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Netzwoche 14/2020

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42 DOSSIER ICT-Saläre

42 DOSSIER ICT-Saläre In Kooperation mit Swiss-ICT PROJEKTLEITER SENIOR Durchschnittsalter und durchschnittliches Salär in CHF (Medianwert) Zürich Bern Zentralschweiz Basel Ostschweiz Total APPLIKATIONSENTWICKLER SENIOR Durchschnittsalter und durchschnittliches Salär in CHF (Medianwert) Zürich Bern Zentralschweiz Basel Ostschweiz Total 131 976 125 559 133 752 129 953 130 000 131 303 129 000 119 796 124 800 124 800 120 042 127200 46,5 48,8 48,9 47,1 49,1 47,7 45,2 47 45,7 47,7 44,7 45,5 APPLIKATIONSENTWICKLER JUNIOR Durchschnittsalter und durchschnittliches Salär in CHF (Medianwert) Zürich Bern Zentralschweiz Basel Ostschweiz Total ICT-SYSTEM-INGENIEUR SENIOR Durchschnittsalter und durchschnittliches Salär in CHF (Medianwert) Zürich Bern Zentralschweiz Basel Ostschweiz Total 75 000 78 824 79 000 80 000 78 000 77 920 129 000 122 099 128 915 122 966 116 400 126 900 26,1 28,6 27,7 29,2 26,5 27,1 47,9 48,9 49 47,8 44,8 48 Berufsbilder, Altersgruppen, Regionen sowie weitere Angaben abrufbar. Die Onlineauswertung ermöglicht hierbei die schnelle und einfache Ermittlung der Salärkennzahlen der eigenen Branche oder auch Region und dies für jeden ICT-Beruf. Den Unternehmen wird damit ein ständig aktueller Einblick in die Salärstuktur des Marktes ermöglicht. Aber auch Beschäftigten im ICT-Umfeld bietet die Studie einen generellen Überblick über aktuelle Saläre in allen Berufen mit ICT-Hintergrund. In Bern sind Behörden wichtige Arbeitgeber für Informatiker, wohingegen Zürich von Finanz- und Informatikdienstleistern geprägt ist. Unterschiede bei Top-Spezialisten Ein Blick in die Standardauswertung der Swiss-ICT-Salärstudie 2020 zeigt die Streuung der Saläre von vergleichbaren Funktionen. In der Schweiz verdient eine «Senior»-Applikations-Entwicklerin etwa zwischen 118 000 (unteres Quartil, 25-Prozent-Schwelle) und 135 000 Franken (oberes Quartil, 75-Prozent-Schwelle). Dies bedeutet, dass bei je einem Viertel der Nennungen das Gehalt niedriger als 118 000 Franken, respektive höher als 135 000 Franken ist. Dieses Berufsprofil gehört mit 1990 Nennungen zu den am häufigsten genannten. Ein Blick in die umfangreichere Detailauswertung zeigt, dass bei den Top-Spezialisten und den höheren Führungsfunktionen die Streuung umso grösser ist. So beträgt beim «Senior-Expert»-Projektleiter, in Betrachtung zu den oben genannten, die Differenz von der 25-Prozent- zur 75-Prozent-Schwelle bereits über 40 000 Franken. Diese detaillierten Auswertungen sind nur für studienteilnehmende Firmen erhältlich. Die statistische Abweichung der Lohnbandbreiten ist auf den jeweiligen Kompetenzstufen sehr unterschiedlich so liegen gerade die oberen Managementstufen im Vergleich zu den operativen Stufen zuweilen über 200 Prozent oberhalb der durchschnittlichen statistischen Abweichung bei den Fixlohnenteilen. Mehr ICT-Dienstleister Betrachtet man die Branchenverteilung der teilnehmenden Unternehmen, so lassen sich Veränderungen ablesen. Einen Rückgang gab es beispielsweise bei den teilnehmenden Handelsunternehmen so wie bei den Versicherungen. Die Anzahl Salärnennungen in diesen Branchen blieb aber konstant. Zugenommen hat die Anzahl ICT-Dienstleister. Ein Blick auf die Branchenauswertung zeigt, dass Software-Ingenieure und auch System-Ingenieure gerade bei den Informatikdienstleistern ebenso bei der öffentlichen Hand auf allen Kompetenzlevels nachgefragt werden. Nach wie vor spielen die Finanzdienstleister und die Versicherungsbranche sowohl bei den Projektleitern wie auch den Applikationsentwicklern im Vergleich zu den anderen Branchen vorne mit. In Bern sind Behörden wichtige Arbeitgeber für Informatiker, wohingegen Zürich von Finanz- und Informatikdienstleistern geprägt ist. 14 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit Swiss-ICT ICT-Saläre DOSSIER43 WAS VERDIENT MAN IN DEN AGILEN BERUFEN? Die Berufsprofile aus der agilen Welt – DevOps Engineer (1979 Nennungen), Product Owner (609) und Scrum Master (108) – bekamen auch in diesem Jahr wieder Zuwachs. Besonders interessant ist somit das Profil des Product Owners: Während ein Junior 80 000 Franken verdient, wird der «Expert» mit 137 000 Franken pro Jahr vergütet. Währenddessen kommt ein Scrum Master «Professional» auf 107 000 Franken (Basissalär-Median- Werte, gerundet). Somit sind die Löhne bei methodenbasierten Profilen gleichauf oder leicht erhöht zu den Beträgen bei klassischen Profilen ähnlicher (oder gleicher) Ausrichtung, das heisst konkret die Applikationsentwicklerin und der Projektleiter. Median Fix-Saläre: 120 000 100 000 107421 80 000 77929 80788 80823 95064 95031 60 000 40 000 20 000 0 Product Owner Scrum Master DevOps Engineer Product Owner Scrum Master DevOps Engineer Junior S1 Professional (S2) FAQ – WICHTIGE FRAGEN UND ANTWORTEN Wer nimmt an der Salärstudie teil? Die Salärstudie wurde 1981 zum ersten Mal durchgeführt. Seither hat die Anzahl Salärnennungen markant zugenommen, die Zahl der teilnehmenden Unternehmen hat dagegen abgenommen beziehungsweise ist in diesem Jahr ebenfalls wieder gestiegen. Im Durchschnitt sind die teilnehmenden Unternehmen heute grösser als früher. Deswegen erfolgen heute im Schnitt mehr Nennungen pro Unternehmen als in den Anfangsjahren der Studie. Sind die Daten über die Jahre hinweg vergleichbar? Nur bedingt. Da die Daten nicht nach dem Zufallsprinzip erhoben werden, sondern von dem Teilnahmewillen der Unternehmen abhängig sind, ist vor allem beim Vergleich der Saläre über mehrere Jahre Vorsicht bei der Interpretation der Daten angebracht. Die Datengrundlage ändert sich von Jahr zu Jahr. Aufgrund der breiten Abstützung bietet die Salärstudie dennoch ein repräsentatives Bild über die Lohnentwicklung in der Schweizer ICT-Branche ab. Seit der Auflage 2016 werden die Salärdaten gewichtet ausgewertet. In Anlehnung an die Standards von internationalen Anbietern werden die statistischen Berechnungen so gewichtet, dass maximal 34 Prozent der Daten von einer einzelnen Firma stammen. Zur Gewichtung kommt eine vordefinierte Mindestzahl von Lohnnennungen zum Tragen. Zudem werden die Quantile basierend auf Hyndman & Fan (1996) in der Statistik-Software R gemäss Typ 8 berechnet. Wie sind die Profile definiert? Die Berufsprofile in der Salärstudie sind genau definiert. Eine Fachkraft der Kompetenzstufe «Senior» hat beispielsweise fünf oder mehr Jahre Berufserfahrung im Fachgebiet, kann erfahrene Personen fachlich anleiten und hat Fähigkeiten zu fachlicher Projektleitung. Sie kann innerhalb einer grösseren Firma als Kader eingestuft sein, ohne jedoch direkte Führungsverantwortung zu besitzen. Gibt es eine Übersicht der bestehenden Profile? Die Berufsprofile und die damit verbundenen Kompetenzstufen sind über die Jahre in der Arbeitsgruppe der Saläre entstanden. Die Experten des Fachgebiets erstellten die 50 Profile in Abstimmung mit den 9 Kompetenzstufen. Diese 9 Kompetenzstufen beinhalten 5 (Junior S1 bis Senior Expert S5) operative Stufen und 4 (Unteres Management M1 bis Oberstes Management M4) Führungsstufen. Eine hilfreiche Übersicht ist auf der Webseite der Berufe-der-ICT zu finden. Wo kann die Studie bestellt werden? Die Studie kann im Webshop von Swiss-ICT (shop.swissict.ch) bestellt werden. Standardauswertungen stehen allen Interessierten offen, Detailauswertungen von «Saläre der ICT» können nur Unternehmen beziehen, die sich an der Salärstudie 2020 beteiligt haben. Exklusive Inhalte dieser Auswertung sind alle Kompetenz-Stufen S1 – S5 (Junior, Professional, Senior, Expert, Senior Expert) und Management-Stufen M1 –M4 (mit Personalführung). Zugleich können für die Detailauswertungen auch reine Onlineauswertungen erstellt werden. Dafür gibt es etwa einen Flat-Tarif (1 Jahr) für unbegrenzte Abfragen. Auswertungen einzelner Profile sind einfacher zu beziehen als bisher. Die Einzelprofile können zum Stückpreis bezogen werden. Swiss-ICT-Mitglieder kommen in den Genuss von Rabatten. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2020

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