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Netzwoche 16/2020

SIX on Cyber Security

SIX on Cyber Security Cyber Security Report 2020: Threats for the Swiss Financial Industry 10. November 2020 Cyberkriminalität gilt als eines der wichtigsten operationellen Risiken der Finanzbranche. Um dieses Risiko in den Griff zu bekommen, müssen wir gemeinsam handeln. Wir als SIX sind bereit, die Finanzplatzakteure in ihren Anstrengungen zu unterstützen. SIX hat mit dem Cyber Security Hub eine Information Sharing Community aufgebaut. Der Cyber Security Report ist ein zentrales Element davon. Der Report informiert über aktuelle Gefahren und Entwicklungen für den Finanzplatz. Am Event wird der Cyber Security Report öffentlich präsentiert. Prof. Markus Gross, Prof. Dr. Ueli Maurer und Prof. Dr. med. Thierry Carrel diskutieren unter der Leitung von Reto Lipp über den menschlichen Einfluss auf die Cybersicherheit. Die detaillierte Interpretation des Cyber Security Reports, Digital Risk Monitoring und weitere spannende Inhalte runden den Event ab. Programm 14:45 – 15:00 Uhr Registration 15:00 – 15:05 Uhr Begrüssung und Einführung Reto Lipp, Moderator/Redaktor, Schweizer Radio und Fernsehen 15:05 – 15:15 Uhr Begrüssung des Gastgebers Jos Dijsselhof, CEO, SIX 15:15 – 16:15 Uhr Die Zukunft der Cybersicherheit ist menschlich Moderator: Reto Lipp, Moderator/Redaktor, Schweizer Radio und Fernsehen Teilnehmer: Prof. Dr. med. Thierry Carrel, Direktor der Universitätsklinik für Herz- und Gefässchirurgie, Inselspital, Universität Bern Prof. Markus Gross, Vice President, The Walt Disney Studios, Direktor, DisneyResearch|Studios, Professor ETH Zürich Prof. Dr. Ueli Maurer, Professor ETH Zürich 16:15 – 16:50 Uhr Cyber Security Report: Die Bedrohungslage für die Schweizer Finanzindustrie Bernhard Distl, Cyber Security Expert, SIX 16:50 – 17:00 Uhr Abschluss Zusatzprogramm 17:00 – 17:45 Uhr SIX Cyber Security Das Angebot im Überblick Dieter Bartl, Senior Sales Manager, SIX 17:00 – 18:00 Uhr Medienkonferenz Jürg Schneider, Head Media Relations, SIX Bernhard Distl, Cyber Security Expert, SIX Video on Demand Digital Risk Monitoring Claudio Truttmann, Fach-Circle Lead Security Operation Center, CSS Versicherung Video on Demand Deep Dive Detaillierte Interpretation des Cyber Security Reports 2020 Bernhard Distl, Cyber Security Expert, SIX Jetzt für den online Event anmelden: www.six-group.com/cybersecurityevent

Wild Card 61 Gehören Bitcoin & Co. in die Vorsorge? Mit dem Aufkommen der Distributed-Ledger-Technologie entstehen ganz neue Anwendungsmöglichkeiten, die sich nicht nur Banken oder Versicherer, sondern auch Vorsorgesysteme zunutze machen könnten. Aber nach der heutigen Rechtsprechung sind Krypto-Anlagen in der beruflichen Vorsorge nicht erlaubt. Es wäre nur konsequent, Krypto-Anlagen als Vermögensklasse anzuerkennen. Rino Borini ist Gründer von Scarossa und der Digital-Finance-Plattform «Finance 2.0». Zudem ist er Dozent & Studiengangsleiter der CAS-Lehrgänge «Digital Finance» und «Digital Insurance» an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich. Die Kolumne finden Sie auch online www.netzwoche.ch Unser Vorsorgesystem steht vor grossen Herausforderungen: Das tiefe Zinsumfeld – und es wird noch lange tief bleiben – schmälert deren Renditen. Dazu kommen ineffiziente Verwaltungen, deren hohe Kosten ebenso an den Renten der Versicherten nagen. Und das Damoklesschwert der demografischen Entwicklung hängt über ihnen: Für die Kassen wird es immer schwieriger, ihr Rentenversprechen einzuhalten und dabei einen ausreichenden Deckungsgrad aufrechtzuhalten. Mit dem Aufkommen der Distributed-Ledger-Technologie entstehen nun ganz neue Anwendungsmöglichkeiten, die sich nicht nur Banken oder Versicherer, sondern auch Vorsorgesysteme zunutze machen können. Dabei geht es nicht allein um die Technologie (die läuft im Hintergrund), sondern um deren Anwendungen, etwa im Bereich der digitalen Vermögenswerte. Ein Schritt zurück: Die erste und bekannteste Anwendung einer Blockchain ist die Kryptowährung Bitcoin. Eine Person oder Gruppe mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto entwickelte die Technologie 2008 als Antwort auf das Versagen von Banken und Regierungen während der Finanzkrise. Aus dieser Skepsis gegenüber Vermittlern resultierte das Open-Source-Prinzip der Bitcoin-Blockchain: Das neue Transaktionsregister sollte keine zentrale Instanz mehr erfordern und offen sein für alle. Doch in vielen Kreisen gilt Bitcoin immer noch als die Währung der Kriminellen. Die Unwissenden argumentieren mit der Anonymität, dabei handelt es sich um ein Pseudonym. Jeder Compliance-Officer, jeder Schwarzgeld-Fahnder ja sogar Hinz und Kunz können Bitcoin-Transaktionen nachverfolgen. Eigentlich gleicht eine Bitcoin-Adresse fast schon einem gläsernen Konto. Crypto Nation Switzerland – wirklich? Inzwischen ist rund um Blockchain in der Schweiz ein beachtliches Ökosystem entstanden. Auch der Bundesrat hat auf die neue Technologie reagiert. Ende 2019 beschloss er, das bestehende Recht für die Blockchain-Technologie anzupassen, National- und Ständerat gaben der Vorlage in diesem Jahr einstimmig grünes Licht. Damit erhält die Schweiz eine der innovationsfreundlichsten Blockchain- Regulierungen der Welt. Mit der Blockchain-Technologie und der darauf basierenden Anwendungen wie Krypto-Assets gewinnen diese verstärkt die Aufmerksamkeit der Investoren. Diese sehen diese Vermögensklasse als attraktive Portfolioergänzung mit Diversifikationspotenzial. Eigentlich das, was Pensionskassen auch suchen. Zudem kann eine auf der Blockchain basierende offene Plattform beispielsweise effizient und sicher Daten von Pensionskassen, Banken und Ämtern vernetzen. Interessant bleiben Krypto-Anlagen in der beruflichen Vorsorge, denn Untersuchungen zeigen, dass mit Anlagen in Kryptowährungen eine Schweizer Pensionskasse höhere Renditen generieren kann, ohne dabei das Risiko substanziell zu erhöhen. Diese Erkenntnis ist bei den meisten Stiftungsräten und Anlageausschüssen noch nicht angekommen, auch in Bundesbern nicht. Nach der heutigen Rechtsprechung sind Krypto-Anlagen in der beruflichen Vorsorge nicht erlaubt. Obwohl nun gerade der Gesetzgeber punktuelle Anpassungen von neun bestehenden Bundesgesetzen im Zivil- und Finanzmarktrecht an die Bedingungen der neuen Technologie vornehmen will. Es wäre nur konsequent, Krypto-Anlegen als Vermögensklasse anzuerkennen. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 16 / 2020

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