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Netzwoche 5/2019

08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Salesforce verdreifacht Gewinn osc. Salesforce hat sein Geschäftsjahr 2019 bilanziert. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco meldet Wachstum an allen Fronten. Der Jahresumsatz sei um 26 Prozent auf 13,28 Milliarden US- Dollar gestiegen. Der Nettogewinn verzeichnet einen Sprung von 360 Millionen auf 1,1 Milliarden Dollar. Besonders der Cloud-Bereich «Subscription and Support» sei gewachsen. ▸ Webcode DPF8_128661 Axept übernimmt 100 Prozent der WData-Aktien lha. Abacus-Gold-Partner Axept hat den Silber-Partner WData per 1. Januar 2019 übernommen. Das Schweizer Softwareunternehmen Axept kaufte 100 Prozent der WData-Aktien auf. Wie Axept mitteilt, wird WData, ein Anbieter von ERP-Lösungen aus Abtwil, als eigenständiges Unternehmen weitergeführt. WData-Kunden erhielten nun einen direkten Zugang zu zusätzlichen Beratern und weiteren Dienstleistungen und Produkten. ▸ Webcode DPF8_128676 Googles Cloud startet in der Schweiz, aber nicht für alle osc. Google hat am 12. März in Zürich den Startschuss für seine 19. Cloud-Region (europe-west6) gegeben. Es handle sich dabei um die «wichtigste Region in Europa», sagte Googles Senior Vice President Technical Infrastructure Urs Hölzle. Zusammen mit Christian Sciullo, Country Manager CH/AT bei Google Cloud, legte er symbolisch den Schalter für das neue Angebot auf «on». Was bietet die Schweizer Google-Cloud? Die Region «Zurich» von Google umfasst drei Zonen und mehrere Netzwerkknotenpunkte im Raum Zürich, wie Hölzle sagte. Auf Basis der Google Cloud Platform (GCP) ermögliche sie Kunden Compute, Data Management, App- Entwicklung, Storage, Data Analytics sowie Collaboration- und Networking-Services aus der Cloud zu beziehen. All das mit einer von 17 auf 9 Millisekunden verringerten Latenz im Vergleich zu Googles Cloud-Region Frankfurt. Hölzle hob besonders die Fähigkeiten der Google Services Platform (GSP) hervor. Mit ihr könnten Unternehmen eigene Applikationen und Cloud-Services erstellen, die sowohl auf On-Premises-Systemen wie auch in der Google-Cloud liefen. Die Migration bestehender Projekte in die Cloud sei damit einfacher. Da das US-Unternehmen hierbei ganz auf Open-Source-Software setze, sei auch die Zukunftssicherheit garantiert. Die Cloud-Region Zürich umfasst zum Start nur das Angebot der GCP. Die G-Suite mit Cloud-Anwendungen wie Gmail oder Google Docs läuft auch in Zukunft nicht in der Schweiz, wie Hölzle auf Anfrage sagte. Nutzer der G-Suite würden deshalb keinen Unterschied merken. Er wollte allerdings nicht ausschliessen, dass auch die G- Suite dereinst auf der Schweizer Infrastruktur laufe. Was die Schweizer Google-Cloud kosten werde, dazu machte das Unternehmen noch keine Angaben. Urs Hölzle, Senior Vice President Technical Infrastructure bei Google. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_129724 MÜLLERS KLEINES ABC M wie Maschinelles Lernen Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG Theorie: Maschinelles Lernen ist wohl einer der am heissesten diskutierten Modebegriffe heute. Dabei geht es eigentlich bloss darum, Maschinen so zu trainieren, dass sie komplizierte Aufgaben übernehmen können. Hierfür braucht es ausser einer leistungsfähigen Informationsverarbeitung auch ein gewisses Mass an kognitiven Fähigkeiten. Der Deutsche Bundesverband Digitale Wirtschaft definiert das so: «Bei maschinellem Lernen ... werden Computersysteme trainiert, Muster in Beispielen zu erkennen und diese selbstständig auf andere Beispiele anzuwenden.» Realität: Die einen halten lernende Maschinen für die Erlösung der Menschheit. Den anderen stehen sie für die leibhaftigen Vorboten der Götterdämmerung. Manche fragen sich, ob uns die Maschinen jetzt tatsächlich Lohn und Arbeit klauen. Andere grübeln darüber, wer denn inskünftig wohl Herr sein wird und wer Untertan. Lassen wir solche tiefschürfenden Betrachtungen einmal weg und fragen uns, wie die Maschine denn zu ihren Fähigkeiten kommt. Wir Menschen sind es letztlich, die ihr diese vermitteln. Das merkt man selbst den besttrainierten Maschinen an. Sie sind immer nur so gut, wie sie a) programmiert wurden und b) wie das Lernmaterial, das ihnen verfüttert wurde. Das ist tröstlich, weil gar nicht mal so unmenschlich. Es ist aber auch gefährlich, weil sich hier menschliche Unzulänglichkeiten in unabsehbarem Masse verdichten und hochschaukeln können. Im dümmsten Fall entstehen so gewissenlose oder fehlerbehaftete Killerroboter. Weniger gewalttätig, aber ebenso gefährlich wären HR-Roboter, die nur noch 35-jährige Männer mit Top-Abschluss von einer der fünf (nach irgendwelchen Rankings) bestplatzierten Universitäten rekrutieren. Fazit: Wir haben es in der Hand, wie unsere Maschinen künftig geraten werden. Wir sind es, die ihnen den moralischen Kompass, die Ethik beibringen. Was gut oder böse ist, liegt in unserem Ermessen. Also wären wir eigentlich gut beraten, nicht nur an den Maschinen, sondern auch an uns zu arbeiten. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_129737 05 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Sunrise kauft UPC Schweiz für 6,3 Milliarden Franken osc. Im Schweizer Markt für Telekommunikation kommt es zu einer Milliardenübernahme. Sunrise kauft UPC Schweiz für 6,3 Milliarden Franken. Sunrise habe mit der Muttergesellschaft Liberty Global eine verbindliche Vereinbarung getroffen, heisst es in einer Mitteilung. Der Deal stärke die Position von Sunrise als Herausforderer mit starker Präsenz bei den 4P-Bündelangeboten, schreibt das Unternehmen. UPC Schweiz sei eine attraktive Ergänzung, mit Highspeed-Breitbandinternet und eigenem TV- Inhalt sowie Glasfasernetz. Mit dem Zusammenschluss von Sunrise und UPC Schweiz werde ein landesweiter konvergenter Herausforderer entstehen, der in allen Bereichen der 4P-Bündelangebote einschliesslich Glasfaser- Grosshandel, Kabel und Mobile tätig sei. Eine schlagkräftige Nummer zwei Als zweitgrösster Anbieter in den Bereichen Mobile, TV, Internet und Festnetztelefonie werde das neue Unternehmen die Grösse erreichen, um Innovationen voranzutreiben, in neue Dienstleistungen zu investieren und Wachstum durch innovative Angebote zu kompetitiven Preisen zu erzielen. All dies berge «erhebliches Wachstumspotenzial» durch Synergien, Cross-Selling-Möglichkeiten und Skaleneffekte. Laut «Blick» kommt das neue Unternehmen bei den Mobilfunkkunden auf einen Marktanteil von 24 Prozent, im Breitbandinternet auf 30 Prozent und im Fernsehgeschäft mit 1,4 Millionen TV- Kunden auf 31 Prozent. «Mit einer Fusion hat die neue Sunrise rund 30 Prozent Marktanteil und wird damit eine starke Nummer zwei im Schweizer Markt», sagte Telko-Experte Ralf Beyeler dem «Tagesanzeiger». Ob der neue Telko die Preise im Markt senken könne, sei aber umstritten. Wenn Anbieter verschwänden, schwäche sich der Wettbewerb eher ab, sagte Beyeler. Beobachter verwiesen auf die Erfahrungen aus dem Ausland. Fusionen von Telkos in benachbarten Ländern hätten dazu geführt, dass die Preise im Markt oftmals gestiegen seien. Beyeler rechnet deshalb mit Auflagen der Wettbewerbskommission, etwa einer Verpflichtung, kleineren Mitbewerbern Netzkapazität zu regulierten Preisen zur Verfügung zu stellen. Olaf Swantee, CEO von Sunrise. Sunrise übernimmt Schulden Im Rahmen der Transaktion will Sunrise nach eigener Angabe einen Teil der ausstehenden Schulden von UPC Schweiz in Höhe von rund 3,6 Milliarden Franken übernehmen. Das Unternehmen beabsichtige, den Unternehmenswert von 6,3 Milliarden Franken durch eine Kombination aus neu aufgenommenem Aktienkapital sowie durch Übernahme von ausstehenden Anleihen und besicherten Kreditfazilitäten der Zielgruppe zu finanzieren. Die Übernahme soll im zweiten Halbjahr 2019 vollzogen werden. Vorher müssten ihr noch die Wettbewerbsbehörden und eine ausserordentliche Generalversammlung zustimmen. Nach Vollzug soll das gemeinsame Unternehmen unter dem Namen Sunrise firmieren. «Die Ankündigung ist ein wichtiger Meilenstein für Sunrise, unsere Kunden, Mitarbeitenden und Aktionäre», lässt sich Sunrise-CEO Olaf Swantee in der Mitteilung zitieren. «Wir werden Innovationen beschleunigen und das Kundenerlebnis verbessern, basierend auf der Grösse des neuen Unternehmens und der hervorragenden Netzinfrastruktur der nächsten Generation. Wir haben ein umfassendes Due-Diligence-Verfahren durchgeführt, das uns die hohe Gewissheit gibt, die Synergien realisieren zu können.» «Der Zusammenschluss der beiden Unternehmen ermöglicht verstärkte Investitionen und zusätzliche Innovationen zugunsten der Schweizer Privat- und Geschäftskunden», ergänzt Severina Pascu, CEO von UPC Schweiz. Was der Zusammenschluss für die Mitarbeiter von Sunrise und UPC bedeute, wollte Swantee gemäss Bericht des «Blick» noch nicht sagen: «Dafür ist es zu früh.» Er gehe davon aus, dass die Auswirkungen für die Dienstleistungsabteilungen und die Verkaufsteams moderat sein würden. Ein Abbau sei hingegen im Management und in der Administration zu erwarten. UPC erwarte, dass es bei Doppelspurigkeiten einen Abbau geben werde. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_127971 WWW.NETZWOCHE.CH Computacenter übernimmt Pathworks lba. Computacenter hat die Übernahme des Hardware- Resellers Pathworks bekannt gegeben. Pathworks bleibe weiterhin ein selbstständiges Unternehmen. Der Standort in Neudorf und alle Stellen bei Pathworks blieben bestehen. Laut Mitteilung erlangt Computacenter durch die Übernahme mehr Unabhängigkeit und Flexibilität. ▸ Webcode DPF8_128496 Sunrise steigert Umsatz osc. Der Umsatz von Sunrise ist 2018 um 1,2 Prozent auf rund 1,88 Milliarden Franken angewachsen, wie der Telko in einer Mitteilung schreibt. Das Wachstum resultiere aus einem Anstieg der Kundenzahlen und der Dynamik im B2B-Markt. Beides habe strukturelle Rückgänge im Festnetz- und im Prepaid- Bereich ausgeglichen. ▸ Webcode DPF8_128008 Suissedigital verliert 138 000 Abonnenten mur. Laut Suissedigital haben die dem Verband angeschlossenen Unternehmen im Jahr 2018 138 000 Abonnenten verloren. Das ist ein Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der TV-Markt ging um 5,7 Prozent zurück. Der Verband habe aber zum Erhalt der guten Rahmenbedingungen für die Suissedigital-Netze beigetragen, so sein Fazit. ▸ Webcode DPF8_127991 Die Post beurlaubt ihre autonomen Lieferroboter lha. Selbstfahrende Roboter, die Postpakete ausliefern, bleiben in der Schweiz vorerst Zukunftsmusik. Wie Claudia Pletscher, Leiterin Entwicklung und Innovation bei der Post, in einem Interview mit der «NZZ» sagt, wurden die Tests mit Lieferrobotern aufgrund der aktuellen Gesetzeslage vorerst eingestellt. ▸ Webcode DPF8_128489 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2019

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