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Zukunft Banking: Best-of Digital Movers and Shakers

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18 Zukunft Banking 26. Mai 2019 | netzwoche.ch/ZukunftBanking THE NEXT BIG THING #TheNextBigThing FIRST MOVERS PITCH kentoh / AdobeStock Lukas Hess und Ozan Polat vom Dez entrum mit einem ihrer Zukunftsexperimente. Autoren: Lukas Hess, Ozan Polat, Dezentrum Was passiert, wenn Technologie sich selbst verwalten und besitzen kann? Ist das die Turbo- Automatisierung, die ganze Organisationen obsolet macht? Das Dezentrum gestaltet radikale Zukunftsexperimente und stellt sich den drängenden Fragen rund um die digitale Zukunft. Dazu arbeitet der Think Tank eng mit Partnern und Auftraggebern zusammen, um in seinen Kerngebieten – dezentrale Technologien, digitale Produktentwicklung und agile Organisationsformen – praxisnahe und gesellschaftsrelevante Themen zu ergründen. Abstrakte und komplexe Zukunftsfragen werden in praktische Experimente und konkrete Anwendungsbereiche übersetzt, um anhand von Prototypen schnell neue Erkenntnisse aus Markt und Gesellschaft gewinnen zu können. Radikale Zukunftsexperimente: «Die Zukunft kö nnen wir nicht voraussagen, aber wir kö nnen sie testen» Dabei beschäftigt sich das Dezentrum mit Fragen wie: · Welchen Einfluss haben neue Technologien auf unsere Organisationsformen? · Was bedeutet die Autonomie von Algorithmen in der Geschäftswelt und im Alltag? · Wie können Daten und Infrastruktur in Zukunft sinnvoll genutzt werden? In einem solchen Zukunftsexperiment arbeitet das Dezentrum beispielsweise gemeinsam mit der Zürcher Hochschule der Künste und der Stiftung Mercator daran, ein Haus von Stararchitekt Jean Nouvel aufzustellen und mittels des Einsatzes von Smart Contracts auf einer Blockchain sich selbst zu übergeben. Anstelle einer natürlichen oder juristischen Person besitzt nun ein Stück Code auf der Blockchain das Haus und ermöglicht eine partizipative Organisation des Inhalts. Durch die autonome Verwaltung ruft das Haus etwa bei einem zerschlagenen Fenster selbstständig den Handwerksbetrieb, der direkt vom Haus selbst bezahlt wird. Es geht in diesem Beispiel nicht nur darum ein komplett selbstverwaltetes Haus zu entwickeln, sondern gezielt auch darum, einen Diskurs anzustossen und mittels konkreter Beispiele an Zukunftsszenarien zu experimentieren. Dabei werden neue Fragen aufkommen, Versuche scheitern und neu aufgesetzt werden. Das alles gehört zum Prozess. Durch den transdisziplinären und iterativen Charakter dieser Arbeit können nachhaltig relevante Fragestellungen entwickelt und ergründet werden. Was bedeuten diese Zukunftsszenarien für Unternehmen, Organisationen oder Staaten? Obschon die Fragen dabei sehr vielschichtig sind, beruht die Arbeit auf einer konstanten Methodologie: In einem iterativen Prozess entwickelt der Think Tank Hypothesen, prototypisiert diese und liefert auf Basis dieser Erfahrungen profunde Einschätzungen zu technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den untersuchten Bereichen und Industrien. Das Dezentrum befindet sich im Trust Square, dem Blockchain Hub an der Zürcher Bahnhofstrasse, den es mitgegründet hat. Die Nähe zu diesem Ökosystem, den Universitäten und verschiedenen internationalen Akteuren in diesem Feld sowie die vorhandene Infrastruktur bieten das richtige Umfeld, um Zukunftsexperimente zu gestalten, die radikal neu gedacht sind und trotzdem auf konkrete Anwendungen von heute übertragen werden können. Blockchain: Das fehlende Stück im digitalen Ökosystem In den vergangenen Jahrzehnten hat die Welt eine beispiellose digitale Transformation erfahren. Fast jeder Lebensbereich ist davon betroffen, mit einer sonderbaren Ausnahme: die Banken- und Finanzwelt. Wir sind es heute immer noch gewohnt, zwei Tage zu warten, bis eine internationale Transaktion ihr Ziel erreicht. Wir stehen geduldig in Warteschlangen in den Bankfilialen und verlassen uns auf Briefe, um informiert zu sein. Wir nehmen Gebühren in Kauf für Prozesse, die in einer digitalen Welt kostenlos sein sollten. Doch seit 2009 werden diese archaischen Strukturen von einem revolutionären neuen System herausgefordert. Die Blockchain hat das Potenzial die gesamte Architektur der Banken- und Finanzwelt neu zu gestalten. Mit einem dezentralen Bauplan wurde ein transparentes, öffentliches und sicheres Netzwerk erschaffen, das sich selbst verwaltet. Heute existieren viele Blockchains, die kollektiv unter dem Oberbegriff «Distributed Ledger Technology» (DLT) zusammengefasst werden. Im Kern geht es dabei um den nächsten Evolutionsschritt des Internets: ausser Informationen und Dienstleistungen können jetzt auch Werte vernetzt werden. Anton Golub, Gründer, Flovtec Autor: Anton Golub, Gründer, Flovtec Die «Tokenization» erschafft digitale Anlagen, die auf eine Blockchain übertragen werden. Die Möglichkeiten sind unvorstellbar, wenn alles, was einen Wert darstellt, ein digitales Abbild bekommt und somit für alle Menschen zugänglich wird. Mit anderen Worten steht uns eine Demokratisierung der Finanzsysteme bevor. Es existiert aber eine entscheidende Hürde, die dieser Zukunft den Weg versperrt. Liquidität bezeichnet den Grad an Einfachheit, mit dem Anlagen gehandelt werden können. In einem liquiden Markt ist das Kaufen/Verkaufen von Werten zu tiefen Gebühren jederzeit möglich. Der entscheidende Erfolgsfaktor der DLT wird Liquidität sein. Zurzeit sehen wir, dass ein Grossteil der Tokens mangels Liquidität unhandelbar sind. Somit droht das enorme Potenzial von dezentralen Finanzsystemen im Keim zu ersticken. Die Flov Technologies AG (Flovtec) wurde gegründet, um sich dieser Herausforderung zu stellen. Als Vermögensverwalter in digitalen Märkten stellt Flovtec Liquidität bereit. Basierend auf Algorithmen, die ausser von der Erkennung statistischer Eigenschaften in Märkten auch von der Komplexitätsforschung inspiriert sind, werden automatisiert Preise angeboten, zu denen Tokens jederzeit gekauft oder verkauft werden können. Mit einem visionären Team und modernster Softwaretechnologie ist Flovtec daran, unsere digitale Zukunft mitzugestalten. Dabei wird das Wissen von Blockchain- Pionieren, erfahrenen Hedge- Fonds- Managern und quantitativen Analysten zu einem einzigartigen Mosaik zusammengeführt. Die Zukunft ist digital, dezentral und vernetzt. Die Forschungsaktivitäten von Flovtec helfen, diesen Paradigmenwechsel in der Finanzwelt rasch und nachhaltig herbeizuführen.

26. Mai 2019 | netzwoche.ch/ZukunftBanking Zukunft Banking THE NEXT BIG THING 19 Schon wieder eine neue Karte? Ist das etwa wieder eine neue Finanz-App? Oder sogar eine neue digitale Bank? Warum brauche ich das, und wo genau ist der Unterschied zu anderen Anbietern? Falls du keine dieser Fragen beantwortet haben willst, dann kannst du sorglos weiterblättern #WeDontJudge. Dennoch glauben wir nicht wirklich, dass du bewusst gerne mehr Gebühren für weniger Servicedienstleistungen bezahlen willst … richtig? Immer noch hier? Du kleiner Rebell! #YapsterLove. Okay, gut, da wir nun deine Aufmerksamkeit haben, widmen wir uns den wirklich wichtigen Themen im Leben. Wie geht es dir und deiner Familie? Seltsame Frage in einem Finanzblatt findest du? Finden wir nicht. Hand aufs Herz – du gibst es nicht gerne zu und du würdest das an einer (öffentlichen) Party womöglich auch nicht erzählen wollen … Aber du machst dir sehr oft Gedanken über dein Leben, deine Familie, deine finanzielle Situation und wie du das alles stemmen sollst. Dazu kommen auch noch deine ganz persönlichen und unausgesprochenen Wünsche – okay, manche davon gehen uns auch nichts an und die klammern wir hier einfach mal aus, einverstanden? Über 2 Millionen Menschen, die ein Schweizer Konto haben, leben von Monat zu Monat (Zahltag zu Zahltag) – diese Tatsache hat übrigens nichts mit der Höhe des monatlichen Einkommens zu tun. Die Leute schrauben einfach ihren Lebensstil entsprechend hoch – schickes Auto, Eigenheim, Ferien auf den Malediven … #YouNameIt. Dazu kommt auch die Tatsache, dass die meisten «overbanked» sind; das heisst für Dienstleistungen bezahlen, die sie nicht oder gar nie benötigen. Dies liegt auch daran, dass «einfache» Bankdienstleistungspakete selten angeboten werden. Der Kunde wird zwar mit «Gratis»-Angeboten geködert, bezahlt das Paket aber mit (teils versteckten) Gebühren. Unter uns: Welche (wirtschaftlich orientierte) Bank kann mit einem Gratisangebot betrieben werden? Genau dort setzen wir als Yapeal an, da wir aus eigener Erfahrung wissen, dass traditionelle Banken diese Themen nicht sinnvoll und schon gar nicht uneigennützig angehen. Jetzt #Yapster werden: Yapeal lanciert als erstes Fintech eine Visa-Debit-Karte in der Schweiz Was genau ist Yapeal und was kriege ich als Yapster? Mit Yapeal kannst du ein Schweizer Konto eröffnen, mit dem du natürlich deine Rechnungen zahlen kannst – diesen Teil kennst du schon, das machen viele. Übrigens, bei uns machst du das voll digital am Handy – ohne Video und Schnickschnack – in 3 Minuten hast du dein Konto eröffnet und bist Yapster. Das kennst du so in der Schweiz noch nicht. Andy Waar, Chief Marketing Officer, Yapeal Dazu bekommst du eine Visa-Debit-Karte. Damit kannst du weltweit zahlen sowie online und mobil shoppen – wie mit einer Kreditkarte. Unsere Yapeal-Karte kombiniert das Gute beider Welten – von Kreditkarte und Debitkarte – zum Vorteil des Yapsters und nicht zum Vorteil der Firma (möglichst hohe Gebühren). Das kennst du so in der Schweiz auch noch nicht. Ja, finden wir auch, coole Sache! Das wäre schon Grund genug, uns auszuprobieren – aber das ist noch nicht alles! Zusätzlich kannst du auch noch dein digitales Mobile Wallet verbinden, also «XYZ Pay» – wir dürfen die Marken hier namentlich nicht erwähnen #laaangweilig – und direkt mit dem Handy oder deinem Wearable zahlen – und das überall. Übrigens: Du bist natürlich auch herzlich willkommen, wenn du keine «Probleme» zu lösen hast und einfach eine gute User Experience willst. Financial Amigo, Family Shizzle und unsere Lifestyling Intelligence sind Tools, die dir helfen, finanziell gesünder zu werden oder einfach besser zu wirtschaften. Checke dazu yapeal.ch Zum Schluss noch, bevor ich es vergesse: Auf moneytoday.ch unter dem Titel Der Zürcher Verbriefungsspezialist Gentwo hat das erste Setup zur Lancierung von Anlageprodukten der neuen Generation entwickelt. Durch das bilanzneutrale Emissionsprogramm ist es professionellen Investoren nun möglich, nicht nur bankfähige, sondern auch nicht bankfähige Vermögenswerte zu verbriefen und als Finanzprodukt mit einer Schweizer ISIN umzusetzen. Zu den vormals nicht bankfähigen Basiswerten gehören zum Beispiel digitale Assets. Diese sind nun dank Gentwo Digital konventionell über eine Bank investierbar. Mit Gentwos Tochterunternehmen wurde so erfolgreich eine Brücke zwischen traditionellem Finanzmarkt und dem neuen Krypto-Markt gebaut. «Das Gesicht von Yapeal» kannst du auch nachlesen, warum wir glauben, die richtigen Leute am Start zu haben, um dieses Ziel zu erreichen. So sieht die neue Visa-Debit-Karte von Yapeal aus. lich Banken, können sogar eine insgesamt bessere Anlagequalität in Bezug auf ihr Angebot erzielen. Sie können das Setup von Gentwo für die Entwicklung von eigenen Produkten nutzen und dabei echte Geschäftsinnovationen realisieren. Wenn es darum geht, andere Finanzmarktakteure zu einem Innovator zu machen, verfolgt Gentwo einen modularen und partnerschaftlichen Ansatz. Mit Gentwo Digital wurde eine Tochtergesellschaft von Gentwo mit Sitz im Crypto Valley Zug (Schweiz) gegründet. Das Joint Venture mit der Blockchain-Beratungsfirma Inacta macht alle digitale Assets bankfähig und über konventionelle Anlagelösungen (Investmentzertifikate) zugänglich. Autor: Andy Waar, Chief Marketing Officer, Yapeal Traditional goes crypto: «Ich kann mir nur eine Welt vorstellen, in der Finanz produkte wieder Freude machen» Endlich wird das volle Potenzial der Märkte genutzt! Krypto-Anlagen zeigen anschaulich, wie theoretisch alle Anlageideen durch bankfähige/konventionelle Wertpapiere (schweizkonforme Investmentzertifikate) umsetzbar geworden sind. Asset Manager, Finanzintermediäre, Familiy Offices oder Banken können Vermögenswerte wie Private Equity, Private Debt, Peer-to-Peer-Kredite, Kunst, Krypto-Assets und anderes bilanzneutral für ihre Kunden auf den Markt bringen. In der Folge können neue Basiswerte auf eine lang bewährte Weise (konventionell verbrieft) Einzug in Portfolios halten. Damit wird eine entstandene Lücke zwischen der traditionellen Finanzwelt und einem immer stärker werdenden Anlagebedürfnis nach neuen Anlageklassen geschlossen. Modular – zweckorientiert – nutzenstiftend Die Konzentration auf sogenannte ausserbilanzielle Anlageprodukte löst aber auch für viele Finanzmarktteilnehmer Probleme hinsichtlich sinkender Margen und Wachstumsbarrieren. Neue Leistungspotenziale sind durch den Zugang zu einer theoretisch unbegrenzten Welt von Anlageklassen entstanden. Finanzintermediäre, einschliess- Schweizer Ingenieurskunst trifft auf Leidenschaft Gentwo und Gentwo Digital formieren sich aus einer Gruppe von Unternehmern, die ihren Antrieb aus Leidenschaft, etwas Neues zu schaffen, schöpfen. Professionelle Investoren profitieren von einem direkten Zugang zu Experten, die zwei Welten miteinander vereinen: den etablierten Finanzmarkt sowie eine neu entstehende, sich schnell entwickelnde Anlagewelt. Dies ermöglicht es, die Schweizer Kultur noch effektiver zu erleben, sie nachhaltig weiterzuentwickeln – und sie weltweit zu «exportieren». Typische Schweizer Attribute, die sich in allen eidgenössisch dominierten Branchen wiederfinden, gelten auch für Gentwo und seine Partner: Fairness, Zuverlässigkeit, smarte Ingenieurskunst, die Fokussierung auf höchste Qualität sowie das hartnäckige Bestreben, etwas Besonderes zu erreichen. Autor: Philippe Naegeli, CEO, Gentwo Philippe A. Naegeli, CEO Gentwo

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