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Netzwoche 18/2016

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56 Focus Mobile Device

56 Focus Mobile Device Management Bild: Shutterstock FOCUS MOBILE DEVICE MANAGEMENT Alles unter Kontrolle gsa. Mobile Devices, wie Smartphones und Tablets, haben sich in den Unternehmen etabliert. Die Geräte sind heute derart leistungsstark, dass auch Geschäftsapplikationen auf ihnen betrieben werden können. Auf diese Weise können User ortsunabhängig arbeiten. Doch die gewonnene Freiheit hat ihren Preis. Die Geräte müssen verwaltet werden, egal, wo sich diese gerade befinden. Das bringt einen hohen Aufwand für IT-Verantwortliche mit sich. Eine Übersicht über das breite Feld des Mobile Device Managements (MDM) bietet Mario Engel, Portfolio Manager bei T-Systems Schweiz. Die Verwaltung der Software muss Teil einer erfolgreichen MDM-Strategie sein. Jedes Update von Android, iOS oder Windows Phone muss berücksichtigt werden. Genauso wie Updates einzelner Enterprise-Apps. Eine Herkules-Aufgabe. Insbesondere wenn ein Unternehmen hunderte oder gar tausende Mobile Devices mit unterschiedlichen Betriebssystemen und Apps im Einsatz hat. Auf was es beim Enterprise-App-Management zu achten gilt, erklärt Philipp Klomp, Gründer und Geschäftsführer des IT-Dienstleisters Nomasis. Was Mobile Device Management in der Praxis bedeutet, zeigt Christian Speck auf, Mitglied der Gruppenleitung der Steffen Informatik. Speck beleuchtet den Fall von Blackberry und dessen Folgen für Unternehmen. Der Smartphone-Pionier will in Zukunft keine eigenen Geräte mehr herstellen. Wie sich mit einem professionellen Mobile Device Management auch Geräte anderer Hersteller sicher im Unternehmen einsetzen lassen, erklärt Speck in seinem Fachbeitrag. 18 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Focus Mobile Device Management 57 Der Run in die mobile Arbeitswelt Mobile Enterprise verspricht höhere Produktivität, erhöht aber gleichzeitig auch die Komplexität der IT-Infrastruktur. Mit einem ganzheitlichen Enterprise Mobility Management geht die Kontrolle über die mobile Infrastruktur einher mit höherer Sicherheit und reduzierten Kosten. Die Geschwindigkeit, mit der die mobile Kommunikation und mobile Applikationen (Apps) unser privates wie auch berufliches Leben beeinflussen und unseren Alltag gestalten, hat in den vergangenen Jahren enorm zugenommen. Der technologieaffine Mitarbeiter hat heute mehrere mobile Geräte, die er sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Alltag verwenden will. Dieser Trend wird durch das rasante Wachstum von Smartwatches und Wearables, die vermehrt Einzug in Unternehmen halten, weiter verstärkt. Tatsache ist, dass mobile Applikationen (Apps) das Web in der täglichen Nutzungsdauer längst überholt haben. Rein technische Fragen, diese Apps zu entwickeln und in die IT- Infrastruktur des Unternehmens zu integrieren, werden überlagert von Kosten- und Sicherheitsüberlegungen. Enterprise-Mobility-as-a-Service Enterprise-Mobility-Services sind komplex und reichen weit über Mobile Device Management hinaus. Unterschiedliche Gerätetypen, Betriebssysteme, Apps und Inhalte müssen verwaltet werden. Die Gerätelandschaft ändert sich laufend, die Vielzahl der Apps ist kaum überschaubar und die Sicherheitsrisiken steigen. Die IT-Abteilungen müssen diese Komplexität beherrschen und gleichzeitig für Verfügbarkeit und berechenbare Kosten sorgen. Trotz dieser zahlreichen Herausforderungen warten und konfigurieren viele Unternehmen die mobilen Geräte ihrer Mitarbeiter immer noch mit Einzellösungen oder sogar manuell. Mit hohen Wartungs- und Betriebskosten. Doch ab einer bestimmten Anzahl Endgeräte unterschiedlicher Hersteller mit verschiedenen Betriebssystemen lohnt es sich, diese zentral und umfassend zu verwalten und gegebenenfalls als Service zu beziehen. Denn neben der Beschaffung, Einbindung und der Verwaltung der einzelnen Endgeräte kann beim Enterprise-Mobility-Management-Service auch das Management von Verträgen und Zulieferern und parallel das Kostenmanagement sowie die Sicherheit und der Funktionsumfang von einem spezialisierten Dienstleister abgedeckt werden. Möglich sind verschiedene Optionen mit jeweils steigendem Funktionsumfang: Basis ist das Mobile Device Management (MDM), bei dem eine Mobilitätslösung aus der Cloud, On-Premise oder komplett gemanagt von einem Dienstleister bereitgestellt wird. Ergänzend kann das MDM um Device Lifecycle Management bereichert werden, sodass auch der Lebenszyklus des Geräteparks im Blick bleibt und rollender Ersatz geplant werden kann. Die hohe Schule des Mobile Enterprise ist dann in einem dritten Schritt, dass auch Mobile-Application- und Middleware-Services integriert werden. Damit lassen sich heterogene und nicht standarisierte mobile Applikationslandschaften in bestehende Backend-Systeme einbinden. Schnittstellen werden zentral verwaltet, sodass das Unternehmen die Kontrolle über seine Apps behält und die Komplexität des App-Managements reduziert. Mobile Device Management nicht isoliert betrachten MDM ist kein Selbstzweck. Ziel des Unternehmens ist es, durch die Mobilisierung von Geschäftsprozessen die Produktivität zu steigern. Insofern ist es überlegenswert, dem Enterprise Mobility Management ein Modul «Mobile Strategy Development» voranzustellen. Darin werden zunächst die für eine Mobilisierung geeigneten Geschäftsprozesse identifiziert und deren Architektur und Design definiert. Während dieses Vorgehen noch eher optional erscheint, ist hingegen die Sicherstellung der Mobile Security zwingend. Die Optionen reichen von der einfachen Device Security (Verschlüsselung, Härtung und Management einzelner Endgeräte) über die Application Security (Management und Härtung, zum Beispiel «Wrapping» von Mobile Apps) und Communication Security (Verschlüsselung von Sprache, Kurznachrichten und E-Mails) bis hin zu Backend Security (Absicherung von Backend-Systemen und deren Schnittstellen zu mobilen Endgeräten). Als höchste Stufe garantiert die Content Security den sicheren mobilen Zugriff auf Unternehmensinhalte jederzeit und überall. DER AUTOR Mario Engel Portfolio Manager, T-Systems Schweiz www.netzwoche.ch © netzmedien ag Bild: Shutterstock 18 / 2016

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