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Netzwoche 5/2019

38 Technology Event

38 Technology Event Jetzt wird 5G konkret Der Mobile World Congress 2019 in Barcelona ist Geschichte. Die Aussteller präsentierten zahlreiche Innovationen. Weil viele dieser Neuheiten von 5G-Netzwerken abhängen, mutet manches noch wie Zukunftsmusik an. Einiges gab’s aber schon zum Anfassen. Autor: Erich Cazzoli Der Stand von T-Systems strahlte in grellem Pink. 5G stand im Mittelpunkt An der Messe allgegenwärtig war das Thema 5G. Diese Technologie war der gemeinsame Nenner der präsentierten Produkte nahezu aller Anbieter. Der höhere Datendurchsatz von 5G ermögliche jetzt endlich Anwendungen wie Drohnen, die in Echtzeit Full-HD-Bilder übermitteln und damit präventive Wartung ermöglichen könnten; 5G sei die Basis für blitzschnelle Netzwerke im Internet der Dinge, sei es im Smarthome oder in einer Industrieanlage; 5G biete Gaming-Erlebnisse ohne merkliche Verzögerung – so die verheissungsvollen Versprechen an den Ständen. Am Samsung Mobile Business Summit sagte Thomas Riedel, Head of EMEA Networks Team von Samsung Electronics: «5G ist der Sauerstoff für künstliche Intelligenz und Big Data.» Mit dem Einsatz von 5G-Technologien sollen diese Errungenschaften nicht mehr bloss Zukunftsmusik sein, sondern bald Realität. Gerade die USA und Südkorea hätten sich als Vorreiter im Ausrollen von 5G- Netzwerken bewiesen, hiess es an Samsungs Konferenz. Damit stehe Konzepten wie Smart Citys, Fernwartung via Augmented oder Virtual Reality oder einer völlig vernetzten Welt nichts mehr im Wege. « 5G ist der Sauerstoff für künstliche Intelligenz und Big Data. » Thomas Riedel, Head of EMEA Networks Team, Samsung Electronics «Einige sagen, das heutige Smartphone sei die wichtigste Erfindung des 21. Jahrhunderts. Ich kann dem nur beipflichten», sagte Ben Hur, Senior Vice President and Head of System LSI Marketing Team von Samsung Electronics am Mobile World Congress 2019 (MWC). Der Event in Barcelona konnte denn auch mit einer eindrucksvollen Besucherzahl aufwarten: Über 107 000 Menschen informierten sich dort laut Veranstalter über die Neuheiten der Branche. Die Messe zeigte sich verspielt Trotz des Namens ging es am MWC nicht allein um Mobiltelefone. Diverse Aussteller boten auch die Möglichkeit, Drohnen zu testen. Die Besucher konnten dank 5G-Netzwerkübertragung die Flugmaschinen verzögerungsfrei steuern und via Ultra-HD-Aufnahmen die Umgebung gestochen scharf auf Monitoren sehen. Am Stand von Cloudminds wurden die Besucher von Robotern begrüsst. Ihre Gehirne basieren auf Cloud Computing. Lernt einer von ihnen etwas Neues hinzu, so lernen die anderen Roboter dies gleichermassen. Laut Hersteller sind diese Roboter die Ersten ihrer Art. Der koreanische Hersteller Torooc stellte «Liku» vor. Der Roboter in Babygrösse soll seinen Besitzern ein Lächeln auf die Lippen zaubern, indem er auf Begrüssungen freudig reagiere oder für Kameras posiere. Unzählige Stände boten Virtual- oder Augmented- Reality-Lösungen (VR und AR) für unterschiedliche Use Cases zum Ausprobieren. Vieles diente dazu, den kabellosen Einsatz der VR- und AR-Brillen bei Spielen zu demonstrieren, die Leistung neuer Stand-alone-Headsets zu zeigen oder latenzfreie VR-Erlebnisse in Multiplayer-Games zu beweisen. Beim Stand von Nokia konnten Nutzer die Sicherheit und Wartung einer fiktiven Smart City via VR- Steuerung managen. Microsoft zeigte mit seiner «Hololens 2» Arbeitsanwendungen in simulierten Umgebungen wie Fabrikanlagen oder Krankenhäuser. Viele Firmen zeigten somit nicht nur einzelne Geräte, sondern ganze Netzwerke und die damit verbundenen Lösungen. Einer vernetzten Welt stehe ausser der eigenen Vorstellungskraft nichts mehr im Wege, war von allen Seiten begeistert zu hören. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_128486 05 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 39 Bei der Wahl eines ECM-Anbieters ent scheidet die Business-Expertise Die Forderung nach rationelleren und schlanken Geschäftsprozessen sowie der Umgang mit der Flut an Dokumenten und unstrukturierten Informationen stellen heute grosse Anforderungen an Unternehmen. Die Challenges greifen aber noch weiter, wie die Resultate der neuen Studie zum Schweizer Markt für Enterprise Content Management (ECM) zeigen. Nicht nur muss die fortschreitende Digitalisierung hohen gesetz lichen Vorgaben entsprechen (Compliance), sondern auch Doppelspurigkeiten in den Prozessen und Abläufen sollten vermieden werden. Zudem verschafft nur ein sicherer und schneller Zugriff auf Daten und den daraus wertschöpfungsgenerierten Informationen einen echten Vorteil gegenüber Mitbewerbern. Das Management und die digitale Nutzbarmachung des Unternehmens-Contents (Dokumente, Daten, Informationen) haben strategische Dimensionen erlangt. Erfolgreich digitalisierte Unternehmen zeichnet eines aus: kurze Reaktionszeiten auf der ganzen Bandbreite geschäftlicher Aktivitäten. An den Attributen und dem nutzenschaffenden Potenzial neuer ICT-Lösungen zeigen vor allem die Fachabteilungen der Unternehmen grosses Interesse. Von den im Rahmen unserer aktuellen Felderhebungen erfassten 450 ICT-Projekten wurden 62 Prozent von den Businessabteilungen der Unternehmen angestossen. Das heisst, mehr als jeder zweite Franken der gesamten ICT-Ausgaben wird von den Fachabteilungen generiert (Marketing, Vertrieb, Logistik, Produktion, Finanzwesen, etc.). Und zunehmend werden die Projekte auch von den Budgets dieser Bereiche finanziert. Insbesondere bei business-getriebenen Projekten, die meist tief in bestehende Prozesse und Strukturen eingreifen, wird bei der Evaluation eines Anbieters viel Wert auf die entsprechenden Referenzen gelegt und Projektpartner mit nachweisbarer Branchen- und Businessexpertise bevorzugt. Die Beweisführung wird für die Anbieter zum Erfolgsfaktor. Referenzprojekte, Case Studies (vorzugsweise von Schweizer Referenzkunden) und der Leistungsausweis des Projektteams können den Kunden überzeugen, keine Fahrt auf unbekanntem Terrain zu starten. Der Bauch entscheidet mit In den meisten Fällen entscheiden aber nicht nur messbare, auf einer rationalen Grundlage erstellte Kriterien über die finale Auswahl und Auftragsvergabe, sondern auch (wie in vielen anderen Bereichen) die emotional gefärbte Sicht der Dinge: der «Bauch» entscheidet mit. Hier zählen dann auch persönliche Beziehungen sowie Erfahrungen aus bisherigen Projekten ebenfalls zu den Schlüsselkriterien bei der Entscheidungsfindung zur Wahl eines ECM-Partners. KRITERIEN FÜR DIE WAHL EINES ECM-ANBIETERS DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Schneller, schlanker, besser In Zeiten knapper Budgets und hoher Time-to-Market- Anforderungen wird heute die Messlatte für die Vergabe von ICT-Aufträgen immer höher angelegt. Fachabteilungen zielen bei der Implementierung neuer Anwendungen primär darauf ab, «schneller, schlanker, besser» zu werden. Sie wollen auf dem Weg zu ihren Zielen die sie dabei unterstützenden ICT-Projekte rasch umgesetzt sehen, um zeitlich und technologisch wettbewerbsrelevante Vorsprünge zu sichern und möglichst schnell vom erwarteten Erfolg und Nutzen zu profitieren. Projektstarts ins Ungewisse will dabei keiner mehr riskieren – und niemand will mehr an einen «Flickenteppich» erinnernde Lösungen. Dafür fehlen heute die Mittel und die Zeit. Man setzt bei der Wahl seines Projektpartners auf Erfahrung und Business-Expertise, dies belegen auch die Resultate unserer neuen Studie zum Schweizer Markt für Enterprise Content Management (ECM). Welche Kriterien sind wichtig für Sie, wenn Sie sich für einen ECM-Anbieter entscheiden? Mehrfachantworten möglich. n=79 Erfahrung / Referenzen Projektkosten und Vertragsbedingungen Gute Branchenkenntnisse und Business-Expertise Lösung und Integration aus einer Hand Auf Ihr Unternehmen abgestimmtes Digitalisierungs-Know-how First Level Support durch lokalen Implementierungspartner Erfolgreiche frühere Zusammenarbeit Innovationsstärke Bekanntheitsgrad des Unternehmens 69 % 50 % 44 % 38 % 34 % 27 % 14 % 13 % 6 % Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_129909 Quelle: MSM Research AG www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2019

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