zahlung simulieren. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Mittelsmann-Replay- und Relay-Angriff. Mit dieser Methode ist eine Benutzerauthentifizierung zur Autorisierung der Zahlung nicht erforderlich. Während des Experiments gelang es den Forschenden nach eigener Aussage, mit einem gesperrten iPhone eine Transaktion in Höhe von 1000 Britischen Pfund durchzuführen. Sie testeten den Angriff erfolgreich mit dem iPhone 7 und dem iPhone 12. Bild: wir_sind_klein / Pixabay.com DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Die IT-Betriebsmodelle sind auch schon schlanker gewesen. Mit all den Verschachtelungen von internen und externen Cloud-Diensten und Komponenten bestehen heute gewachsene Betriebsmodelle mit gut und gerne weit über 100 Lieferanten und Serviceprovidern. Die Lieferketten verändern sich laufend, denn Sourcing liegt im Trend. Gerade jetzt, wo die Cloud wohl nun definitiv auch bei unseren regulierten Banken und Versicherungen zur zentralen Service-Delivery-Strategie gehört, gibt es kein Halten mehr. Mit ein paar wenigen Klicks ist eine neue Cloud aktiviert und nutzungsbereit. Aber auch mit Eigenentwicklungen auf ausgereiften PaaS-Plattformen mit Funktionen wie Serverless-Computing lassen sich neue Anwendungen agil und schnell bereitstellen, ohne dass hier noch irgendjemand Hand anlegen muss. Aus Sicht des eingeübten und agilen Softwareentwicklers ist das sehr komfortabel und bietet schier unbegrenzte Möglichkeiten zur Integration frei verfügbarer Features. Diejenigen aber, die letztlich die Verarbeitungen aus rechtlicher und regulatorischer Sicht verantworten müssen, tun sich eher schwer, weil sie in der Regel nicht wissen, was wo, wie verarbeitet wird. Zudem ändert sich das gesamte Service-Ökosystem laufend und es gibt zu keinem Zeitpunkt einen klar definierten Zustand mehr. Bei allem Verständnis für die Vorzüge dieser Technologie zur Unterstützung der geschäftsbedingten Dynamik: Das Steuer und damit die Kontrolle aus der Hand zu geben, kann schlicht nicht die Lösung sein. Nicht zu wissen, wer und wo auf Daten des Unternehmens zugreift und unter welcher Jurisdiktion diese verarbeitet und gespeichert werden, lässt sich schon mit dem Datenschutzgesetz nicht vereinbaren. Aber wie soll das gehen, wenn die direkte Kontrolle selbst nicht mehr möglich ist? Was bleiben noch für Optionen, wenn der Cloud-Provider den Einblick in seine internen Prozesse verweigert und partout nichts an seinem Standard- Service anpassen will? Ist das Risiko dieser Intransparenz mit all ihren Gefahren und Bedrohungen nicht einfach der Preis für diese unbestrittenen Geschäftsvorteile? Braucht es für diese zukunftsweisende Technologie nicht einfach auch etwas mehr Vertrauen in die Partner? Sourcing-Partnerschaften sind tendenziell längerfristig und brauchen bestimmt Vertrauen – jedoch sicher kein blindes. Die Cloud-Technologie basiert auf gemeinsamer Verantwortlichkeit zwischen Provider und Kunden, wobei jeder seinen Beitrag leisten muss. Die Anforderungen seitens Regulierungen, Gesetze, Verträge oder einzuhaltenden Standards bilden die Grundlage eines Compliance-Programms, das automatisiert den Zustand der Regeleinhaltung mit der vorhandenen Risikobereitschaft abgleicht. Reife Cloud-Provider sind sich dessen wohl bewusst und entsprechend auch transparenter. Es reicht nicht, bloss die Technik zu beherrschen, sondern man muss auch alle anderen Fragen klären und deren Umsetzung überwachen. Denn wie sagte einst Friedrich Schiller: «Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet. Der Wahn ist kurz, die Reu’ ist lang.» Die Kolumne finden Sie auch online www.netzwoche.ch Drum prüfe, wer sich ewig bindet Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 11 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 45 Das Fenster zur Gaming-Welt steht (noch) nicht allen offen Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch nba. Daniele Corciulo sitzt wie gefesselt vor der Playstation und spielt sich die Finger wund. Auf dem Bildschirm erscheinen die Charaktere des Games «The Last Of Us II». Mithilfe der assistierenden Features, die ihn immer in die korrekte Richtung ausrichten, alternativen Steuerungsmöglichkeiten und mit verschiedenen Audio- und Videohilfen spielt er das ganze 35-stündige Game in nur zwei Wochen durch. Es ist das erste Videospiel, das für ihn als blinde Person vollständig barrierefrei funktioniert. Trotz dieses Vorzeige-Spiels gibt es in der Gaming-Welt noch immer zahlreiche Barrieren für Menschen mit Behinderung. Einer kürzlich publizierten Studie zufolge können 2 Prozent der US-amerikanischen Bevölkerung aufgrund schlechter Zugänglichkeit keine Videospiele spielen. In der Schweiz leben laut Bundesamt für Statistik rund 1,7 Millionen Menschen mit Behinderung, für die es ebenfalls schwierig ist, am Spielspass teilzuhaben. 3-D-Spiele mit all ihren Hindernissen Der 36-jährige Accessibility-Consultant Daniele Corciulo ist seit seiner Geburt blind. Mit seinem Sehvermögen von gerade einmal 1,5 Prozent kann er aber trotzdem noch Farben, Schatten und Umrisse erkennen. Für ihn ist Gaming eine Flucht aus der realen Welt. Mit «Forza Motorsport 7» kann er etwa Autofahren, wozu er sonst eigentlich nicht in der Lage ist. «Ich bin mit sehenden Menschen aufgewachsen und da war Gaming immer schon ein Thema», sagt er. «Ich habe es auch immer selbst mit meinen Freunden ausprobiert und irgendwie nach Möglichkeiten gesucht, mitzumachen und daran teilzuhaben.» Aber die Spiele sind komplexer geworden. Heute Daniele Corciulo ist Accessibility- Consultant und leidenschaftlicher Gamer. sind sie nicht mehr wie «Pac-Man» oder andere Arcade- Spiele aufgebaut. «In den 3-D-Umgebungen den richtigen Weg zu finden, ist fast unmöglich.» Für Corciulo geht es also nicht darum, was er spielen möchte, sondern was er überhaupt spielen kann. Fehlendes Bewusstsein Laut Corciulo ist es wichtig, die Barrierefreiheit frühzeitig im Entwicklungsprozess eines Games zu beachten und einzubeziehen. Dies könne nur mit ausreichendem Wissen und vor allem mit Bewusstsein von Beginn an erreicht werden. «Entwickler sollen die Barrierefreiheit gleich in den Grundprozess einbinden und sich darüber Gedanken machen, wie sie das Videospiel für Menschen mit Behinderung zugänglich machen können.» Auch seitens der Politik soll mehr kommen. Daniele Corciulo plädiert für Fördergelder. Nicht nur für die Zugänglichkeit in Games, sondern allgemein für die Barrierefreiheit im Alltag von Menschen mit Behinderung. «Damit allgemein mehr Sachen in der Gesellschaft barrierefrei gemacht werden. Letztlich gehört auch Spiel und Spass zu einem erfüllten Leben dazu.» WWW.NETZWOCHE.CH Das iPhone als Depressionsdetektor rja. Kann ein iPhone oder eine Apple Watch Depressionen, Angstzustände oder kognitive Beeinträchtigungen diagnostizieren? Angeblich arbeitet Apple daran, diese Frage zu erforschen, wie «Techcrunch» unter Berufung auf Recherchen des «Wall Street Journal» berichtet. Konkret wollen die Forschenden die von Smartphone und Smartwatch gesammelten Sensordaten auf typische Muster untersuchen. Analysiert werden könnten etwa die Mobilität, das Schlafmuster oder das Tippverhalten der Userinnen und User, aber auch der Gesichtsausdruck oder die Herzfrequenz. Samsung und LG lancieren flexible OLED-Displays nba. Samsung ist bekannt für seine faltbaren Smartphones. Nutzende bemängeln aber gemäss der Nachrichtenplattform «Lifewire» oftmals die sichtbare Faltenbildung an der Biegung des Handys. Nun entwickelte der Hersteller eine flexible Displaytechnologie, die das Problem der Faltenbildung lösen soll. Auch LG Chem, das Chemieunternehmen der LG- Gruppe, präsentierte eine Lösung für die Faltenbildung: das «Real Folding Window». Es handelt sich um ein Material, das flexibel sei und dennoch eine glasähnliche Robustheit aufweisen soll. Anzeige WENIGER ADMINISTRATION. MEHR BUSINESS. ERP-SOFTWARE FÜR HR, LÖHNE, FINANZEN & AUFTRÄGE. www.netzwoche.ch © netzmedien ag Jetzt kennenlernen www.sage.com/tour200 11 / 2021

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